Wechselwirkungen zwischen Narzissten und Borderlinern

  • Achtung Trigger


    Tag auch!

    Ich bin mitte 20 und Schüler.

    Um das 16 LJ habe ich eine Canabissucht ausgeprägt. Vor ca. 1 1/2 Jahren bin ich in Stationäre Therapie mit Adaption etc.

    (Seitdem hatte ich 4 Rückfälle. Alle in positiv erlebten Situationen um einen oben drauf zu setzen.)


    Dort wurde ich 3 mal auf eine Persönlichkeitsstörung getestet im Verlauf der Therapie. Erst Narzisstisch, dann histrionisch, dann im großen und ganzen unauffällig.

    Solche Tests sind recht schnell durchschaut, weshalb ich nur dem ersten wirklich glauben schenken kann.


    Da ich es als Narzisst natürlich besser weis, wollte ich nach der Therapie andere Ansätze austesten, welche sich weniger um Bewältigungsstrategien als vielmehr um Akzeptanz und Kontrollaufgabe in unkontrollierbaren Situationen dreht (ganzheitliche Perspektiven). Insgesamt bin ich so zufrieden und stabil.

    Das Thema Beziehung gestaltet sich jedoch nach wie vor schwer.


    Narzissmus; je nach Ausprägung, hat ja positive und negative Eigenschaften.

    An meinem Beispiel: Ich kann schnell erkennen WIE jemand redet, höre wiederum selten dem Inhalt wirklich zu, und wechsle dann überraschend das Thema auf irgendeinen Wunden Punkt des Gegenübers. (Da ich einen konstruierten Freundeskreis habe, bin ich mit Leuten umgeben die das Verkraften und zu schätzen wissen.)

    Das schreckt schnell ab und lässt sich von meiner Seite schwer verkneifen.

    Der Zwiespalt ist, dass mir dieses Handeln schon Leute Gedankt haben, nachdem Sie Monate vorher die Freundschaft ''gekündigt'' hatten.

    Das fördert wiederum die Annahme ich wisse was gut für andere ist.

    Die Wurzeln finden sich in der Kindheit aber die sind weitestgehend aufgearbeitet und hier zweitrangig.


    Problematisch in der Gegenwart ist es für mich gewisse gesunde Verhaltensweisen anzuwenden, die andere sich im Kindesalter Intuitiv vom Umfeld abschauen konnten.

    Oft wirkt das auf mich Fremd und oberflächlich. Mittlerweile habe ich begriffen, dass tiefgründige Bindungen von der Oberfläche langsam in die tiefe wandern müssen.

    Ich neige dazu Presslufthammer zu verwenden.


    Reine Sympathiebeziehungen/Freundschaften funktionieren sehr gut.

    Alles was auf Beziehung hinauslaufen würde wird aber entweder sabotiert von mir oder meinem Gegenüber aus verschiedenen Gründen... so viele Beispiele gibt es da nicht.

    Ich habe einer Frau gesagt ich hätte sie Betrogen und es hätte sich für mich richtig angefühlt, damit sie mir und nicht sich die Schuld gibt.(''Was interessiert mich ihr Hass?''- keine Liebe - keine Rücksicht)(ich komme mir dabei Scheiße vor, Interpretiere Schuldgefühle oder misserfolge aber tendenziel als Erfolgserlebniss- )

    Das hab ich nie gemacht; fremdgehen; Ich hielt Sie einfach für... dumm... und schwach... später hat sich diese Einschätzung wieder auf mich selbst übertragen.

    Monate davor habe ich sie bewegt eine Stationäre Therapie anzutreten, die ihr sehr geholfen hat.

    Ich habe sie über ein Jahr wie meine Seelenverwandte behandelt... als ich sie haben konnte war das interesse Weg... und ich werde lieber als Täter statt als Opfer betrachtet... ich hab mir gesagt so würde ich im besten Sinne für sie handeln.

    Nun, da Sie mich nie wieder sehen will könnte da auch was dran sein. :)(


    Ich fühle mich als würde ich hier eine Beichte ablegen.

    Und irgendwie hoffe ich von anderen dafür Verurteilt zu werden.

    Generell zweifle ich recht oft an der Diagnose Narzissmus. Weil mein Verhalten auch sehr reflektiert sein kann und ich Einfluss darauf nehmen kann.

