26. Juni „Weltdrogentag“
  Das Motto des Welt-Drogentages, welcher jedes Jahr am 26. Juni stattfindet, lautete „Drogenkontrolle kontrolliert MEIN LEBEN! Dein Leben. Dein Umfeld. Dein Platz für Drogen.“ >>> HIER  

Entzug nach Jahrelangem Konsum

  • Guten Tag, Guten Abend,


    Ich bin 20 (knapp 21) Jahre alt und konsumierte nun schon seitdem ich 14 bin fast täglich Gras. Im Durchschnitt würde ich sagen das ich in diesen 6 Jahren um die 2-4 g min. am Tag geraucht habe (Tabak-Mischen).

    Vor 3 Tagen habe ich mich entschlossen aufzuhören, ich hab schon vor einiger Zeit festgestellt das ich psychisch aufjeden Fall mitgenommen bin durch den Konsum. Seit ca. 3 Jahren verspüre ich unter anderem Lustlosigkeit, Belanglosigkeit, Motivationslosigkeit.

    Die Lust am Leben richtig teilzunehmen ist mir seitdem vergangen.

    Ich verspüre nun seit meinem 2ten Entzugstag schmerzen in meinen Muskeln obwohl ich mich kaum bewegt habe, Ich schlafe nicht mehr als 5 Stunden am Tag und einschlafen tue ich auch erst um ca 6 Uhr morgens, manchmal Zittere ich aus dem nichts und verspüre eine Kälte die von innen aus geht.

    Ich habe einen ungewöhnlich starken Druck den ich an meiner Stirn verspüre, fühlt sich nicht an wie normale Kopfschmerzen und ich fühle mich Energielos, als könnte Ich nicht mal das Treppenhaus runterlaufen.


    Ich möchte eigentlich nur wieder normal Leben können und nicht denken das Ich einen rauchen müsse bevor ich etwas unternehme.

    So hat sich meine ganze Jugend abgespielt, es ist zur Normalität geworden.

    Vor der Schule? Ein rauchen.

    Vor der Arbeit? Ein rauchen.

    Vor dem Sport? Ein rauchen.

    Vor dem Essen? Ein rauchen.

    Egal was ich allgemein unternehmen wollte, ich hatte diesen Drang unbedingt erstmal einen zu rauchen, weil schliesslich lohnts sich ja nüchtern nicht.

    So war mein Gedankengang.


    Ich weiß nicht was ich mit diesem Post erwarte, jedoch weiß ich auch nicht wo ich mich sonst aussprechen könnte.

    Ich habe erst seit 3 Tagen aufgehört aber es ist trotzdem schon sehr beängstigend was gerade passiert oder was noch passieren könnte. Vorallem Zigaretten rauche ich seitdem wie ein Meister. Mache mir Sorgen da ich in einem sehr jungen Alter mit dem regelmäßigen Konsum angefangen habe.


    Hat von euch jemand Tipps wie ich den mir bevorstehenden Entzug ein wenig angenehmer Gestalten könnte?

    Danke im Voraus!

  • Hi,


    hast nen großen Schritt getan, alle Achtung! :top:


    Ich weiß nicht was ich mit diesem Post erwarte, jedoch weiß ich auch nicht wo ich mich sonst aussprechen könnte.

    Ich habe erst seit 3 Tagen aufgehört aber es ist trotzdem schon sehr beängstigend was gerade passiert oder was noch passieren könnte. Vorallem Zigaretten rauche ich seitdem wie ein Meister. Mache mir Sorgen da ich in einem sehr jungen Alter mit dem regelmäßigen Konsum angefangen habe.

    Das ist ein wichtiger Aspekt, wenn man so früh seine Konsumroutinen etabliert hat, muss man tatsächlich so einiges quasi neu erlernen.

    Der Mensch ist in der Beziehung aber echt flexibel, mit Beharrlichkeit und Disziplin kommt man da auch wieder weg.

