Hallo Nelly,
schön das du den Weg hierher gefunden und dich mit deinem Problem geöffnet hast.
wie es scheint, geht es hier einfach um viel mehr als um diese Pornos.
Um Wertschätzung und Vertrauen. Und Zweiteres wurde ja anscheinend schonmal gebrochen, was das ganze nicht einfacher macht - im Gegenteil.
Ich finde es wirklich gut, dass du ihn zur Rede stellst, ihn auch fragst was es ihm gibt und gleichzeitig auch deine Gefühle dazu äußerst.
Das ist die wichtigste Basis.
Wohingegen ich nicht weiß, in wie weit dein Vorschlag dir helfen kann - aber das wird sich zeigen.
Macht es denn die Sache besser wenn er am Abend zu dir kommt und er dir erzählt, er hat wieder einen angeschaut? Glaubst du dein Gefühl dann wäre ein Anderes?
Sicherlich, so kommt man in der Ebene des Vertrauens schoneinmal überein, aber die Wertschätzung, oder das Gefühl das du ihm nicht genügst ist ja dann gleichbleibend.
Wie Franz schreibt, kann ich aus dem meinigen Standpunkt nun schwer beurteilen, ob es ein Suchtcharakter hat oder nicht.
Aber schlussendlich verletzt es dich.
Meinst du er mein das mit der Therapie ernst? Was ist denn die Intention? Das er aufhört oder einen Grund für sein Verhalten ausmacht?
Vielleicht helfen auch ein paar Gespräche im Verlauf zusammen, mit einer Therapeutin.
Weil unabhängig davon, dass er es anscheinen braucht - brauchst du auch einen Weg damit umzugehen, so dass die Gedanken da nicht ständig darum kreisen.
Grüße, Zyna
Beiträge von Zyna
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Guten Abend terraexist,
manchmal sind die Ursachen für das eigene Verhalten eben nicht sofort erkennbar und manchmal hilft auch eine Therapeutin nicht, weil sie nicht den Schüssel in der Hand hält, zu der Tür, hinter der sich das 'Geheimnis' versteckt.
Aber das eigene Wissen darum, dass du dich in einer Beziehung vielleicht zu schnell aufgibst ist doch schonmal ein guter Schritt und gehört zu bedenken und vielleicht auch deine eigene Handlungen unter dem Aspekt zu machen.
Das mit der Nachricht, wie du schreibst, finde ich eine gute Sache. So lässt du ihr die Freiheit, wann sie es liest. Aber vielleicht hilft es auch im Besonderen dir noch weiter Abstand zu gewinnen. Wie du schon schreibst, kannst du dir nun sagen, dass du nun alles probiert hast, was Möglich war.
Und ja der nächste Schritt muss nun von ihr kommen.
23 Jahre ist schon wirklich jung und gerade mit der Diagnose wahrscheinlich auch noch eine schwierige Zeit. Mit ihrer Aussage, dass du dich an ihr Verhalten gewöhnen müsstest zeigt es ja auch, dass sie mitten drin steckt und selbst noch nicht verstanden hat, dass in ihr eben viel mehr als ihre Erkrankung steckt. Die Arbeit am Selbstwert und an der Gefühlsregulation sind elementar in der speziellen Borderline-Therapie und man kann ihr nur wünschen, dass sie diesbezüglich den richtigen Weg einschlägt.
Für dich hoffe, dass du etwas Abstand gewinnen kannst, eben auch emotional.
Gerade die Fragen was sie nun wohl macht, helfen da ganz und gar nicht, aber das weißt du sicherlich. Somit finde du nun eine Möglichkeit, wie du dich etwas ablenken kannst, damit deine Gedanken etwas freier werden.
Schon Idee dazu? Oder gerade wenn du weißt, dass du emotional schnell abhängig werden kannst - außer dass du die Ursache noch nicht gefunden hast - wie gehst du damit um? Ich hoffe du konntest in der Therapie Strategien entwickeln?!
