Beiträge von RunningFree

    Ich glaube ich möchte wenn unsere Geschichte kein Happy End hat sagen dass ich darum gekämpft habe so viel ich konnte.

    Ich kann das nachvollziehen, hab es ja ähnlich gemacht und oben auch so ähnlich beschrieben. Allerdings: Gut ging es mir dabei nicht, weil ich total verstrickt war und mir seinen Kopf gemacht hab. Als Partnerin kann man noch so sehr kämpfen - die Sucht stoppen kann nur der Betroffene selbst, wenn er es denn will. Du hast darauf wenig bis keinen Einfluss, das ist zumindest meine Erfahrung..

    Hallo Anna,

    Deine Nachricht überschnitt sich gerade mit meiner nachgeschobenen, entschuldige bitte - das finde ich eine sehr gute und absolut nachvollziehbare Entscheidung! Mit räumlichem Abstand kannst Du erstmal für Dich Luft holen, schauen, wie das bei Deinem Mann weiter läuft. Und das wichtigste, Euer Kind ist erstmal "aus der Schusslinie". Hab auch einen Sohn, der aber schon nicht mehr bei mir wohnt und auch kein gemeinsames Kind ist. Eine Zeitlang bekam er aber Launen, Gereiztheit etc. mit. Das reicht ja vollkommen und ist einfach nur Sch...

    Ich verstehe, dass Du Dich von der Hoffnung noch nicht verabschieden möchtest - hab auch lange gehofft - aus meiner heutigen Sicht zu lange, denn ich für mich hab mich immer mehr gefangen gefühlt in Co-Abhängigkeit, Niedergeschlagenheit, Sorgen um meinen Ex, Enttäuschung und Frust. Wir kennen uns ewig, und er gehörte einfach immer irgendwie zu meinem Leben. Jetzt denke ich, ich habe einfach alle Register gezogen und bin so lange an seiner Seite geblieben, wie es für mich ging - es ist Zeit, wieder nach vorne zu blicken.

    Was mir anfangs half, war übrigens eine Selbsthilfegruppe vor Ort. Vielleicht wäre das auch was für Dich? Das hilft, sich eben nicht mehr so allein mit diesem Problem zu fühlen. Ich hab da zB gute Denkanstöße bekommen, wie ich wieder mehr Selbstfürsorge betreiben kann, statt immer nur um "seine" Probleme zu kreisen..

    Wünsche Dir ganz viel Kraft!

    Etwas möchte ich noch hinterherschicken, liebe Anna, ich hatte nicht mehr auf dem Schirm, dass Ihr einen Sohn habt. Kinder bekommen Sucht immer zu spüren, auch wenn sich Dein Mann bemüht. Deshalb hätte ich schreiben wollen: Pass bitte gut auf Dich auf, schütze Euer Kind und trifft die richtigen Entscheidungen für Deinen Sohn und Dich.

    Hallo Anna,

    ich antworte Dir als Ex-Partnerin eines K-Abhängigen und habe leider keine sehr mutmachenden Erfahrungen in petto. Das hier:

    Es ist von seiner Seite aus ein unerträglicher Kreislauf aus Scham und Schuld und damit immer wieder Rückfällen. Natürlich bin auch ich immer wieder phasenweise einfach nur noch am Ende, es ist so eine Art chronische Erschöpfung.

    habe ich über Jahre 1:1 so in Dauerschleife erlebt - und bin selbst in Depressionen gerutscht. Nach der mittlerweile soundsovielten Reha folgte kürzlich wieder ein Absturz. Aber ich kenne auch Menschen, die es geschafft haben - in zwei Fällen stand es allerdings gesundheitlich wirklich spitz auf Knopf, und zuvor hatten meines Wissens beide keinen festen Plan, ihre Sucht zu stoppen. Der von Dir zitierte Suchtmediziner hat aus meiner Sicht also Recht und unrecht zugleich - es kann ein Anstoß sein, wenn es gesundheitlich bergab geht, muss aber nicht, oder es kann auch schon zu spät sein, das ist einfach individuell unterschiedlich...

    Meinem Ex zB scheint das eher egal zu sein, er konsumiert weiter, auch wenn es viele Warnungen gab. Ich habe mich zurückgezogen, weil.ich das einfach nicht mehr miterleben möchte. Auch er ist ein wertvoller Mensch, mit dem ich mich jahrzehntelang gut verstanden habe. Aber Kokain verändert - vielleicht empfindest Du das auch so. Deshalb sind wir vom gemeinsamen Weg abgekommen.