    Ich selbst hab erst mit 40 Jahren mit den harten Sachen aufgehört und nochmal 8 Jahre später mit Kiff/Kippen.


    Was die Kippen angeht, so tust du dir da keinen Gefallen mit der Mehrqualmerei: Jedesmal, wenn du dir ne Kippe anzündest denkt dein Suchtanteil, dass jetzt endlich THC kommt und dementsprechend

    hoch ist dann auch die Frustration...

    Ich verspüre nun seit meinem 2ten Entzugstag schmerzen in meinen Muskeln obwohl ich mich kaum bewegt habe, Ich schlafe nicht mehr als 5 Stunden am Tag und einschlafen tue ich auch erst um ca 6 Uhr morgens, manchmal Zittere ich aus dem nichts und verspüre eine Kälte die von innen aus geht.

    Ich habe einen ungewöhnlich starken Druck den ich an meiner Stirn verspüre, fühlt sich nicht an wie normale Kopfschmerzen und ich fühle mich Energielos, als könnte Ich nicht mal das Treppenhaus runterlaufen.

    Im Prinzip alles nicht wirklich außergewöhnlich, die Palette ist da sehr breit!

    Kannst ja hier mal schauen:
    Onlineausstiegsprogramm "Lass das Gras"


    Wenn du Interesse hast, kannst du dich da auch anmelden; wir bieten eine 90 tägige Begleitung an; du führst dort ein Tagebuch und einen Spannungsbogen und bekommst täglich Feedback

    auf deine Eintragungen, schau es dir mal in Ruhe an:
    Onlineausstiegsprogramm "Lass das Gras"


    Hat von euch jemand Tipps wie ich den mir bevorstehenden Entzug ein wenig angenehmer Gestalten könnte?

    Danke im Voraus!

    Vermeide aufputschende Getränke wie Kaffee/Schwarztee/Energydrinks etc - gerade ab dem späten Mittag.

    Dein System war es ja gewohnt, mit dem Dope einen Ausgleich zu schaffen, der jetzt wegfällt.


    Versuche dich zu beschäftigen; dasitzen und im Gedankenkarussel versinken, hält die Gier wach.Lenke dich ab; aktiviere alte Hobbies, mach was von den Sachen, für die du oft zu bekifft warst etc

    (Ja, ich weiß, Corona und so...)

    Kannst aber rausgehen, Bewegung an der frischen Luft und Licht tun gut.

    Entsorge Kiffuntensilien, um deinen Entschluß zu festigen...

    Trinke ausreichend Wasser, um das Ausschwemmen der Gifte zu unterstützen...


    Soweit erstmal.Viel Kraft!LG.Klaus

  • Hallo,

    erstmal danke für Ihren Beitrag, glücklicherweise bin ich ein psychisch sehr stabiler Mensch, Angst auf Rückfälligkeit in den ersten Wochen habe ich aufjeden Fall nicht.

    Habe nun auch wieder angefangen meinen Hobbys, welche ich vor dem Konsum betrieb, wieder nachzugehen.

    Auch die Tabelle die Sie mir verlinkt haben habe ich mir angeschaut, da bin ich ja nochmal glücklich das die Entzugserscheinungen die bisher auf mich zutreffen noch relativ vertragbar für mich sind.

    Glücklicherweise war Ich noch nie wirklich begeistert von härteren Sachen, wobei ich auch einiges ausprobiert habe als ich zwischen 16-17 war. Habe sofort gemerkt das solche Sachen nichts für mich sind, worüber ich sehr glücklich bin.

    Der Tipp mit den aufputschenden Getränken kam mir sehr gelegen da ich normalerweise tatsächtlich sehr viel Kaffee und/oder Energydrinks zu mir nehme.

    Das mit den Kippen werde ich wahrscheinlich erst mal so nicht hinkriegen dafür bin ich noch nicht bereit, für mich hat erstmal Vorrang das Gras wegzulegen.