Ach und zum Schluss - eigentlich wollte ich es mir verkneifen - weil ich in meinen letzten Beiträgen schon oft genug auf dieses Thema eingegangen bin, aber ich kann da nicht so ruhig bleiben und das so stehen lassen.was sie aufgrund ihrer Krankheit sicher nicht kann
Sie könnte!
Aber das fällt nicht vom Himmel.
Genauso wie sie sich selbst reflektieren könnte, Beziehungen eingehen könnte, Nähe aushalten könnte, ein besseres Selbstwert haben könnte, einen ruhigeren Ton anschlagen könnte und offen über ihre Geschichte reden könnte.
Es ist möglich, auch mit der Diagnose. Aber (!) es braucht Kraft, Eigeninitiative, Einsicht und den Willen etwas zu verändern und das passiert nicht innerhalb von ein paar Wochen, oder ein paar Monaten.
Das sage ich aus Überzeugung, weil ich (wie gesagt) viele Personen mit der Diagnose Borderline kenne, über die letzten Jahre (und bezüglich der Thematik hier) welche in einer längeren Beziehung oder Ehe leben und ein Weg gefunden haben, viele ihrer Probleme weniger Gewicht zu geben. Und weil ich selbst vor 12 Jahren die Diagnose BPS gestellt bekommen habe und rückblickend an mir selbst sehe, was sich verändern kann - wenn man an sich arbeitet.
Gleichzeitig kenne ich auch sehr traurige Geschichten über Personen, die sich nicht so leicht getan haben und auch welche die den täglichen Kampf verloren haben.
Mit der Stellung der Diagnose gibt es nicht diesen einen fetten Stempel oder die Reduzierung auf das DSM-5 - Klassifikationsmodel.
So nun aber - hab ich's doch wieder geschrieben. Manchmal bin ich eben zu impulsiv![große Freude :]](https://www.suchtundselbsthilfe.de/forum/wcf/images/smilies/lach.gif)
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Ich habe mich dazz entschieden, niemandem mehr zu zeigen, wenn es mir schlecht geht. Ich habe meine Maske wieder aufgesetzt. Ja, auch meiner Betreuerin und meiner Therapeutin werde ich davin nichts mehr sagen
Mit welchem Grund?
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Hallo terraexist,
dein letzter Beitrag hat mich tatsächlich etwas erstaunt zurückgelassen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass dich die ganze Situation mitnimmt, gerade wenn von deiner Seite aus so starke Emotionen mit im Spiel sind. Auf der anderen Seite versuchst du anscheinend etwas aufzudröseln oder bis ins kleinste Detail zu durchdenken, was einfach nicht zu durchdenken geht.
Es ist ja wirklich gut, dass du dich Informierst, was Gedankengänge sein könnten oder woher manche Verhaltensweisen kommen könnten - aber … puh … ich hab den Eindruck, du verrennst dich da gerade ganz schön.
Diese Überlegungen, was deine Freundin da denken könnte, wenn du das SO schreibst oder ob du doch lieber eine andere Formulierung nehmen solltest. Ob ihr Verhalten nun mit 'splitten' zu tun haben könnte oder nicht.
Du versuchst ein hochkomplexes Verhalten aufzudecken, welches wohl nichtmal deine Freundin selbst versteht.
Deine Freundin wird nicht da sitzen und sofort wissen. "Oh, das ist mir nun zu viel Nähe, ich muss lieber mal splitten, also halt ich ihn auf Distanz", vielleicht weiß auch deine Freundin nicht, warum sie so scharf reagiert auf die Frage, warum der Kontakt bröckelt.
Diese Reaktion haben ganz wenig mit reinem Gedankengängen zu tun. Im Gegenteil - das Verhalten ist komplett Emotionsgesteuert und Emotionen machen manchmal objektiv betrachtet wenig Sinn.
Viel gefährlicher an der Sache finde ich, dass du alles so krass durchdenkst und dein Verhalten dadurch anzupassen! Warum?Hätte sie diesePersönlichkeitsstörung nicht würde ich jetzt vermutlich sowas tun wie ... ihrsagen das ich sie verstehe, dass ich ihr beistehen will, das ich ihr denFreiraum geben will, sie mir wichtig ist und sich keine Sorgen machen muss odersowas.. das wir das hinkriegen?!