    Pass vor allem gut auf Dich selbst auf und trifft die richtigen Entscheidungen für Dich,

    Liebe Grüße

    Hallo JennySch,

    kann mich TEM nur anschließen. Dein Mann hat eine schwerwiegende Suchterkrankung. Ich würde ihm nicht glauben, dass die Beratungsstelle das so verharmlost hat - er konsumiert Alk und Crack, da gibt's nix zu beschönigen. Die Aussagen, die Du von ihm zitierst, gehen ja klassisch in Richtung Manipulation und emotionale Erpressung, allen voran, dass er rückfällig wird, wenn Du mit ihm streitest - er will Dich ruhigstellen und Dir noch die Verantwortung für seinen Konsum zuschieben.

    Kann Dir nur empfehlen, Deinen Plan umzusetzen, um Dich und Deine Kinder zu schützen, und wirklich auf Abstand zu gehen. Ich war als Co-Abhängige in einer ähnlichen Situation und kann total nachvollziehen, dass Du ihn nicht alleine abstürzen lassen willst, aber sonst gehst Du mit ihm unter. Hast Du mal nach einer Angehörigengruppe in Deiner Nähe Ausschau gehalten? Das kann hilfreich sein.

    Liebe Grüße und viel Kraft!

    Guten Morgen Alex1211 ,

    Deinen Schmerz kann ich nachfühlen. Ich hab auch so Wechselbäder erlebt. Unsere Beziehung liegt auf Eis. Wir kennen uns halt ewig, waren davor auch lange befreundet und haben auch noch Kontakt.

    Gerade dadurch, dass die Beziehung so wechselhaft ist, so viele Fragen hinterlässt, oft Manipulation und Lügen im Spiel sind, kann man sich ziemlich verstricken. Das ist auch meine Erfahrung. Wünsche Dir, dass Du da gut herausfindest.

    Hallo Alex1211,

    ich antworte mal als ebenfalls Freundin eines langjährigen Konsumenten. Was Du erlebt hast und jetzt durchmachst kann ich gut nachfühlen. Fast zwangsläufig rutscht man in so einer Beziehung in die Co-Abhängigkeit. Hast Du Dich mit dem Thema bereits beschäftigt? Sehr knapp zusammengefasst: Man reibt sich auf in der ständigen Sorge um den suchtkranken Partner und verliert sich dabei selbst völlig aus dem Blick. Sei Dir bewusst darüber, dass Du Deinen Ex-Partner durch noch so viel Kümmern und Zuneigung nicht von Drogen weg bekommst, das kann ausschließlich er selbst - falls er es denn möchte. Danach sah es nach Deinen Schilderungen bisher leider nicht aus, und Du hast immer wieder die Folgen zu spüren bekommen - von seinem Jobverlust über Unruhe, Stimmungsschwankungen, phasenweise Abtauchen zum Konsumieren bis hin zu dieser für Dich plötzlichen kalten Trennung.

    Überlege jetzt vor allem, was Du für Dich willst und für Dich tun kannst, damit es Dir besser geht. Das ist im Moment vermutlich schwer, aber hilfrich bei der Verarbeitung. Wie kannst Du Dir Unterstützung holen? Was machst Du gerne? Hast Du Freunde, mit denen Du reden kannst? Und hinterfragen auch mal: Hättest Du mit ihm weiterhin leben wollen, auch wenn er weiter so konsumiert wie bisher?

    Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen: Es geht eher weiter abwärts, gerade wenn er schon seit seiner Jugend konsumiert, falls er kinen Willen zur Veränderung zeigt

    Es kann auch helfen, sich Rat in einer Selbsthilfegruppe zu suchen.

    Liebe Grüße

    Hallo EJL,

    das ist eine schwierige Situation. Da Dein Mann alles abblockt und das Ganze für Dich immer untragbarer wird, bleibt wohl nur,, Abstand zu suchen und darüber nachzudenken, wie es für Dich selbst und Deine Kinder weitergehen kann. Vielleicht hast Du das ja längst getan.... Abwarten hilft nicht und fühlt sich erfahrungsgemäß nur immer hilfloser an. Wenn überhaupt, müsste er ja was ändern, und dafür sieht er offensichtlich derzeit keine Veranlassung .

