Tramadol Sucht Angehöriger

  • Hallo zusammen,

    Ich weiß nicht mehr weiter.

    Mein Lebensgefährte nimmt täglich extrem hohe Dosen Tramadol 50mg, an "guten Tagen" um die 25Stk und an schlechten bis zu 60 Stk. Dazu eine Reihe an Trainingsmedikamenten aus dem Ausland, keine Ahnung was das alles ist. Dazu mind 5 bis 7 Alprazolam 1mg täglich und Ephidrin Tabletten aus dem Ausland. Wir die Dosiert sind weiß ich nicht. Jedenfalls davon auch zwischen 10 und 15 ca täglich. Ich jin restlos überfordert.

    Ich weiß nicht mehr wie ich ihm noch helfen kann. Ich muss gestehen, sogar schon an Trennung gedacht zu haben, worüber ich mich schäme. Aber ich bin so hilflos.

  • Servus Margeriet1983


    ich finde nicht, dass du dich schämen musst, wenn du in deiner Hilflosigkeit auch an Trennung denkst!
    Deine Beschreibung ist sehr gering gehalten, ich denke du könntest vermutlich ein ganzes Buch darüber schreiben, oder?

    Was meinst du mit Trainingsmedikamenten?
    Woher kennst du eigentlich diesen umfangreichen Medikamentenplan?
    Wie unterscheiden sich „gute“ und „schlechte“ Tage?

    Eine tägliche Dosis von 3000 mg, aber auch 25 Stück Tramadol a 50 mg, weicht natürlich von einer maximalen empfohlenen Tageshöchstdosis von 400 mg extrem ab.
    So eine Dosis muss sich über einen sehr langen Zeitraum hochgeschaukelt haben, mal ganz abgesehen davon, was er sonst noch an Medikamenten einnimmt!
    Bei so einer Menge kann man sowieso nur einen klinischen Entzug empfehlen, ein langsames ausschleichen würde Monate wenn nicht gar Jahre dauern.

    Früher oder später, vorausgesetzt er will nichts daran ändern, wird es für ihn ein Trauma geben!
    Entweder wird man in wegen der illegalen Beschaffung erwischen oder es kommt zu einem unerwarteten Entzug, weil er diese Dosis irgendwann nicht mehr heran schaffen kann.
    Wer so mit seiner Gesundheit umgeht, ist vermutlich kaum über gute Ratschläge erreichbar, oder?

    Du wirst überlegen müssen, ob diese Liebe und deine Kraft überhaupt so eine extreme Situation ertragen kann.
    Deiner Beschreibung nach muss man hier von einem extrem außergewöhnlichen hohen Suchtverhalten ausgehen und ohne professionelle Hilfe kann das niemand alleine schaffen.
    Daher sehe ich eigentlich nur eine Möglichkeit, du suchst das Gespräch und machst klar, entweder er begibt sich umgehend in eine Entzugsklinik oder du musst dich trennen, weil diese Belastung (Angst um sein Leben) für dich nicht weiter erträglich ist.
    Außerdem muss dir klar sein (im natürlich genauso), es geht nicht allein um den Entzug der Medikamente, vielmehr bedarf es eine langfristig angelegte Entwöhnungsbehandlung.
    Bei solchen Voraussetzungen sehe ich absolut nur eine Möglichkeit - stationäre Langzeittherapie!

    Bitte nicht wundern, ich verschiebe dein Thema in dem Bereich „Angehörige“ - da gehört es eigentlichen ;)

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hallo,


    Er verheimlicht nicht was er alles einnimmt (vor mir). Ich bekomme es auch immer wieder mit und sehe ja auch was an leeren Packungen usw rum liegt. Daher kenne ich die Einnahmen so genau.

    Das ganze hat vor ca 6 Jahren so akut angefangen, da waren wir aber noch nicht zusammen (erst seit 1 Jahr). Kennen uns aber auch schon aus der Jugend. Da war er auch immer vielen Drogen zu geneigt. Hat immer gern ausprobiert usw.

    Ich bin der einzige Mensch der davon weiß, er schafft es im Job und Familie dies gut zu verheimlichen. Niemand bekommt etwas mit.

    Und mit Trainingstabletten meine ich, irgendwelches Zeug das er übers Internet in Rumänien kauft. Weil es hier in Deutschland nicht erlaubt ist. Leider kann ich nichts dazu sagen was dort drin ist. Jedenfalls sicher irgendwelches Amphetamin Zeug, Booster mit Dosierungen die nicht in Deutschland zugelassen sind.

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