Dann tu es!
Hör auf die Krankheit in den Vordergrund zu ziehen und dann handel DU wenigstens gesund
Wenn du handeln willst.
Aber ich möchte auch nochmal Franz Worte hervorheben, dass es manchmal besser ist - Aussagen zu akzeptieren.
Wenn sie sagt, lass mich in Ruhe - dann tu es. Denn jeder "Normale" würde auch wollen, dass Grenzen gewahrt werden.
Das wird es für dich nicht leichter machen und mit der Information über die BPS weißt du zumindest, worauf ihre Reaktion vielleicht gründet. Aber sie vermittelt dir Aktuell: "Bis hier her und nicht weiter".
Wenn du es mit jemanden zu tun hättest der keine PS hat: Was würdest du machen?
Grenzen wahren? Oder einen Schleichweg suchen?
Nach Allem was du schreibst, braucht diese besagte Freundin einfach noch viel Arbeit an sich selbst. (Wie alt ist sie denn und hat sie Therapieerfahrung?)
In wie weit du nun auf der ERsatzbank sitzen willst liegt an dir und deinen Gefühlen zu ihr.
Vielleicht hast du mit etwas Abstand wieder etwas mehr Zugang zu ihr, vielleicht kommt sie in ein paar Wochen wieder und vielleicht ist auch ein offenes Gespräch über ihr Verhalten möglich.
Aber eine Garantie gibt es nicht, genauso wenig wie das Schema F - welches du so vergeblich suchst. -
Guten Tag Anni,
ich freue mich zu lesen, dass du die Situation bei deinem Freund ansprechen konntest.
Und da zeigt sich wieder, dass vieles 'einfach' nur angesprochen werden muss.
Manchmal hat man selbst bei Situationen, Dingen ein Problem - weil eben so viel Gedanken und Emotionen damit verbunden sind - welche für den Anderen nicht offensichtlich sind. Der Gegenüber kann es nicht riechen, weil es gar nicht in den Sinn kommt, dass da ein Problem sein könnte.
Und du siehst - es passiert nicht. Im Gegenteil. Du hast jemanden an deiner Seite, der den Weg mit dir geht und das ist doch was wunderbares!
Und um es noch am Rande anzusprechen, diese Situation kenne ich sehr gut. In früheren Zeiten konnte ich - gerade bei hoher Anspannung - auch nicht in Berührung kommen mit spitzen oder scharfen Gegenständen, weil die Assoziation zu der Selbstverletzung sofort da war. Somit sei dir gesagt, hier ist jemand, der dich versteht
Zitat
ich habe Angst davor mich mit meinen negativen Gefühlen zu beschäftigen.
… und genau das ist der Trugschluss an der ganzen Sache.
Wir glauben, durch das Nicht-Wahrnehmen und das Nicht -Akzeptieren der negativen Gefühle, könnten wir dafür sorgen, dass sie auch nicht vorhanden sind.
Damit machen wir uns selbst etwas vor und im Endeffekt halten wir ein Feuer klein, welches aber unbeirrt weiter lodert. Die Energie, welche wir aufbringen um solche Gedanken nicht wahrzunehmen, könnten wir auch viel besser für andere Dinge benutzen. Das heißt an erster Stelle steht immer die Akzeptanz für die aktuelle Situation. Sich selbst einzugestehen, dass man diese Gedanken eben hat und das sie da sein können - aber die Aufmerksamkeit geht auf etwas anderes. Im praktischen heißt das: Versuche die Gedanken anzunehmen und dir nicht zu denken: "Warum ist das denn jetzt so", "Die sollen weggehen" "Wann wird das nur endlich anders" - damit gibst du dem ganzen nur mehr macht. Wohingegen, wenn du dir sagst: "In Ordnung, die Gedanken sind da, aber ich schau was ich mir heute gutes tun kann" - nimmst du die Gedanken mit und dadurch, dass du ihnen wenig Aufmerksamkeit gibst (wobei es einen Unterschied macht, ob du sie "mitnimmst" oder "wegdrängst") verlieren sie an Energie.
