Was kann alles passieren beim Absetzen von Invega

  • Guten Tag

    Ich nehme seit 2,5 - 3 Jahren Abilify 15mg und Invega 6mg. Nun möchte ich Invega reduzieren auf 3mg um es schliesslich ganz weg zu lassen. Also es wurde schon umverordnet, bekomme ab Samstagmittag 9.6.18 nur noch 3mg Invega. Abilify bleibt gleich.

    Habe nun als erstes Angst, dass ich eine tardive Dyskinesie schon habe aber diese maskiert ist und wenn ich Invega absetze oder reduziere die Krankheit sichtbar wird.
    Habe auch Angst eine Absetzpsychose zu bekommen.

    Mit was muss ich noch rechnen?

  • Wieso bei so langer Einnahmezeit so ruckartig reduzieren? Wenn man Absetzerscheinungen reduzieren will, dann geht das nie über Sorgenmachen, sondern immer darüber, dass man in kleinen Schritten reduziert. Herrscht denn ein objektiv begründeter unwiderlegbarer Zeitdruck, oder handelt es sich schlicht um Ungeduld und Hast?


    Wenn es schon länger eingenommen wurde, dann ganz einfach erst von 6 auf 4,5 mg reduzieren. Wahrscheinlich passiert da sehr wenig, zumal ein anderes Neuroleptikum im Hintergrund ist.


    Neuroleptika können ja teilweise die motorischen Störungen auslösen. Also selbst wenn ein Absetzen angeblich ein Hervorkommen verursachen könnte, dann entsteht der eigentliche Schaden gerade nicht durch das Absetzen.


    Natürlich kann ein Senken von Neuroleptika theoretisch in irgendeinem Umfang einen erneute psychotische Episode begünstigen. Ein weiterer Grund zu keinen abprupten Dosisreduktionen. Das ist, wenn das Medikament reduziert werden soll, ein Risiko, das bewußt eingegangen werden muss.


    Mir sind nach ein Paar Monaten Einnahme von Risperdal ansonsten überhaupt keine nennenswerten Absetzerscheinungen bekannt, so wie etwa bei SSRI oder bei Opiaten. Aber das mag anderen anders gegangen sein.


    Hier weitere Infos zu möglichen Absetzerscheinungen:

    Risperdal® absetzen

    reduktionneuroleptika_2014_web.pdf

    Ich bin kein Fachmann. Alle meine Aussagen sind nur meine laienhafte Einschätzungen, die auf eigenen unzulänglichen Überlegungen oder subjektiven Erfahrungen beruhen.

  • Man kann die 3 mg Tablette ja noch teilen. Letztendlich ist der Aufwand dazu und eine zusätzlicher Zeitaufwand, wenn man langsamer reduziert eigentlich banal und ein Scheinaufwand. Solange nicht irgendein Zeitdruck besteht.


    Ob jetzt überhaupt viel was passieren kann, wenn man von 6 auf 3 mg reduziert bei noch weiteren Neuroleptika müssen Fachleute beurteilen.

    Ich bin kein Fachmann. Alle meine Aussagen sind nur meine laienhafte Einschätzungen, die auf eigenen unzulänglichen Überlegungen oder subjektiven Erfahrungen beruhen.