Ist mein Partner süchtig?

  • Hallo erstmal,

    ich möchte mich, bevor ich meine Geschichte schreibe einmal vorstellen: Ich bin 41 Jahre alt, weiblich und habe 2 Kinder (9 und 15 Jahre alt). Und was vielleicht noch wichtig zu sagen ist, vor meinem jetzigen Partner hatte ich noch nie Berührungspunkte mit illegalen Drogen. Womit ich momentan sehr schlecht die Situation beurteilen kann und erhoffe mir hier eben eine Beurteilung und evtl. Hilfe. In einem anderen Forum wurde ich schon bitterböse angefeindet.

    Aber nun zu meinem Partner: Er ist 40 Jahre alt und ich habe ihn vor einem Jahr kennengelernt. Er ist regelmäßiger Kiffer, das heißt er konsumiert täglich... sei es in Form eines Joints oder einer Bong... mittlerweile auch mehrmals am Tag. Ich weiß jetzt nicht wie ich es ausdrücken soll, einerseits stört es mich nicht, anderseits schon. Seit ich ihn kenne habe ich auch schon mehrmals am Joint gezogen... das heißt konkret, alle 14 Tage mal am Wochenende wo meine Kinder nicht da sind (diese sind im wechsel eine Woche bei mir eine Woche bei ihren Vater). Ich selbst mache es nur weil für mich durch die 3-4 Züge der Sex besser wird bzw. das empfinden dabei viel größer ist. Er hingegen, das ist das was mich stört, hat leider in dem Moment wo er kifft überhaupt gar keine Lust auf Sex. Eine Bong hab ich einmal versucht und ich muss sagen es ist überhaupt nicht meins, kann aber nachvollziehen was er daran toll findet. Nur ist das gut wenn man es täglich und das mehrmals konsumiert? Das nächste Problem ist der Alkohol... er trinkt täglich 2-3 Bier und wenn es ihm schlecht geht auch gerne mal härter Sachen. Das empfinde ich als sehr bedenklich. Und um dem ganzen noch was drauf zusetzen zieht er ab und zu Pepp wenn er meint iwas dadurch leichter zu schaffen. Auch das habe ich ausprobiert, einfach um besser nachvollziehen zu können. Ich muss allerdings sagen das mir Pepp überhaupt nichts bringt und ich es überhaupt nicht nachvollziehen kann wie man seinem Körper sowas antun kann.

    So, nun denkt ihr natürlich alle was ich an diesem Mann finde, warum ich mich überhaupt darauf eingelassen habe. Ich möchte es gerne erklären... auch damit ihr ein besseres Bild von der Situation bekommt. Anfangs war das alles nicht in dem ausmass. Als wir uns kennengelernt haben hat er jeden Abend seinen Joint vor dem Schlafengehen geraucht und alles war gut. Auch trank er damals nur ein Bier am Abend, ganz selten 2. Auch sagte er mir am Anfang das er schon auch andere Drogen nehme aber eher selten und nur mal zum feiern. Er habe das im Griff "es kommt darauf an ob die Droge dich bestimmt oder Du sie" so seine Aussage immer. Ich habe ihm damals geglaubt. Mittlerweile sehe ich das anders... die Drogen haben ihn schon längst im Griff. Meiner Meinung nach kann er selbst sehr schlecht mit Gefühlen und Zuständen umgehen. Auch das möchte ich erklären. Immer wenn er Stress hat braucht er das Marihuana um runterzukommen... oder bei Stress, also wenn er viel Körperlich arbeiten soll/muss greift er zu Pepp. Er sagt da falle ihm alles leichter und er könne dann besser "durchziehen". Hat er mal Pepp genommen, braucht er zum runterfahren wiederum das Marihuana:-(. Bringt ihn was aus dem Konzept was in Traurig oder wütend macht greift er zum Alkohol und betrinkt sich.

    Soweit die Erklärung, ich hoffe ihr könnt damit was anfangen. Warum ich hier noch schreibe ist einfach auch weil ich Angst habe ihn zu verlieren, sei es durch Krankheit oder eben weil wir über diese Dinge grundverschieden denken. Aktuell hat er mich um Nachsicht gebeten. Wir sind im November zusammengezogen und er hat eine neue Arbeit angefangen. Durch den Stress brauche er gerade all diese Sachen, ich solle mich bis Ende des Jahres gedulden... darf/kann man solange zusehen wie sich jemand kaputt macht? Ich habe schon oft versucht mit ihm darüber zu reden aber es endet jedesmal in einen furchbaren Streit oder es ist auch schon geschehen das er dann z.b. heimlich trinkt. Das kann es ja auch nicht sein oder?