Ich hoffe das klang nun nicht all zu kompliziert
Noch ein paar Sätze zum Notfallkoffer, welcher dir in der bevorstehenden Therapie bestimmt begegnen wird. Aber du sicherlich schon vorab mal rumtesten kannst.
Grundlage dieses Systems ist, dass du in Stress- und Anspannungssituationen Mittel zur Verfügung hast, welche dir auch körperliche Reize geben - was dir im schlechtesten Fall die Selbstverletzung geben würde.
Darunter kann alles mögliche fallen und kein Notfallkoffer sieht gleich aus.
Bei manchen hilft ein Gummiband um's Handgelenk, ein Igelball, Finalgon-Creme, Chili (-Bonbon,- Gummibärchen), Ingwer kauen, …
Wenn man noch einen Schritt weiter geht kommt wieder die Achtsamkeit ins Spiel. Das heißt der Schneidedruck ist nicht gleich sofort da. Auch wenn man das oft glauben mag. Der baut sich auf, still und heimlich und dann passiert eine Kleinigkeit und das ist dann die Spitze vom Eisberg.
Deine Methode - welche du bisher noch anwendest - das wegschieben und verdrängen sorgt dafür, dass du die Anspannung erst dann zulässt, wenn du sie nicht mehr wegschieben kannst. Wenn du aber versuchst, nach und nach auf dich hören, ab und zu in dich hinein hörst, wirst du feststellen, dass du schon viel eher ein Unwohlsein wahrnehmen kannst. Deine Anspannugn ist mittel, aber nicht so, dass du nun das Verlangen nach SVV hättest. In diesem Unwohlsein kannst du schon was tun! Und wenn du da schon eingreifst, kannst du verhindern, dass die Anspannung weiter steigt.
Bei mir zeigte sich, dass in dieser Phase gerade kognitive Skills wunderbar greiften. Das heißt ein Kreuzworträtsel, Musik, Zeichnen, Schreiben, Telefonieren, Spazierengehen,...
Der Zugang zu diesen "einfachen" Mitteln ist da noch gegeben, während in einem höheren Anspannungsfeld eben nur noch die körperlichen Reize aushelfen.
Probiere durch, schau was dir helfen könnte und das was in der engeren Auswahl ist, pack in eine Kiste - welche nur für diese Skills vorgesehen ist.
Bei der nächsten Anspannung, geht der Gang zur Kiste und da liegt deine persönliche Auswahl drin.
Das war nun viel Text, aber ich wollte dir noch was mit auf den Weg geben.
Und ich werde dich auch bzgl der Therapie weiter fragen - denn ja - auch wenn es dir heute besser geht, liegt es in deiner Verantwortung, dass es so bleibt und auch in schwierigen Situationen Möglichkeiten gibt.
Sich genau das klar zu machen und den Schritt zu gehen, welchen du nun vorhast, bedeutet Stärke.
Viel Erfolg morgen beim Hausarzt und vielleicht klappt es ja schon, genau das Thema anzusprechen! Nur Mut!
Grüße, Zyna -
Der Auftritt war ja heute, oder steht noch an. Wie ist es denn gelaufen?
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Ich gehe davon aus, du hast ihn schon direkt darauf angesprochen?
Offen dargelegt, dass du sein Verhalten schon Übergriffig findest und er damit deine Lust schmälert?!
Was sagt er denn dazu? -
Guten Tag Anni,
also hauptsächlich Probiere ich nicht in solche Momente zukommen. (Ablenkung und Verdrängen)
Was sicherlich auch eine Zeit funktionieren kann - aber eben nicht auf Dauer. Aber ich schätze, das weißt du sehr gut.
Das nicht hinsehen wollen, was ja in einem engen Zusammenhang mit dem Ablenken/Verdrängen steht - weil man ja irgendwie funktionieren will - macht das ganze auch nur gefährlicher.
Es lauert so vor sich hin, hab ich manchmal den Eindruck und wehe man passt einmal nicht auf, ist einmal nicht kontrolliert, kommt all das was sich angestaut hat mit einem Schlag.