    Ich übe mich im Umgang mit Menschen und versuche dabei möglich ohne ICH-Werte dem anderen zuzuhören.

    Die miesen Aktionen rede ich mir dann schön, dass es allen hilft etc...

    Aber die Tendenz lässt sich nicht Bestreiten.



    Nun zur Borderlinerin,

    Spieglein Spieglein an der Wand...

    Ich war vernarrt in Sie wie nie zuvor. Lovebombing, Zusammenbruch, emotionale Erpressung, ''ich kann dich heilen'' (während meiner eigenen Thrapie^^)

    Die oben erwähnte Dame war mein Versuch über die jetzt Beschriebene hinwegzukommen.

    Ich kenne Sie quasi nicht; seit 8 Jahren. Sie ist im Grunde ein Produkt meiner Phantasie. In unregelmäßigen Abständen kontaktiert der eine den anderen. Man könnte sagen wir haben uns gegenseitig ein wenig durchschaut... Manipulation klappt da nur noch bedingt. Beziehung ist mittlerweile ausgeschlossen. Es ist auch selten angenehm wenn wir Kontakt haben. Aber an ihr kann ich reflektieren, worin sich mein Verhalten verbessert, verschlechtert oder stagniert.

    Der Punkt ist einfach: Mir gehts wieder mal nicht um Sie.

    Jaja Selbstliebe undso... davon hab ich schon genug... ihr gegenüber positiv zu bleiben ist der Knackpunkt.

    Sie hat eine... naja den Umständen entsprechend... stabile Bindung mit mir. Es ist absehbar, dass dieser Kontakt sich Fortsetzen wird. Ich betrachte Sie als einen Gewinn für meine Entwicklung mit dem ich Umzugehen lernen will. Niemand sollte allein gelassen werden, nur weil er verkorkst wurde.

    Gleichzeitig lerne ich mit Ablehnung umzugehen.


    ABER bei allem was ich hier schreibe gehts wieder um mich.

    Meine Frage; was ist mit ihr? Ist es in Ordnung wenn zwei Manipulative Menschen sich wissentlich ausnutzen?

    Ich habe Sie einmal verbal so hart angegriffen, dass ich auf Therapie bin. Sie verantwortlich dafür zu machen ist zu einfach.

    Sie reagiert mit spott, plötzlicher Vertrautheit oder vollständigem Rückzug. Was mich an ihr lange fertig gemacht hat lässt mich jetzt bei anderen kalt... sie war schlichtweg die erste ihrer Art der ich begegnet bin. An ihr hab ich erkennen können, dass ich schlicht nicht alles haben kann, nur weil ich mit Worten umgehen kann.

    Die Basis unserer Bekanntschaft sind schlechte Kindheiten. Den Rest habe ich mir im Liebeswahn dazugedichtet.

    Sie reagiert oft gar nicht auf meine langen Texte, lässt aber durchblicken, dass sie ihr helfen.

    I.d.R. bricht Sie den Kontakt ab und ist erleichtert wenn ich ihn später wiederherstelle.

    Aber davon merkt man nichts. Helfe ich ihr? Will sie sich ein Drama ersparen? Ist das ihre Art von Drama?

    Wenn ich der einzige bin, der von dieser Bekanntschaft profitiert, ist Sie am Ende die Geschädigte.


    Das ganze kann genausogut auf eine Emotionale Abhängigkeit gemünzt werden. Ich verspiele die Chance auf liebe und Nähe mit anderen Frauen für eine Frau mit der ich niemals zusammen sein werde. Ich hab ebenso ein Problem mit Nähe und Abstand, aber in anderer Form vielleicht.


    Ich bin schon deshalb unglaubwürdig, weil ich den beschriebenen Sachverhalt als positiv beurteile.

    Aber ich bin wie ich bin... die gefährlichen Eigenschaften will ich ablegen und den Rest verantwortungsbewusst nutzen.

    Nur diese innere unausgesprochene Arroganz... die nervt mich...

    Und die Angst vor echter Nähe, davor von jemandem aufgegeben zu werden.

  • Servus Matthjes


    Ich habe deinem Beitrag vorerst mal in diesen Bereich verschoben, aber je nachdem wie sich das entwickelt, kann man es ja erneut noch mal anpassen.
    Wenn ich deine Fragestellung richtig verstehe, gehört es zumindest nicht in den Sucht - Bereich!
    Eine Triggerwarnung ist nicht nötig, entweder man kann so ein Thema stehen lassen oder eben nicht.