    Dass er Deine Situation nicht wahrnimmt, erleben glaube viele Partner/innen von Suchtkranken so. Deshalb empfiehlt es sich, gut auf sich selbst zu schauen. Hast Du schon mal für Dich Rat oder Unterstützung bei Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe für Angehörige gesucht?

    LG

    Im Internet ist zu lesen, dass so ein Wischtest zwar einen Nachweis liefern kann, dass es Kontakt zu Drogen gab, aber nicht, dass sie auch konsumiert wurden. .. Was sagt er selbst denn zu der von Dir beobachteten Wesensveränderung? Da Du Dich von ihm irgendwie hintergangen fühlst - siehe Sportklamotten - und sein Verhalten für Dich belastend ist, wäre es vielleicht gut, wenn Du Dir für Dich eine Art Plan B überlegst und vorerst etwas Abstand für Dich suchst. Vielleicht ermöglicht das auch am ehesten ein Gespräch..Ihm mit dem (heimlich durchgeführten) Test zu kommen, finde ich eher schwierig und kann mir vorstellen, dass Du damit eher das Gegenteil von dem erreichst, was Du möchtest.

    LG

    Hallo,

    es klingt so, als hättest Du das nicht von ihm selbst erfahren? Ich würde sagen: Offen ansprechen und klar Deine Sorgen formulieren, auch mit Blick auf Dein Kind, wäre der erste Schritt. Wenn er das Ganze vor Dir verheimlicht hat, kannst Du vermutlich erst einmal nicht viel Problemeinsicht erwarten. Der Gedanke, auf Abstand zu gehen, ist sicher richtig. Lässt sich das räumlich umsetzen, also habt Ihr getrennte Wohnungen?

    Hilfe muss Dein Partner annehmen wollen und als Voraussetzung erst einmal erkennen, dass er ein Problem hat. Das kann ein langwieriger Prozess sein, in dem Du zwar offen für Gespräche bleiben, aber sonst wenig tun kannst. Er benötigt vermutlich professionelle Hilfe, aber Du kannst wenig ausrichten, wenn er das selbst nicht so sieht. Als Partner/in verstrickt man sich schnell, weil Emotionen hineinspielen, Du beschreibst ja,, zB, dass Du leidest, wenn er lügt. Um sich davor zu schützen und sich das Verhalten Deines Partners besser erklären zu können, kann es helfen, sich mit Sucht auseinanderzusetzen. Eine Angehörigenberatung oder -gruppe kann dafür gut sein, hast Du schon einmal in diese Richtung Ausschau gehalten?

    Ihm klarmachen, dass sich etwas ändern muss kannst Du im Gespräch. Du solltest Dich aber darauf einstellen, dass er das nicht von heute auf morgen angeht, und Dir auch überlegen, was Du für Dich selbst möchtest und wie weit Du bereit bist, die Situation mitzutragen. Abstand ist in einer Partnerschaft nicht so leicht umzusetzen, irgendwie bleibt man erfahrungsgemäß trotzdem ziemlich involviert...

    Lieber Grüße, RF

    Hallo,

    das meiste ist ja bereits gesagt, aber ich möchte nochmal hinterfragen, ob der Umzug in eine gemeinsame Wohnung wirklich so eine unausweichliche Option ist bzw war, auch wenn das einen Tag vorher jetzt zu spät ist. Für mein Gefühl bringt das nochmal eine Menge zusätzlichen Druck in die Sache, weil es jetzt eigentlich erstmal "klappen" sollte mit seiner Einsicht und auch mit Eurer Beziehung - obwohl so einiges im Argen liegt. Gemeinsame Wohnung bedeutet ja meist, dass man finanziell erstmal mehr oder weniger aufeinander angewiesen ist, und das kann Deine persönliche Entscheidungsfreiheit schon ziemlich einschränken. Deine Ausgangsfrage war immerhin:

    Ich weiß nicht was das richtige ist. Hoffen dass er selbst einsieht oder tatsächlich trennen?

    Also hast ja offenbar mit dem Gedanken an eine Trennung schon gespielt. Stattdessen in gemeinsame Wohnung umzuziehen ist eher das Gegenteil, oder wohnt Ihr eh schon zusammen? Man kann und sollte sicher nichts vorwegnehmen, und jede/r hat seine individuelle Schmerzgrenze - auch meine wäre aber erreicht, wenn ich wegen Aggressionen die Polizei rufen müsste. Wünsche Dir, dass Du einen guten Weg findest und gut auf Dich aufpasst.