Das heißt, wenn du Anspannung verspürst, dann schieb sie nicht weg. Sie ist ja da und so leicht lässt sich diese nicht verleugnen.
Außer mit Ablenkung, hast du schonmal probiert anders mit diesem inneren Gefühl umzugehen? Hast du Erfahrung mit dem sogenannten "Notfallkoffer", mit "Skills" welche die Anspannung regulieren - auch auf körperlichen Ebene?
Es ist sehr löblich, dass du es - wie du schreibst - alleine schaffen willst. Aber was ist der Preis? Die Narben, welche du mit dir rumträgst?
Sich Hilfe zu holen heißt nicht, dass man selbst schwach ist. Im Gegenteil.
Ich finde es braucht eine ganz große Portion Mut den Schritt zu gehen und sich Hilfe zu holen. Denn es bedeutet auch eine Auseinandersetzung mit sich selbst und seinen Ängsten, seinen Nöten - und ich schätze davor haben so einige zu viel Angst und machen lieber Jahre im Stillen den Kampf mit sich selbst aus.
Aber es bleibt ein Kampf und leider ist er in Verbindung mit Selbstverletzendem verhalten auch nach Jahren noch zu sehen.Wieso meine Eltern es nicht sehen weiß ich nicht. Villeicht wollen sie es einfach nicht war haben oder ihnen ist es wirklich nicht aufgefallen.
Trifft dich das? Dass sie es nicht sehen (können) ?
Dein Vorhaben deinen zukünftigen Hausarzt darauf anzusprechen finde ich klasse. Und sicherlich wird es nicht einfach. Aber es bleibt sich egal ob du jemanden schon lange kennst oder kurz. Das erste Mal die Problematik auszusprechen wird immer schwer sein - da holst du die Problematik in die Realität und bekennst es zu einem Problem.
Ich weiß ja nicht wie das Therapeutische Netz bei dir aufgebaut ist. Aber in manchen Städten gibt es ein Zentrum für Psychotherapie, welche dann auch Therapeuten vermitteln.
Ansonsten bleibt meist die Arbeit bei einem selbst und den passenden Therapeuten zu finden ist nicht immer einfach. Und wie Franz schon geschrieben hat gibt es anfänglich Probestunden, bei dem jede "Partei" schauen kann, ob zusammen gearbeitet werden kann.
Und schlussendlich zählt dann dein Bauchgefühl. Wenn du schon merkst, dass dir gegenüber eine Person sitzt, bei der es halt einfach nicht passt. Dann ist das in Ordnung und dann sprich das an und schau weiter.
Soviel erstmal von mir,
ich hoffe du findest die Kraft, diesen Weg weiter zu gehen. -
... hatte heut ein MRT und Montag steht ein Endosono an
... hofft auf was greifbares
... kotzen die Schmerzen an
... bei Allem anderen bleibt nur Kopfschütteln
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... hat seit Tagen schon starke Schmerzen
... hofft die bevorstehenden Untersuchungen bringen endlich Mal einen Anhaltspunkt
... legt sich wieder hin und wartet bis die Schmerzmedikamente richtig wirken
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ja.. man liebt den Menschen.
… und genau das ist es. An erster Stelle steht der Mensch, nicht die Persönlichkeitsstörung.
Manchmal finde ich gerät das ein bisschen in den Hintergrund. Sei es von Betroffenen oder von Angehörigen. Die Aussage "Ich bin / du bist Borderliner" stellt die Störung zu weit in den Vordergrund. Diese Diagnose ist signifikant und zieht sich manchmal durch alle Möglichen Alltags- und Beziehungssituationen. Und doch steht da in erster Linie eine individuelle Person.
Das nun über einen Kamm zu scheren halte ich für waghalsig.
Sicherlich, die Erfahrung welche du gemacht hast, wünscht man keinem. Zweigleisig gehalten zu werden finde ich ein Unding und gehört sich nicht. Basta.
Und ja, mag sein dass dieses Verhalten bei Personen mit diversen Diagnosen, oder Beziehungsstörungen öfter vorkommt, als bei der Dame ums Eck. Aber es passiert.