    Um ehrlich zu sein, ich habe es jetzt zweimal gelesen (es mag aber meinen Schlafmangel der letzten Nacht liegen), kann ich deinem Text noch nicht ganz folgen.
    Die Beschreibung „Borderlinerin“ finde ich aber nicht gut gewählt, Betroffene können das als abwertenden empfinden und da hilft natürlich dann eingangs auch nicht eine Triggerwarnung!

    Aber vielleicht kannst du das ein oder andere ja noch mal etwas anders formulieren oder es findet sich wer anders, um darauf einzugehen.

  • Franz

    Hallo :wink:

    Ich weiß nicht inwieweit das möglich ist aber vielleicht ist es möglich die Überschrift zu verändern.

    Ich möchte nicht abwertend wirken. Aber ich kann‘s gut. Entschuldigt bitte; ich reiß mich zusammen.


    Der Punkt ist, dass ich im Zwiespalt stehe.

    Außer ihr interessieren mich Menschen wenig.

    An der vorher Beschriebenen habe ich ganz klar feststellen müssen zu welchen miesen Aktionen mich mein Verstand treiben kann.

    Ich ertappe mich permanent dabei in eine manipulative Wortwahl abzurutschen.

    Ich will einfach nicht so sein. Nicht zu Leuten die ich eigentlich doch liebevoll behandeln will.


    Wo ich zu viel rede redet sie zu wenig.

    Wie kann ich offen mit jemandem reden der darin genauso schlecht ist wie ich; nur anders?

    Würde ich in ihrem Interesse handeln Sie nicht mehr zu kontaktieren?

    Ist das in meinem Interesse?

    Kann ich ehrliche Veränderungen in mir auslösen um Kontakt zu halten ohne ihr zu schaden? Und somit lernen und üben Rücksicht zu nehmen? Nen anderen Suchen ist eine Sache, wie lange soll es dauern bis ich wieder mal Interesse an wem entwickle.

    Wie soll ich es dann bei anderen besser machen wenn ich alles leichtfertig aufgebe?

    Können so gegensätzliche Charaktere Freunde sein?

    Kann ein 6ist und egoist wie ich eine zwischengeschlechtliche nicht sexuell oder partnerschaftlich orientierte Freundschaft überhaupt führen ohne sich unzufrieden in der Situation zu fühlen?

    Wie kann ich gesunden Zwischenmenschlichen Kontakt hegen, wenn das keiner der Beteiligten gut kann?

    Wie und wie stark soll ich mein Verlangen einschränken?



    Ich habe diese Themen noch nie wirklich besprochen, verzeih daher bitte die Orientierungslosigkeit. Hatte mehr mit Sucht und weniger mit zwischenmenschlichem am Hut.


    Diese ungesunde Bekanntschaft, von der beide Seiten hoffen, dass Sie geheilt werden kann ohne den anderen Menschen aufgeben zu müssen, ist die einzige die mir was bedeutet. Neben meinem Vater.


    Ich bin für alle Formen von Antwort dankbar.

    Ob ihr die von mir gestellten Fragen beantwortet oder das Thema wechselt und meint ich sollte dringlichere Probleme bearbeiten.

    Ist völlig egal, solange irgendein Mehrwert darin liegt.

    Ich will nur nicht mehr ignoriert werden…

    immer diese furchtbare Stille von ihr.

    Stille KANN ja schön sein… aber nicht so

  • Hallo Matthjes,


    wie ich sehe, hast du dir schon einiges an Gedanken gemacht. Es ist verständlich, dass man eine Freundschaft erhalten möchte, wenn sie einem so wichtig ist.
    Ich fürchte jedoch, dass ich dir auf deine Fragen keine Antworten geben kann.

    Ich wurde dir gerne vorschlagen, dass du dich an eine/n Verhaltenstherapeut*in wenden kannst.
    Die kennen sich meist gut mit verschiedenen Werkzeugen aus, die dir vielleicht bei deinen Fragen helfen können.

    Ich hoffe du hast noch einen schönen Tag und schaffst es mit dieser Stille besser umzugehen.

    Viele liebe Grüße
    Carmen

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