    Jedoch wären die Kippen dann als nächstes dran. Glücklicherweise war ich noch nie ein großer Alkoholfan.

    In meiner Familie gabs in der Heimat auch schon Todesfälle an Opiaten, ich schätze wohl das die Anfälligkeit auf Süchte in der Familie liegen.

    Heute habe ich mich seit dem ersten Tag meines Entzugs "getraut" zu Freunden zu gehen welche dort auch gekifft haben.

    Fazit: Mittlerweile wiedert mich der Geruch von Bong und Gras extrem an. Ich glaube Ich sollte das auch die nächsten Wochen gut überstehen.


    Ich schaue mir das Portal noch einmal genauer an, habe bis her nur mal rübergeschaut.

    Ich danke Ihnen nochmal für Ihren ausführlichen Beitrag, war sehr hilfreich.


    LG.

    P.S. Nur das mit der Schlaflosigkeit geht mir langsam echt auf die Nerven :sleeping:

  • erstmal danke für Ihren Beitrag, glücklicherweise bin ich ein psychisch sehr stabiler Mensch, Angst auf Rückfälligkeit in den ersten Wochen habe ich aufjeden Fall nicht.

    Habe nun auch wieder angefangen meinen Hobbys, welche ich vor dem Konsum betrieb, wieder nachzugehen.

    Auch die Tabelle die Sie mir verlinkt haben habe ich mir angeschaut, da bin ich ja nochmal glücklich das die Entzugserscheinungen die bisher auf mich zutreffen noch relativ vertragbar für mich sind.

    Glücklicherweise war Ich noch nie wirklich begeistert von härteren Sachen, wobei ich auch einiges ausprobiert habe als ich zwischen 16-17 war. Habe sofort gemerkt das solche Sachen nichts für mich sind, worüber ich sehr glücklich bin.

    Das klingt gut - bitte duze mich ruhig, auch wenn ich ein paar Jahre älter bin; erleichtert die Kommunikation doch, finde ich.

    Der Tipp mit den aufputschenden Getränken kam mir sehr gelegen da ich normalerweise tatsächtlich sehr viel Kaffee und/oder Energydrinks zu mir nehme.

    Das mit den Kippen werde ich wahrscheinlich erst mal so nicht hinkriegen dafür bin ich noch nicht bereit, für mich hat erstmal Vorrang das Gras wegzulegen.

    Jedoch wären die Kippen dann als nächstes dran. Glücklicherweise war ich noch nie ein großer Alkoholfan.

    Das mit dem Alkohol ist ja gut, da fällt die Gefahr der Suchtverlagerung weg & mit den Kippen: Jo, alles zu seiner Zeit.

    Heute habe ich mich seit dem ersten Tag meines Entzugs "getraut" zu Freunden zu gehen welche dort auch gekifft haben.

    Fazit: Mittlerweile wiedert mich der Geruch von Bong und Gras extrem an. Ich glaube Ich sollte das auch die nächsten Wochen gut überstehen.

    Gut gelaufen, wenn das nicht triggert!

    Wirst ja merken, wie sich das mit der Kiffergesellschaft in Zukunft entwickelt.

    P.S. Nur das mit der Schlaflosigkeit geht mir langsam echt auf die Nerven :sleeping:

    Jo, das kostet schon Kraft; ist abr absehbar, dass das besser wird.

    Wenn es zeitlich machbar ist, macht es durchaus Sinn, auch mal aufzustehen, wenn es mit dem Schlaf nicht klappt und sich nicht im Bett rumzuwälzen!

    Vielleicht auch mal ein paar Punkte zwecks Schlafhygiene bedenken?
    Mit der richtigen Schlafhygiene besser schlafen | BARMER

    Kannst auch mal das Großmutterrezept anwenden: 30 min vor dem Schlafengehen eine warme MIlch mit nem EL guten Honig langsam trinken.Das hilft ganz gut beim einschlafen...


    LG.Klaus

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