In erster Linie - unabhängig davon welche Diagnose deine Freundin mit sich rumträgt - ist doch die Frage, ob du der ganzen Sache nochmals vertrauen schenken kannst und willst. Eine Beziehung eingehen, Vertrauen schenken, …
Abzuwägen, ob das nun nochmals vorkommen kann oder wird. Wer weiß das schon.
Ich kenne wirklich viele mit der Diagnose Borderline. Ich könnte aber nicht sagen, dass bei allen eine Beziehung zum Scheitern verurteilt ist. Im Gegenteil, ich kenne viele die leben schon über Jahre hinweg in einer glücklichen Partnerschaft.
Der Schlüssel? Die Arbeit an sich selbst und die Gespräche. Offenheit und Ehrlichkeit. Von beiden Seiten. Und da stellt sich auch die Frage, wie weit deine Freundin das auch schon getan hat, gerade in Hinsicht einer Therapie.
Das was du beschreibst ..."Für mich ist es nicht ganz so einfach das du dichmomentan etwas weniger meldest" .. dann brüllt sie das ich behaupten würdesie sei ein schlechter Mensch.
… scheint als wäre bei ihr noch gar nicht so viel in dieser Hinsicht geschehen.
Diagnose Borderline kann ein gestörtes Selbstbild, Beziehungsprobleme, Emotionsregulationsstörung mit sich bringen - das heißt aber nicht, dass ALLES immer anhaltend gleich bleiben muss.
Spezielle Therapieprogramme und die Arbeit an tiefgreifenden Gedankenmuster helfen der Betroffenen das eigene Denken zu verstehen und sich anders zu verhalten.
Das passiert nicht von heute auf morgen und sicherlich kann es öfter mal die Nerven anderer strapazieren.
Aber im Endeffekt halte ich einfach nichts von der Verallgemeinerung.Lies mal den Eintrag hier im Lexikon: Borderline. Das dürfte deine Frage schon gut beantworten.
Findest du, Rabert? Bei einer Auflistung von diversen möglichen Symptomen und Gedankenstrukturen?
- "BPS-Betroffene weisen charakteristische dichotome Denkmuster auf, die auch als „Schwarz-Weiß-Denken“ bezeichnet werden." vs "Daneben sind Borderline-Persönlichkeiten auch in der Lage, ganz normal wie jeder andere Mensch zu denken."
- "Problematisches Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen ist ein Hauptmerkmal bei Persönlichkeitsstörungen"" vs "Partnerschaften verlaufen individuell sehr unterschiedlich, sie können auch gut funktionieren"
Alles kann - nichts muss.
@ terraexist1 Informiere dich über die Persönlichkeitsstörung und deren Denkmuster. Damit du ein "Gefühl" dafür bekommst, was in dem Kopf deiner Freundin vor geht. Aber über allem steht: Redet darüber. Denn auch wenn du deine Ängste diesbzeüglich geheim halten willst, oder dich irgendwann nicht mehr traust das offen anzusprechen, .. glaube mir, die meisten "Borderliner" kriegen das sowieso mit
Ach und schließe den Eintrag noch mit einem Letzten Zitat aus der Lexikon:
"Ein besonderes Merkmal der BPS ist, dass sie in verschiedenen Arten auftreten kann. Außerdem können sich die Symptome eines Patienten über längere Zeit hinweg ändern, wobei Diagnosestellungen nur Momentaufnahmen bilden" -
Ist es denn schon abzusehen, wann es arbeitstechnisch wieder ruhiger wird und wäre es nicht eine Möglichkeit jetzt schon einen Termin zu vereinbaren?
Ein Monat Selbstverletzungsfrei ist doch schonmal großartig. Und jeder weitere Tag der hinzu kommt, ist es auch.
Aber du merkst ja selber, welche Kraft es manchmal Kosten kann dagegen anzukämpfen.
Die Arbeit scheint schonmal gut abzulenken, aber was passiert in ruhigeren Momenten, wenn das Äußere weniger laut ist wie das Innere?
