Cannabis Entzug - Depressionen normal?

  • Hallo zusammen,


    vor einer Woche habe ich nach starkem Konsum(Seit November letzten Jahres sehr extrem) das letzte Mal gekifft. Durch den Tod meiner Oma im April wurde mir klar wie sehr man durch dieses Zeugs betäubt wird. Selbst positive Dinge wie Freude/Glück kann ich bis jetzt kaum empfinden.


    War deswegen auch gestern beim Arzt weil ich mir wirklich Sorgen gemacht habe das ich schwer depressiv werde.


    Dieser hat mir daraufhin ein Anti-Depressiva verschrieben und mich für diese Woche krankgeschrieben. Jedoch habe ich zum Mai eine neue Stelle begonnen und habe das Attest bis jetzt noch nicht eingelöst. Zudem habe ich die Anti-Depressiva aus Angst vor den Nebenwirkungen noch nicht eingenommen.


    Ist es wirklich normal so depressiv zu sein wenn man nicht mehr kifft?


    Grüße

  • Servus Fenex,


    ja, ich halte es für normal dass depressive Stimmungen mit dem Entzug von Cannabis aufkommen.

    Wie du schreibst, hast du ja ziemlich extrem konsumiert, daher kann man nicht erwarten das dein Körper einfach zur "Normalität" umstellen kann.


    Die Frage wird nun sein, kannst du ohne AD weiter kommen oder eben nicht ...

    Natürlich haben Medikamente Nebenwirkungen, doch meiner Meinung ist eine chronische Depression die Hölle, also sollte man sich den Nebenwirkungen eines AD's hingeben - und sich auf das wesentliche konzentrieren! Der Entzug geht vorbei, die dauerhafte Entwöhnung dauert aber in der Regel sehr lange ...


    Wenn es nicht besser wird, sollte auch ein Spezialist hinzugezogen werden, der Hausarzt reicht da eher nicht aus.

    Es ist hierbei ja auch festzustellen, kommt eine Depression vom Kiffen oder hat das Kiffen eine Depression bisher verdeckt?!


    Vielleicht ist ja zusätzlich unser Partnerprogramm lass-das-gras.de was für dich!!

    Fange nie an aufzuhören <-> höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hallo Franz,


    ich habe überwiegend Abends konsumiert um abschalten zu können und den Stress zu vergessen.

    25-30g sind deswegen keine Seltenheit gewesen.


    Nach dem Gespräch mit meinem Hausarzt ging es mir dann auch schon um einiges besser. War dann auch noch bei der Blutentnahme um mögliche Mangelerscheinungen auszuschließen.


    Die AD‘s habe ich bis jetzt immer noch nicht eingenommen und probiere es lieber erst einmal mit Johanniskraut.


    Und das Partnerprogramm werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen.


    Danke!


    Ergänzung: Schwere Schlafstörungen habe ich zum Glück nicht. An manchen Abenden habe ich zwar Probleme mit dem einschlafen aber dank Baldrian klappt das inzwischen schon sehr gut.

  • Kurz meinen Senf dazu:

    Ich denke nicht jeder muss zwingend eine Depression haben nach dem Absetzen von Cannabis. Es kommt dabei immer auf den Menschen und dessen Psyche drauf an.

    Ich kiffe auch schon sehr lange und habe hin und da versucht aufzuhören.

    ich hatte noch nie eine Panikattake so wie ich diese vielmals von anderen lese, weder während dem Konsum, noch beim Entzug oder so.


    Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass Depression eintreten kann und dies sollte man sicher nicht verharmlosen.

    Es ist eine Kopfsache ganz klar! Daher denke ich drüber reden, vielleicht mit Freunden, oder Fachpersonen hilft sicher.

    Wir haben heutzutage das Glück, dass einem geholfen werden kann.