Zigaretten kann ich nicht lassen

  • Hi,


    Ich würde gerne mit euch darüber reden warum es mir so schwerfällt den Versuch zu starten mit dem Rauchen aufzuhören.


    Erstmal was zu mir. Ich habe durch mein ständigen Konsum von Subutex (Nasal) und dem vielen Rauchen die Diagnose Sakuidose bekommen. Die Krankheit bildet kleine Knübelchen und kann sich auf andere Organe ausweiten ich habe es an der Lunge. Diesmal habe ich dann erfolgreich vom Subutex entzogen mittlerweile liegt das fast 4 Wochen zurück. Jetzt bekomme ich Cortison in Form von Tabletten (Prepnisonol) und bin mir sicher wenn ich aufhöre zu Rauchen kann ich das Medikament schneller absetzen, ABER es fällt mir schwer auch nur damit anzufangen aufzuhören. Ich empfinde es als schwierig fast schon unmöglich!!! Kann das jemand nachvollziehen ?? Ich rauche auch gerne muss ich sagen am liebsten KippenfirmaXY Rot wenn es der Geldbeutel zulässt. So. Ich bin noch keine 30 und will es aber dennoch schaffen. Es ist nicht lustig Schnappatmung zu haben wenn mann 2 Stockwerke läuft, nicht in dem Alter!!! Ich überlege auf Liquid umzusteigen und dort die Dosis des Nikotins zu reduzieren ähnlich wie bei Medis oder Drogen, bin aber der Meinung das die Zigarette abrupt spontan weg muss. Wer hat es geschafft ?? Warum habe ich solche Hemmungen damit anzufangen ?? Angst ?? Vor was ?? Sie würde fehlen nachdem Essen und und und.


    PS: Rauche seit 17 Jahren.


    Danke fürs Lesen und alles gute euch

    Einmal editiert, zuletzt von Franz () aus folgendem Grund: Markennamen entfernt

  • Moin,


    ich war auch auf allen möglichen Drogen und hab das harte Zeugs seit 2000 weg!

    2008 ging ich dann den Kippenstop an und hörte dabei auch auf zu kiffen.

    Nach Jahrzehnten des Kiffens hatte ich da wirklich so meine Bedenken...

    Der Hammer war: Der Kiffstop hat mich eigentlich NULL gekratzt, aber die Kippen, Jesses!

    Hat mich original an den Entzug von Heroin erinnert (jetzt nicht den körperlichen Schmerz dabei, aber das Loch, das sich nach dem körperlichen Entzug auftat, war ähnlich intensiv).


    Im Nachhinein eigentlich ja nicht wirklich verwunderlich: War zu dem Zeitpunkt so drauf, dass ich am Abend ein oder zwei Einblättrige gekifft habe, aber Unmengen an KIppen geraucht habe.

    Dazu kommt, dass die Kippe dann das letzte war, was ich entzog.

    Da hat sich mein innerer Schweinehund nochmal so richtig ins Zeug gelegt und alles gegeben.


    Könnte bei dir ähnlich gelagert sein.

    Die gute Nachricht: Mir war klar, dass ich da jetzt genau EINEN Versuch habe und ich hab's stur durchgezogen.

    Bin jetzt gut 12 Jahre rauchfrei und nach einem Jahr war da auch keinerlei Trigger mehr.


    Die Verlagerung auf E-Kippe? Naja, besteht immer die Gefahr, dass man dabei das Ziel aus den Augen verliert & ich habe es bei einigen miterlebt, dass sie von der E-Kippe wieder bei nomalen

    Kippen gelandet sind.

    Würde dir eher empfehlen, den radikalen Schritt zu gehen, dann entlastet du deine Lunge auch wirklich.Was die E-Kippen so anrichten, wird sich ja eh erst noch zeigen!

    Wenn es dann zu hart ist, kannst ja anfangs mit Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis arbeiten.

    Der Nachteil bei der E-Kippe ist ja auch, dass die Konsummuster beibehalten werden, also die orale Befriedigung etc beim ziehen.

    Macht einen Rückfall wesentlich wahrscheinlicher...


    Viel Kraft dafür und echt: Sturheit ist da das Beste! LG.Klaus

  • Hi,


    Kann ich voll nachvollziehen ich habe auch gerne und oft gekifft aber hatte das schon immer gut unter Kontrolle, zumindest ist mein erster Gedanke nie einen zu rauchen.

    Habe mir auch an mein letzten freien Tag gegönnt und es bisschen bereut weil ich aufstand und dicken Kopf hatte. Bei den Zigaretten gebe ich dir recht es sollte schon abrupt passieren, vor allem bringt es dem Körper recht wenig wenn ich es reduziere. Ich will es auch nicht planen aber ich will auch nicht alles auf einmal sein lassen. Vielleicht gebe ich mir noch bis zu 4 Wochen bis ich mich wieder leicht wie eine Feder fühle und es mir nix mehr ausmacht alles an mir zu spüren.

