Beiträge von dunge

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    Körpersprache beachten: Brust raus, Schulter zurück und Kopf hoch


    Wenn ich das mache, flüchten alle Menschen vor mir, weil das dann, auf Grund meiner Größe und meines "Kampfgewichts" ganz schön bedrohlich wirkt. Ausserdem wurde mir gesagt, daß wenn ich mich aufrichte, ich den Eindruck vermittle, höher zu stehen wie die Anderen. Also auch nicht unbedingt das Allheilmittel ;)

    Naja, aggressiv werde ich nicht gerade, aber sehr unruhig, wenn jemand in meiner Gegenwart schlürft und schmatzt. Und da habe ich mit der WG echt das Hauptlos gezogen, denn hier schmatzen alle drei. Super.
    Es ist aber schon ein Zeichen von Mangel an Umgangsformen, wenn man sich so gehen lässt und die Essgeräusche so laut werden lässt.
    Eine Zeit lang saß ich mit MP3-Player am Tisch, was natürlich auch keine guten Umgangsformen sind. Aber mittlerweile gelingt es mir meistens, mich so auf mein Essen zu konzentrieren, daß ich die Schmatz und Schlürf-Arien der drei nicht mehr wahr nehme.
    Sozusagen Progressive Ess-Entspannung. Mir jedenfalls hat das die letzten zweieinhalb Jahre sehr gut geholfen.

    Ja, das ist genau der Ansatz, den ich meine.
    Man kann chronische Schmerzen nicht wegzaubern, man muss mit ihnen leben.
    Am Besten gelingt das, wenn man sie akzeptiert, und ihnen bewusst einen Platz im Leben einräumt.
    Und diese Meditationsart hilft dabei, den Schmerz anzusehen, und ihn an seinen Platz zu legen.
    Vielen Dank für diesen Artikel :)

    Hallo Jessy 35
    Ich kann Franz nur beipflichten. ein kalter Entzug von Tilidin und Codein ist absolut unverantwortlich.
    Selbst ein ambulanter Entzug ist sehr riskant.
    Und ich spreche aus Erfahrung, denn ich habe jetzt so um die 25 richtige Medikamentenentzüge hinter mir.
    Und alle waren in Kliniken, denn man sollte bei solchen Stoffen schon unter Beobachtung stehen.
    Was ich Dir empfehlen kann sind Medikamentenentzüge in Verbindung mit einer Schmerztherapie. Dort wirst Du auch psychologisch, physiotherapeutisch, schmerztherapeutisch und natürlich klinisch versorgt. Leider sind diese Therapien meist auf vier Wochen beschränkt. Aber in diesen vier Wochen hat man das Meiste von dem Entzug geschafft.
    Danach steht dann natürlich eine weiterbehandlung durch Psychologen und Physiotherapeuten an, genau wie die des Schmerzherapeuten. Das, was Du da gerade machst, ist sehr eichtsinnig.

    Zitat

    Wenn Ärzte sowas über Jahre verschreiben und auch in Hohen Dosen warum sind wir als Patienten eigentlich am ende die Verlierer


    Ja, das kann man zum Teil sehr schwer verstehen. Mir wurde am Stück 10 Jahre lang hochdosiert Morphin verschrieben. Es hat geholfen, das war für die Ärzte wichtiger als meine Abhängigkeit. Ich wurde aber schon als Kind mit Morphium und Valium ruhig gestellt. Besonders dann, wenn chronische Schmerzen auftreten, sind manche Ärzte echt überfordert.
    Aber ich denke, Dein Arzt wird Dich bei der Entgiftung unterstützen. Wo willst du denn den Entzug machen?
    Ich habe meine Entzüge überwiegend in stationären Schmerztherapien gemacht, oder in Akutkliniken.
    Ich denke aber, daß Du auf dem richtigen Weg bist.
    Viel Kraft und Ausdauer auf Deinem Weg

    Hm, chronische Schmerzen können einen schon ziemlich fertig machen, besonders, wenn man nicht weiss, wo sie herkommen. Man wird Übellaunig, Miesepetrig und ziemlich einseitig.
    Deshalb wäre es vielleicht gar keine so schlechte Idee, wenn sie sich mal in einer psychosomatischen Klinik untersuchen lässt. Das psoitive an diesen Kliniken ist eben, dass sowohl Psyche wie Körper gründlich durchgechekt werden.
    Meine Überlegung ist eben, wenn sie weniger Schmerzen hat, sich vielleicht auch wieder besser bewegen kann, hört sie vielleicht mit dem Gemotze und der Stichelei auf.

    Starken, Dein beitrag kommt nur hier, in diesem Thema nicht so gut an, weil es nur wieder die Symthome behandeln würde, nicht die Ursache dieser Essstörung.
    Ich bin mir aber sicher, wenn Du an anderer Stelle dieses Thema bringst, dass Du da Gehör findest und sich ein reger Austausch anbahnt.
    Also, warum erstellst Du nicht Dein eigens Thema? Zum Beispiel im Wohlfühlboard, oder auch unter Off-Topic.
    Das ist auf alle Fälle etwas, was hier bei einigen auf Interesse stossen würde.
    Deshalb musst Du Dich aber nicht gleich trollen ;)

    Hm, Starken, das ist ein sehr interesanter und sicher auch gut gemeinter Link.
    Aber ich glaube, der geht an dem Thema vorbei.
    Hier geht es nicht um gesunde Ernährung, sondern um gestörtes, fast schon krankhaftes Essverhalten.
    Auch ich leide an solchen Fressschüben, obwohl ich mich sonst recht bewusst ernähre. Das eine hat also mit dem Anderen nichts zu tun.
    Die Frage ist, wie man dieses "sich überfressen" in den Griff bekommt.