    Mittlerweile denke ich, es war vielleicht zu früh war um zusammen zuziehen, ich weiß nicht ob ich auf Dauer damit klar komme. Im Prinzip habe ich meinen Freund ja nie als ihn selbst sondern immer mit iwas vernebelt. Neulich war er wieder einkaufen und meinte er hat für uns beide was für Sylvester mit.... Koks. Einerseits möchte ich es ja gerne mal versuchen... aber wenn ich die ganzen Nebenwirkungen lese, wird mir schlecht und ich habe Angst.

    Wie schätzt ihr die Situation ein? Wie kann ich mit ihm reden ohne das er an die Decke geht. Ich bin über jede Hilfe froh.

  • Hey, freut mich zu lesen dass du dir Hilfe suchst.


    Mir fällt auf (und das ist meine persönliche Meinung) wie du alles erklärst, damit man es akzeptiert und versteht. Liebe ist einfach. Du bleibst bei deinem Freund und siehst ihn nicht als Objekt, welches konsumiert und im Idealfall nie etwas zusätzliches braucht. Rennst du keinem Ideal hinterher und siehst es als Entwicklung die er zu machen hat, wird es möglich sein zu helfen.

    Hoffe man kommt so zunächst wieder auf eine Basis, wo man sich als Mensch sieht, wo jeder mensch ist und fehler macht damit Entwicklung möglich ist. Versteh es aber auch nicht als Entschuldigung oder Freispruch. Ich will nur sagen, daß Problem besteht jetzt und es bringt nichts sich anzuschauen wie er mal war. Du hast nie die Möglichkeit zu wissen, wie etwas wird. Schau genau hin, es wird immer etwas offen bleiben wenn du deine Ideale siehst/ die ideale der Gesellschaft. Diese Ideale werden dir immer sagen, dass du ihn verlassen sollst. Sie sind da, es ist okay.


    Eine andere Sache....

    Ich kann wirklich nicht verstehen, wieso du zu den Drogen greifst. Wenn du nicht mehr aufhören kannst, seid ihr beide verloren. Lass das nicht zu! Silvester sollte kein Grund dafür sein, dass du zu Koks greifst.

    Auch finde ich es unverantwortlich, dass du die anderen Male mit ihm konsumiert hast. Hier sollte man aus Gründen der Logik immer ein Verzicht vorziehen. Du entscheidest und wenn er es nicht akzeptiert dass du Nein, sagst dann ist das ein Grund sich zu trennen. Dann sieht er dich als Objekt...


    In allem sollte eine Lösung gefunden werden, weil Drogen immer zu vermeiden sind. Egal wann, wie und wo. Bei Koks wird die Sache auch nicht mehr so leicht wie alle denken. Sonst würde es nie jemand ausprobieren.... Glaub mir. Es ist in Wahrheit noch viel trauriger...

    Und recht hast du damit, dass dein Freund nicht gesund ist. Ich denke auch steht bald eine Entscheidung an, das weißt du. Das macht dir Angst.


    Redet ihr beide denn über alles?

    Gibt es eine Situation in der er definitiv nüchtern sein wird und ihr reden könnt? Oder lässt er sich auf einen kleinen Joint ein als Kompromiss damit ihr beide sprechen könnt?

    Fordere aber nicht zu viel denn sonst kann es sein dass du ihm Angst machst. Wir Konsumenten kriegen dann traumaähnliche Zustände und denken die ganze Welt ist gegen uns. Aber ein wenig entgegen kommen klappt meist.


    Naja, ist sowas überhaupt möglich, oder wäre ein Anfang wenn er erstmal nur noch kifft und den Alkohol auch lässt? Mit Tests könnte man das beweisen

    Nimmt er wegen des Konsums von so diversen Substanzen auch Medikamente? Man unterscheidet ja zwischen Suchterkrankten Menschen die nur an einer einzigen Substanz hängen und einer Sucht, die den Konsum mehrere Substanzen einschließt.

    Was dich betrifft...

    Durch ausprobieren kam jeder bis ans Ende. So fängt alles an, nur bemerken es nicht alle und sagen stop. Ich wünsche mir das du nicht mehr weiter gehst und das Ausprobieren lässt. Es hat überhaupt keinen Mehrwert. Du musst seine Sucht nicht verstehen. Du bist dann per Definition bereits süchtig in Form einer Co-Abhängigkeit.


    Ganz liebe Grüße

  • Danke für Deine Antwort. Mich freut es zu lesen das ich wohl endlich verstanden werden.