    Nikotinpflaster habe ich im Krankenhaus bekommen und habe auch weniger geraucht aber ganz weglassen konnte ich es nicht. Ich habe nie versucht damit aufzuhören daher wahrscheinlich die Schwierigkeit und ich weis ein Entzug von Drogen ist schlimm aber ich finde die Zigaretten sind nicht ohne. Gestern hatte ich bisschen Stress auf der Arbeit und ich bin in der Stunde danach 3 mal eine Rauchen gegangen. Es war befreiend. Mir fällt nicht ein wie ich sonst Stress abbauen kann. Klar macht es nicht high aber du ziehst an der Zigarette und atmest einmal auf. Was machst du denn in solchen Situationen ? Ein Apfel essen ? Oder lerne ich ohne auszukommen ? Wahrscheinlich. Eigentlich suche ich nur ausreden um es nicht zu machen aber der Wunsch ist da. Er ist nicht so stark wie bei den anderen Süchten davon wegzukommen aber wichtig für mich. Ich werde mich gedanklich darauf einstellen müssen aufzuhören. Es bringt mir aber viel zu erfahren wie und das es Leute gibt die das geschafft haben und durchgezogen haben. Kenne auch keinen. In meinem Freundeskreis sagen die Leute immer "Ich habe schon tausendmal damit aufgehört" ja finde den Fehler. Ich will schon mit einer Energie ran die mir ermöglicht die Finger von den Zigaretten dauerhaft zu lassen.


    Danke fürs lesen alles gute 👍🏼

  • Moin,


    also ich habe auch ne recht lange Vorlaufzeit gehabt, bis ich das anging.

    Ein Kumpel von mir hat überraschend aufgehört und das tat dem sichtlich gut.Da hab ich mir gesagt, da will ich auch hin.

    Der gab mir dann das Buch von Allen Carr zu lesen (Endlich Nichtraucher; gibt es auch als Hörbuch...ich meine sogar auf der Tube...)

    Das hat so ne gelbe Signalfarbe und war immer in meinem Lesestabel; rutschte mal hoch, mal runter - aber das Gelb signalisierte mir immer, dass ich nen Prozeß am Laufen habe.

    War - nachträglich gesehen - ne super Methode.Sozusagen subtil im Unterbewußtsein verankert!

    Klar macht es nicht high aber du ziehst an der Zigarette und atmest einmal auf. Was machst du denn in solchen Situationen ? Ein Apfel essen ? Oder lerne ich ohne auszukommen ? Wahrscheinlich.

    Für mich waren es Kaugummis (ganz normale), mit denen ich massiv Stressabbau betrieb - bis hin zu Kieferschmerzen.Das ging schon recht lange mit der "Ersatzfunktion".

    Hat sich dann aber nach und nach von selbst erledigt.Hab seit langem keine mehr nötig.

    Eigentlich suche ich nur ausreden um es nicht zu machen aber der Wunsch ist da. Er ist nicht so stark wie bei den anderen Süchten davon wegzukommen aber wichtig für mich. Ich werde mich gedanklich darauf einstellen müssen aufzuhören.

    Ja, wie oben gesagt: ne gewisse Vorbereitung ist schon gut; natürlich sollte man schauen, dass sich die Motivation nicht verläuft.

    Was wir wohl beide haben, ist der Vorteil, dass wir Sucht bereits kennen.

    Hab mich mit vielen Menschen unterhalten, die ein ganz normales Leben führen & wahnsinnig erschrocken sind, weil sie von der Wucht ihrer Sucht geschockt waren und das eben nicht

    kannten...


    LG.Klaus

  • hallo zusammen,

    ich versuche nun seit zwei Wochen das Rauchen sein zu lassen.Die erste Woche ging dank e cig noch einigermassen,dann hab ich allerdings das Nikotin abgesetzt,und heute bin ich das erste Mal wieder rue kfaellig geworden.Es ist zum Verzweifeln,ich werde es weiter versuchen und hoffe den Absprung doch noch zu schaffen.Ich habe ueber mehrere Jahre fast zwei Schachteln KippenfirmaXY rot taeglich geraucht und die Entzugserscheinungen sind doch erheblicher als ich dachte...

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  • Hi,


    kannst ja mal probieren, mit Pflaster oder Nikotinkaugummi den Nikotinentzug nach und nach anzugehen.

    Würde eher zu den Nikotingummis raten, die nimmst dann nämlich nur bei Bedarf, während beim Pflaster halt dauern Niko abgegeben wird.

    Billig ist das alles nicht, aber die Qualmerei kostet ja auch einiges.