    Hallo,

    Respekt, das ist erstmal ein großer und mutiger Schritt. Ist doch völlig klar, dass Dir nach so einer langen gemeinsamen Zeit viel an ihm liegt und Du Dir wünschst, dass er aufhört. Vorsichtshalber wäre es aber bestimmt gut, nicht zu viel "Wirkung" von so einer Trennung bei ihm zu erhoffen. Veränderungen brauchen Einsicht, vielleicht auch professionelle Begleitung, Zeit. Er ist erstmal geschockt, klar, aber was er langfristig daraus macht und ob er sich in diese Richtung bewegt, hast Du ehrlicherweise nicht in der Hand. Deshalb ist es wichtig, das eigene Leben wieder stärker in den Blick zu nehmen, etwas Abstand zu gewinnen, mal wieder sehen, was Du für Dich willst, nach den letzten zehn Jahren Kampf, die Du beschrieben hast. Hast Du Menschen, mit denen Du Dich im Gespräch austauschen kannst?

    Hast Du ihm schon mal Auszug nahegelegt? Das könnte eine Grenzsetzung sein. Gute Gründe dafür gäbe es ja - er ist volljährig, nimmt offensichtlich mehr oder weniger nicht mehr am Familienleben teil und beschimpft Dich, oder geht sogar auf Dich los, sobald es nicht so läuft, wie er sich das vorstellt. Außerdem wird seine Schwester in Mitleidenschaft gezogen. Was er wie konsumiert, ist von außen schwer zu beurteilen, Frage ist ja auch, ob er alles erzählt. Wie kommst Du auf Notarzt, wirkt er gesundheitlich wirklich so angeschlagen?

    Hallo,

    das klingt nach einer sehr eingefahren Situation. Dein Mann sieht derzit keinen Veränderungsbedarf, also kommt es auf Dich an, Dir zu überlegen, ob Du das so weiterlaufen möchtest oder welchen Spielraum es gäbe, gegenzusteuern. Soziale Kontakte aufbauen wäre besimmt ein erster wichtiger Schritt, ggfs auch über Selbsthilfegruppe, da hättest Du auch eine Rückenstärkung für die Konflikte mit Deinem Mann. Könntest Du eine Arbeit aufnehmen, um finanziell unabhängig(er) von ihm zu werden? Wie denkst Du über Trennung, Auszug? Wenn Du keinen Besuch mehr einlädtst und den Haushalt alleine schmeißt, hast Du Deinem Mann und dem Cannabis ja praktisch das Feld überlassen. Du kannst ja überlegen, beides zu ändern, das würde ich klar kommunizieren - schließlich hast Du auch ein Leben und bist da zu Hause. Was spricht gegen Besuch? Soll er doch mit seinen "chicas" glücklich werden, Du machst ab jetzt wieder Dinge, die Dir Spaß machen mit Leuten, die Du magst. Vielleicht setzt das auch ein Umdenken bei ihm in Gang - wenn nicht, war es ein Versuch und Du kannst überlegen, welche weiteren Schritte Du für Dich gehst. Selbstfürsorge hilft gegen diese negativen Gefühle, die Du ganz unten beschreibst.


    Liebe Grüße

    Hallo,

    wenn Du ein wenig mobil.bist, ist bestimmt auch in Deiner Gegend oder in einem etwas größeren Umkreis etwas zu machen. Das hätte auch den Vorteil, das Du dort anonym bist - ich fände diesen Wunsch übrigens nachvollziehbar. Als Angehörige(r) steckt man ja häufig in so einer Spirale aus Hilf- und Sprachlosigkeit. Hier schreiben ist ein Anfang, der zeigt, dass die Situation für Dich nicht mehr tragbar ist. Es ist gut, wenn man über diese Hürde schon mal geklettert ist. Aber persönliche Gespräche, vielleicht auch mit anderen Betroffenen (Eltern), wirken nochmal anders. Klar sollte / muss eigentlich Dein Sohn was ändern, aber meist ja auch die Angehörigen. Mehr Eigenverantwortung an den Sohn geben, ihn in seinem Konsum nicht unterstützen, zB durch Geld etc. Das sagt sich so einfach alles, ich weiß. Wenn man das jahrelang alles erlebt und mitgemacht hat, geht man ja selbst auf dem Zahnfleisch, das erschwert auch das Grenzensetzen. Da ist es gut, sich über eigene Denk- und Verhaltensmuster klarzuwerden, und dabei kann eine gut moderierte Selbsthilfeguppe wirklich hilfreich sein.