Warte nicht ab. Mach den geplanten Schritt. Worauf warten?
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... hat sich Mal wieder hierher 'verirrt' :wink:
... verirrt sich aber auch gerade in sich selbst
... wundert sich, wie eine Aussage (wohl ein Wunder Punkt) in der Therapie, das innere Gleichgewicht schwanken lassen kann.
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... grüßt in die Runde und wünscht allen einen ruhigen und gemütlichen Abend!
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... hat eine Woche Krankenhaus hinter sich und wartet auf die Entscheidung morgen
... steckt mitten in einem Gefühlschaos
... versucht sich in radikaler Akeptanz und inneren Ruhe
... fällt das aber so schwer, da sie diese Situation so verdammt ungerecht findet -
... ist genervt von ihren Gedanken, Sorgen und Bedenken
... merkt, dass sich wieder etwas anbahnt und hofft sie hat den Willen dagegen anzukämpfen
... wünschte sich etwas unbeschwerter zu sein. Freier und Mutiger -
... findet es erschreckend, wie geschriebene Zeilen, aus alten Zeiten, manchmal genau den Punkt treffen
... Thera heute war gut, hoffe ich kann da manches verankern und umsetzen
... hat manchmal das Gefühl zwei Leben zu leben -
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Hallo Dreadful,
zu deiner Frage, wie man Narben wegbekommt, würde meine Antwort lauten: Zeit.
Leider ist es hauptsächlich die Zeit, die Narben etwas blasser werden lässt.
Ich persönlich habe auch schon einige Cremes ausprobiert, bishin zur Lasermethode. Der Erfolg ist gering.
Das tut mir Leid, dass es da erstmal keine erfreulichere Nachrichten meinerseits gibt.
Somit bleibt wohl nur der Umkehrschluss, diese zu akzeptieren und selbstbewusst damit umzugehen.
Sicherlich sind Cremes einfacher zu händeln, aber die Frage ist eben was bleibt.Was ist denn das für ein Austauschjahr, dass die soviel wert darauf legen?
Ist das ein schulisches Jahr, bzw. bist du noch Minderjährig? (Da könnte ich dann eben den Ansatz der Forderung verstehen)Die Sache ist die, Krisen hat jeder schonmal gehabt. Die Frage ist eben inwieweit sich das Ganze verfestigt hat oder sich zu einer Erkankung entwickelt hat.
Ich glaube eben, dass die vermeiden wollen, labile Personen auf die Fahrt zu schicken, bzgl. der Aufsichtspflicht.
Somit stellt sich die Frage, ob du soweit stabil bist. Und diese Frage stellt sich nicht nur für die sondern auch für Dich.
SVV hat ja immer einen Grund. Auch wenn du schreibst, du hast vor es nicht mehr zu tun, was auf jeden Fall ein wichtiger Ansatz ist, musst du auch Lösungen parat haben wie du in solchen Situationen anderweitig mit deinen Gefühlen zurecht kommst.Kannst du von dir behaupten, du kannst schwierige Situationen ohne bestehen?
Wenn ja, kannst du denke ich das anderen auch glaubwürdig erklären!Narben bekommt man nicht weg, aber viel wichtiger ist der Eindruck den du auf andere machst.
Und somit ist die Frage, ob ein Gespräch mit der Organisation sinnvoll ist. Oder ob dies überhaupt notwendig ist, weil wenn dies rauskommen sollte du ja sagen kannst, du hattest vor zieg Jahren ne Krise. NAchweisen kann es ja keiner!
Oder eben vertuschen. Langärmliche Kleidung umd Konfrontationen aus dem Weg zu gehen.Du siehst, Varianten gibt es viele. Nur eben wegzaubern geht nicht.
Steh zu dir und deienr Vergangenheit. Und hör auf dein Bauchgefühle, denn nur du kannst einschätzen, inwieweit mdu mit deinen Ansprechpartnern offen reden kannst.Gruß Zyna
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1704 Tage
Was für ne Zahl.Sweety, große Klasse. Hoffe du kannst ein wenig stolz auf dich sein!