Entzugserscheinungen - ängste - gadankenkarusell

  • Hallo,


    Ich habe 4 Tage lang Speed gezogen.

    Habe nun seit 8 Tagen nichts mehr genommen und immer noch mit Entzugserscheinungen zu kämpfen.


    Kurze Vorgeschichte:

    Ich hab früher schon öfters auf Festivals Speed konsumiert, Teile etc

    Hatte nie Probleme mit dem Entzug.

    Im Sommer hatte ich schon ein paar mal einige Tage Speed gezogen und danach auch wieder einfach so abgesetzt - nie Probleme.


    Dieses mal hatte ich 1 Tag danach kribbeln im Ganzen Körper, taube finger, schwindel was mir natürlich mega Angst gemacht hat.

    2 Tag war wieder vollkommen normal, normaler Hunger etc

    Am 3 Tag plötzlich absolute innere Unruhe, appetitlosigkeit

    Jetzt an Tag 9 immer noch clean aber immer noch appetitlos - wobei mir jetzt nicht mehr schlecht davon wird und ich etwas runterbringe. Trinken war nie ein Problem.

    Die innere Unruhe ist vorallem morgens noch und die Ängste (Angst iwann zu sterben, nicht mehr da zu sein, hab ich einen schlaganfall etc) sind immer noch da

    Nachmittags/abends ist meistens alles wieder in einem erträglichen ausmass

    Morgens noch überhaupt nicht

    Nehme Johanisbeerkraut und Passionsblume zur Beruhigung gegen die negative Verstimmungen, sonst nichts



    Wer hat auch solche Erfahrungen?

    Ist das normal das es so lange dauert?

    Würde mich einfach über Austausch und etwas Zuspruch, wie das wird wieder freuen. Bin zur Zeit sehr down :-(

  • Servus,


    ich habe dein Thema mal in den Bereich "stoffgebundene Süchte" verschoben, da gehört es eher hin.


    Ob das jetzt noch körperliche Symptome sind oder sich die Psyche meldet, kann man so nicht beurteilen.

    Aber die Erfahrung besagt, je öfter man entzieht, umso schwieriger wird es und es verändert eben auch den Ablauf.

    Ein wesentlicher Teil sind eben hier dann psychische Belange, das Suchtgedächnis spiel einem einen Streich.


    Bevor man aber überhaupt weiter macht, solltest einen Komplettcheck beim Hausarzt machen lassen.

    Wenn dann körperliche Krankheiten oder Mangelerscheinungen ausgeschlossen sind, kann man weiter überlegen.


    Theoretisch könntest aber auch schlechten Stoff erwischt haben, es gibt also viele Möglichkeiten, dass es diesmal anders verläuft.

    Gab es schon mal psychische Auffälligkeiten oder Diagnosen?

    Nimmst du Medikamente oder andere Drogen, die du vlt gar nicht als solche ansiehst (mancher meint kiffen sei halb so schlimm)?

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hallo Sinalana,


    auch ich hab recht ähnliche Erfahrungen gesammelt. Mach dir keine Sorgen, das geht wieder weg. Ich kann dir Bewegung an der frischen Luft ans Herz legen - unternimm nach jeder Mahlzeit einen Spaziergang und dreh auch vor dem Schlafen eine Runde draußen - dann kannst du besser ein- und durchschlafen.


    Eine warme Dusche oder eine Badewannen-Session tun auch so richtig gut in solchen Fällen - möglichst vor dem Schlafen.


    Wenn du an Gott glaubst, könntest du nach dem Aufwachen ein Gebet sprechen, mir hat es immer wieder geholfen.


    Kontrastduschen früh am Morgen ist auch super um den Tag munter zu beginnen. Ich kenne die Methode: kalt - warm - kalt - warm - kalt - warm - kalt ;


    Meditation ist auch ein etwas Tolles.




    Berichte gelegentlich, wie es dir geht und halt die Ohren steif.


    Liebe Grüße

  • Hallo Sinalana,


    erstmal finde ich es toll, dass du für dich die Entscheidung getroffen hast dich in Entzug zu begeben und du offen über deine Erfahrungen sprichst.


    Wie geht es Dir denn aktuell, auch bezogen auf die Entzugserscheinungen?


    Ich mag dir mitgeben, dass es vielleicht zusätzlich auch hilfreich sein könnte, mit einem*einer Suchtberater*in ins Gespräch zu treten und über deine Entzugserscheinungen zu sprechen.


    Du kannst uns gerne schreiben, wenn du eine*n Ansprechpartner*innen in deiner Nähe wünschst. Unsere Kontaktdaten findest du in der Signatur.


    Alles Liebe für dich! :)

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