Cannabis in der Schwangerschaft

  • Hallo ! Undzwar bin ich mittlerweile in der 30 ssw.

    Leider hab ich bis jetzt nicht geschafft komplett mit dem cannabis aufzuhören. In meinem Umfeld höre ich immer nur Vorwürfe. Ich war bei einer Suchtberatung, die haben mir aber nur eine entzugsklinik vor geschlagen.

    Ich hab Angst mit meiner hebamme darüber zu sprechen , ich möchte nicht dass mein Kind weg genommen wird. Ich lebe sonst total anständig und kümmere mich um mein Leben.

    Hat jemand schon Erfahrungen dies bezüglich gemacht. Was passiert, wenn man sich der hebamme / dem Arzt äußert?


    Liebe Grüße

  • Dass Cannabis für deine Schwangerschaft ungünstig ist, dürfte klar sein.

    Aber weder die Hebamme, noch der begleitende Arzt wird die dein Kind wegnehmen wollen. Als erstes stehen beide unter Schweigepflicht und Konsum bedeutet nicht automatisch Vernachlässigung eines Kindes.

    Trotzdem kann ich Vorwürfe verstehen, weil die Risiken bekannt sind und die sind nicht ohne!

    Also bitte sprich ehrlich mit Hebamme und Frauenarzt ...

  • Erstmal danke , aber ich finde Vorwürfe gegenüber eines evt suchtkranken nicht sonderlich gut. ( in meinem Umfeld)

    Jetzt weiß ich aber bescheid lg

  • Hi,

    Wie geht es dir mittlerweile? Ich bin schon ein älteres Semester mit 40 Jahren Suchterfahrung, wenn man dabei von Erfahrung sprechen kann. Medizinisch gesehen bin ich Polytoxikomane, in erster Linie aber Trinker.

    Seit 2011 trocken, nur kiffe ich nebenbei. Es ist ein ritt auf der Rasierklinge, wird jeder Suchtberater sagen. Das stimmt! Ich rede mir immer ein es hilft mir runter zu kommen und zu entspannen- das tut ein Waldsparziergang auch. Süchtige Menschen haben das sich selber bescheissen perfektioniert😅

    Vorwürfe, helfen nicht weiter. Tief drinnen, ist dir klar was auf dem Spiel steht. Für viele Angehörige ist Sucht eine Charakter Schwäche und dann kommen sie auch gleich mit " du bist schuld wenn...." als ob wir das nicht wüssten.

    Für dich und dein Baby ist es wichtig das ihr Hilfe bekommt, bzw du dir hilfe holst. Es gibt anonyme Anlaufstellen speziell für junge Frauen.

    Ich will nicht klug daher reden, ich weiß das es ein teufelsrad ist diese Spirale, aber du musst sie durchbrechen.

    LG Rudi

  • Ich finde, du solltest deine Hebamme einweihen. Wenn jemand in der Schwangerschaft raucht, wird ihr ja auch nicht das Kind weggenommen. Und Cannabis ist mittlerweile legal. (hast du sicher mitbekommen 😂😂😘) Das Kind wird einem auch nicht über Nacht einfach weggenommen oder sowas. äußere doch deiner Hebamme gegenüber auch genau diese Sorgen. Sie hat eine Schweigepflicht. Und ich glaube nicht, dass du die einzige bist, die in solch einer Lage ist. Wenn es eine ältere, erfahrene Hebamme ist, hat sie so ein Fall wahrscheinlich auch schon gehabt. Für dich und dein Baby ist es meiner Meinung nach wichtig, dass du in der Situation nicht alleine bist und das Thema weg schiebst, sondern für euch beide den Mut aufbringst, ehrlich zu sein und vor allem auch jemanden an der Hand zu haben, der euch medizinisch dadurch begleitet und Bescheid weiß, sollte es zu irgendwelchen Zwischenfällen kommen. Allein diese Handlung würde von extremen Verantwortungsbewusstsein und Mut zeugen und zeigen, dass du eine gute Mutter jetzt schon bist und dir das Kind eben nicht weggenommen werden wird. Ich wünsche dir und deinem Krümel von Herzen alles Gute! ❤️

  • Deine Angst ist sehr verständlich, aber ehrlich gesagt bist du mit Offenheit beim Arzt oder bei der Hebamme meist besser geschützt als mit Verstecken. In Deutschland bedeutet ein Geständnis allein nicht, dass dir dein Kind weggenommen wird. Ziel ist in erster Linie Hilfe, nicht Strafe. Wenn du zeigst, dass du etwas ändern willst und dir Unterstützung suchst, wirkt das eher positiv. Je früher du es ansprichst, desto besser kann man dich und dein Baby begleiten. Du musst da nicht alleine durch.

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