    Sind das eher ziehende, stechende oder brennende Schmerzen?
    Bisher kamen nämlich nur Tips aufgrund der Muskulatur. In dem Bereich zicken aber auch gerne mal die Nerven.
    Und dann gilt genau das Gegenteil, kühlen und ruhig halten

    Hallo matthes
    Also, einen Tavorentzug habe ich bislang noch nicht gehabt, aber einen Tetrazepamentzug und so um die 15 andere Medikamentenentzüge, darunter Morphin. Das Letzte hat bei mir meine Depressionen auch sehr weit aufgebaut. Angefangen, das Ganze zu bearbeiten, habe ich in einem 12 wöchigen stationären Aufenthalt in der Psychiatrie. Seit dem geht es beständig Berg auf. Ohne Hilfe von aussen, auch zum Beispiel durch Sotialarbeiter, hätte ich das nicht geschafft und wäre nicht dort, wo ich heute bin.
    Daher mein rat, suche Dir proffessionelle Hilfe und nimm sie an. Es kann nur zu Deinem Besten sein
    Viele Grüße
    dunge

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    Im Prinzip kann man meine "störung" auf jeden beruf implizieren und es wird herauskommen, das er nicht geeignet für mich ist, oder täusche ich mich da? ich mein welcher beruf ist schon stressfrei und gleichzeitig verdient man da in teilzeit genug um glücklich zu sein.


    Das stimmt natürlich, daß man die Bedenken auf jeden Beruf anwenden könnte.
    Mir geht es aber eher um die Arbeit mit Kindern. Kinder sind unberechenbar und erfordern ein hohes Mass an Aufmerksamkeit und Flexibilität.
    Aber es gibt schon "stressarme" Jobs. Als Bibliothekar, zum Beispiel. Oder Archäologen, die sind auch nicht unbedingt dem Stress ausgesetzt. Oder wie wäre es mit dem Studium der Philosophie? Das sind die Dinge, die mir gerade so einfallen. Ich denke aber, daß es da noch sehr viel mehr geben wird. Das Problem ist eben der Halbtagsjob

    Hi downunder
    Ich wollte nichts negatives über Lehrer äussern.
    Denn, wie in jeder Berufsgruppe gibt es gute und nicht so gute. Alles nur auf den Lehrer zu projezieren erscheint mir als falsch und zu einseitig. Sicher, es gibt Lehrer, die hassen Kinder. Bei denen frage ich mich dann, warum sie den Beruf ergriffen haben
    Mir kam es eben so vor, als ob Du das ganze sehr glorifiziert betrachtest, und wollte einfach mal ein paar Situationen, die jeder Zeit auftreten können, zur Sprache bringen.

    Über den Modellversuch weiss ich eigentlich sehr wenig, nur daß, was ich von meinem Freund mitbekommen habe. Ich sehe das Modell auch als super an, frage mich nur, ob das Flächendeckend in Deutschland durchsetzbar ist.

    Hallo downunder
    Ganz ehrlich, siehst Du das nicht ein bisschen zu sehr durch die rosa Brille?
    Die Klasse in zwei Gruppen aufteilen? In "gute" und "schlechte" Schüler?
    Und was machst Du mit den Schülern, die einfach keinen Bock haben, Dich und Deinen Unterricht boykotieren?
    Immer wieder den Unterricht stören?
    Oder was ist mit kranken Kindern, die durch ihre Krankheit längere Zeit nicht das normale Tempo mithalten können?
    Ein anderes Beispiel, ein elternteil eines Kindes erkrankt an einer Krankheit wie Krebs. Unter Umständen stirbt Mama oder Papa sogar. Was machst Du mit diesem Kind?
    Ein anderes Kind kann sich nicht konzentrieren, obwohl es ein guter Schüler ist, weil es Hunger hat und der Vater (oder die Mutter) das Geld versäuft.
    Dann strafst Du solche Kinder mit Deinem Schubladendenken ab und gibst ihnen gleich mal schlechtere Karten?
    Es gibt unzählige Beispiele, warum ein Kind momentan keine Leistung erbringen kann oder will.
    Da ist der Lehrer gefragt und sein pädagogisches Feingefühl.
    Natürlich musst Du auf jedes Kind einzeln eingehen, und nicht Gruppen bilden. Und das kann schon ziemlich in Stress ausarten.
    Oder wie fängst Du die Mobbingopfer an der Schule in Deinem Gruppensystem auf? Oder den Schulschläger?

    Der Sohn eines Freundes ist jetzt in Hessen in ein Modellversuch gekommen. Dort sind gleichzeitig zwei Lehrer in einer Klasse von 15 Kindern. So kann man annähernd jedem Kind gerecht werden.
    Aber, meiner Meinung nach, nicht durch Gruppenbildung.

    Hallo Lady
    Auch ich sehe die Idee mit Tavor als bedenklich an.
    Erst einmal, weil es ein Benzo ist.
    Dazu aber möchte ich auch noch zu bedenken geben, daß mich Tavor sehr träge und schwerfällig mit den Gedanken macht. Konzentration gleich null.
    Und mir ist alles vollkommen Wurst. Und ich nehme es nur als Bedarfsmedikament bei Drucksituationen, Angst-Panikschüben und Suizidgedanken. Nimmt man es über eine längere, stumpft man regelrecht ab und kann zu eine Art Zombie mutieren.
    Aber das wirst Du ja alles selber wissen, Du gehst ja täglich damit um.
    Also, ich könnte mit Tavor in keine Prüfung, ich wäre wie paralysiert