    Liebe Grüße

    Eigentlich müsstest Du es ja nicht mit ansehen. Aber ich verstehe es so, dass Du ihn rumfährst und ihm den Konsumraum bietest, um irgendwie auf ihn einzuwirken, was derzeit aussichtslos ist. Damit hilfst Du ihm nicht, sondern unterstützt eigentlich das Suchtverhalten, von dem Du Dir wünschst, dass er es beendet. Sieh es doch mal so, vielleicht käme er am ehesten ins Nachdenken, wenn es mal über Wochen und Monate "unbequem" für ihn wäre und niemand da, der immer parat steht, wenn er ruft? Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man sich ziemlich verstricken kann. Deshalb kann Angehörigen-Selbsthilfegruppe wirklich hilfreich sein und beim "Entwirren" helfen. . Die kannst Du auch als Freund besuchen.

    Dann scheint er derzeit eben keine Hilfe von Dir zu wollen und Du solltest das vielleicht akzeptieren oder zumindest hinnehmen, Dich zurückziehen und auf Dich konzentrieren. Was heißt eigentlich, Du hängst da sehr tief mit drin - in welcher Hinsicht und vermutlich nicht zwangsweise, oder? Was spricht gegen Distanz in der aktuellen Situation? Das liegt doch in Deiner Hand, was Du mittragen möchtest. Die Freundschaft klingt derzeit recht einseitig. Du machst Dir vermutlich Sorgen, was mit ihm passiert, wenn Du auf Abstand gehst, aber die muss man sich nach Stand der Dinge ja eh machen, ob Du nun nah dran bleibst oder nicht, und Dein Da-sein hat offensichtlich schon bisher leider wenig geändert. Ich kenne diese Zwickmühle gut, auch dass man alten Zeiten nachhängt, in denen es mal besser lief. Aber ob und wann für ihn der Zeitpunkt kommt, zu dem er Hilfe will und annimmt, kannst Du nun mal nicht steuern - er entscheidet für sich, wie er weitermacht, und Du für Dich.

    Hallo Sven38,

    ja, das kann ich mir gut vorstellen. Mein langjähriger Freund klammerte sich zeitweise an den Gedanken, seine Suchtproblematik sei wohl auf eine ADHS zurückzuführen und das wäre ja Indikation für Medikinet oder ähnliches Medikament gewesen. Er fühlte sich darin auch durch einen Therapeuten bestärkt, der ihm das in einem Gespräch nahegebracht hatte, entsprechende Tests empfahl, die aber letztlich dann nicht stattfanden, weil Ärzte nicht erreichbar, keine Kapazitäten in der Klinik dafür frei etc.. Ich hatte vorher auch schon von angeblichen Zusammenhang zwischen ADHS und Drogen gehört, die als eine Art Selbstmedikation dann konsumiert werden. Bei dem Freund ging es dann stattdessen mit Kokain und Alkohol weiter. Ich verstehe schon den Wunsch, für sich Ursachen und vielleicht ne Art Entlastung zu finden und vermeintliche Hilfe durch ein Medikament. Am Grundproblem ändert das aber halt leider nix, wie Du ja auch schon beschreibst.

    Wie gehst Du denn jetzt mit der Situation um? Kann nur Abstand empfehlen...

    Liebe Grüße

    Hm, ich kann mich in Euer Verhältnis nicht wirklich reindenken. Jeder meint, dem anderen was ermöglicht zu haben, er hat ein Privatleben, in das Du Dich nicht einmischen sollst, er war anhänglich, Du bist abrufbar - also Freundschaft funktioniert für mich irgendwie anders. Es klingt für mich eher irgendwie nach einer gegeseitigen Abhängigkeit. Da Du das nicht als problematisch zu sehen scheinst und auf Fragen, wie Du weiter vorgehen willst, nicht eingehst, bin ich jetzt mal wieder raus und wünsche Dir alles Gute...