    LG.Klaus

  • Hallo nochmal,


    Allen Carr, ob du es mir glaubst oder nicht das höre ich jetzt schon zum zweiten Mal. Beide Male erfolgreich wie es scheint. Muss mir mal das Buch besorgen. Lese ja gern.


    herzogin den struggle kann ich voll nachvollziehen und sei mal ehrlich die KippenfirmaXY rot schmecken doch auch gut 😊


    Ach zum kotzen. Ich werde mir die Zeit nehmen, je länger ich mich auf was einstelle desto höher die Chance aufzuhören.


    Der gab mir dann das Buch von Allen Carr zu lesen (Endlich Nichtraucher; gibt es auch als Hörbuch...ich meine sogar auf der Tube...)

    Wenn schon Allen Carr dann als Buch. Hörbücher bewirken irgendwie gar nix. Habe mir mal von Bodo Schäfer sein Hörbuch angehört und danach das Buch gelesen und ich muss sagen beim

    Lesen bleibt was hängen.


    Viel Erfolg allen und bleibt sauber.

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  • Ich habe mit 14 angefangen zu rauchen und mit 23 aufgehört. Bisher, 13 Jahre rauchfrei.

    Kurz vor dem Aufhören hab ich die Marke gewechselt, die mir nicht geschmeckt haben und ganz leichte.

    Glaube wichtig ist sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Hab es erstmal keinen erzählt und mal geschaut wieviele Tage ich schaffe. Ein Rückfall kann passieren, dann am nächsten Tag wieder ohne Kippen...nicht gleich aufgeben.. Sport fand ich hilfreich (erstmal mit wenig Puste) da hatte ich auch weniger Bock auf Kippen und dann Beschäftigung für die Finger (bei mir war es Bastelkram).

    Hab immer daran gedacht, dass meine Haut durch das Nikotin viel früher faltiger sein wird . Heute wäre mir meine Lunge wohl wichtiger ;)

  • Glaube wichtig ist sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Hab es erstmal keinen erzählt und mal geschaut wieviele Tage ich schaffe.

    Ich hab das die erste Woche auch keinem erzählt.

    Als ich dann gleichzeitig merkte, dass ich tatsächlich etwas besser Luft bekomme und mehr rieche etc (erste Erfolge bereits nach ein paar Tagen) & vor allem, dass weder ich, noch die Klamotten, noch die

    Bude, stinken, machte ich es öffentlich.

    Erstens, um mir dann tatsächlich ein wenig Druck aufzubauen, zweitens, weil das Feedback einen dann auch ein Stück trägt.


    Sollte jeder seine eigene Strategie fahren, ganz klar.

    Wenn schon Allen Carr dann als Buch. Hörbücher bewirken irgendwie gar nix. Habe mir mal von Bodo Schäfer sein Hörbuch angehört und danach das Buch gelesen und ich muss sagen beim

    Lesen bleibt was hängen.

    Ich hab's tatsächlich so gemacht, dass ich das Buch anfing zu lesen, als ich noch Tabak für ca 25 Kippen hatte. Mein Dope war schon 2 Tage vorher leer.

    Und hab es dann so getimed, dass ich quasi mit der letzten Kippe die letzten Seiten las,

    dann (mit Schiß im Magen und Freude im Kopf) Blättchen, Aschenbecher etc entsorgte...


    LG.Klaus

  • Bitte lasst doch die Markennamen raus, man muss ja nicht noch "ungewollte Werbung" für die machen :P

    War so frei und habe die Marke entnommen - weil in einem Thema nicht zig mal ein Markenname auftauchen muss ...

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hey,

    Seit heute habe ich damit gestartet die Zigaretten weg zu lassen ich habe mir eine frische Schachtel geholt und irgendwie wurde ich nach Zigarette gefragt und ich habe ihm die Schachtel im geschlossenen Zustand verschenkt. Das war mein erster Schritt. Bin jetzt seit heute morgen 10 Uhr rauchfrei.

  • So,


    Carr ist schon gut, redet dir ein es sei die Psyche und es scheint so zu sein. Auch die Umstände wie Mann angefangen hat zu Rauchen stimmen, mann hat es trainieren müssen. Heute Nacht war schwitzig und das Verlangen ist kein deut weniger als gestern und mit diesem Zustand bin ich noch nicht wirklich warm. Heute morgen hat der Schädel von beiden Seiten gedrückt aber mit viel Wasser ging es. Ansonsten fühlt es sich sehr komisch an. Kein Entzug oder so ich habe das Gefühl losrennen zu müssen aber habe auch gleichzeitig kein Bock. Bin richtig wuselig. Zigaretten riechen jetzt schon nicht mehr so schön wie gestern noch und ich rieche verdankt nochmal alles!! Heftig wie schnell ich angefangen habe zu merken das ich mehr rieche und dabei soll mein Geschmacks und Geruchssinn erst laut App bei 40 % sein. Naja, ich hoffe ich kann nächste Woche schreiben das ich es geschafft habe.


    Danke fürs lesen alles gute 👍🏼🍀

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