    Klar würde ich mich auf einen Deal einlassen. Er kann abends seinen Joint rauchen... gar kein Thema. Bei wichtigen Sachen die ich mit ihm besprechen möchte lässt er es auch weg... also raucht erst später was. Nur das Thema Drogen ist iwie ein rotes Tuch für ihn. Sobald ich damit anfange in ieiner Form was negatives gegen die Sachen zu sagen wird er aggressiv. Also versuche ich es mit Verständnis für seine Situation und toleriere vieles wo ich eigentlich Stopp sagen möchte. Es ist schwierig und er sieht es auch nicht wirklich ein das er ein Problem hat... oder vielleicht mach ich mir unnötige Gedanken und tramatiesiere so wie er sagt. Ich weiß es leider nicht.


    Bis dato wirken alle Sachen (sind ja nur zwei) gegenteilig bei mir. Er wird müde vom Joint und ich wach. Bei Pepp wird er aktiv und ich merke rein gar nix außer das mein Puls hoch geht. Deswegen nehme ich davon auch nichts mehr. Ich brauche nichts um aktiv zu sein oder um feiern zu können. Bei dem Koks werde ich nein sagen... die Nebenwirkungen sind mir zu hoch.


    Medikamente nimmt er keine.


    Er möchte ab Sylvester alles etwas einschränken... Ich hab Angst davor. Ich soll ein Auge darauf haben das er es einhält. Das letzte mal als er mich darum gebeten hat, hat er es heimlich getan. Das möchte ich nicht... Ich möchte nicht das er dich vor mir verstecken muss

  • Hey pseudonym29 :-)


    was mir als erstes auffiel - du schreibst:

    Zitat

    Er möchte ab Sylvester alles etwas einschränken...

    aber gleichzeitig in deinem ersten Beitrag:

    Zitat

    er hat für uns beide was für Sylvester mit.... Koks.

    Das alleine widerspricht sich doch (für mich) auf jedenfall schon.

    Er will mit dir bzw. sicher auch alleine wenn du nein sagst (was ich absolut richtig finde) an Sylvester Koks konsumieren und dann den Konsum einschränken. Hört sich nicht sehr überzeugend an sondern eher relativ typisch für jemanden der eigentlich nichts ändern will.


    Aus deinem ersten Beitrag lese ich eher, wie du versuchst zu rechtfertigen warum er ist wie er ist bzw. eben konsumiert was und wie er konsumiert und warum du trotzdem bei ihm bleibst.

    Verständlich, aber hey, du musst dich nicht rechtfertigen für ihn und auch nicht für dein Verhalten.

    Du liebst ihn und bist deswegen bei ihm, das braucht erstmal keine Rechtfertigung :-)

    Er konsumiert Drogen, fertig. Auch das braucht keine Rechtfertigung. Erst recht nicht von dir. Ihn in Schutz nehmen ist weder für ihn - und was noch viel wichtiger ist - noch für dich irgendwie Sinnvoll.


    Ich kann dir hier nur meinen ersten Eindruck und die damit verbundene Meinung mitteilen.

    Ich persönlich finde schon 1 Joint täglich und 1 Bier täglich zu viel. Einzeln, aber beides zusammen auf jedenfall auch.

    Wenn das noch mehr wurde, seit ihr zusammen seit.... problematisch, finde ich.


    Wenn sein täglicher Joint für dich Ok war und auch noch wäre, okay, das ist ein Standpunkt und das wäre scheinbar ja auch Basis für einen Kompromiss.

    Scheinbar ist dir aber mehrere Joints und mehrere Biere täglich und dann noch der Konsum von anderen Stoffen eindeutig auch zu viel bei deinem Partner oder? Es liest sich so.

    Wenn er, egal wann oder wie du mit dem Thema Konsum von xy anfängst, darauf reagiert als wäre das ein Rotes Tuch.... klingt für mich auch ziemlich typisch.

    Er fühlt sich dann vielleicht kontrolliert, ertappt und eingeschränkt bei etwas wo er sich selber (schon?) nicht (mehr) einschränken kann, oder will, also ist die Reaktion: Abwehr.

    Ich weiss gerade nicht ob ich das rüberbringen kann was ich eigentlich will, sorry :-) Gedanken wirr warr.


    Wenn er täglich irgendetwas Konsumiert muss dir auch klar sein, das deine Kinder das mehr oder weniger ja auch mitbekommen. Ok, du hast nur konsumiert wenn die zwei nicht da waren - absolut gut - aber er scheint da ja wenig bis keine Rücksicht drauf zu nehmen, oder? Oder ist er auch nur da, wenn deine Kids beim Vater sind?


    Ich denke das du zunächst eine gefestigte haltung brauchst. Nicht gleich im Sinne von "Wenn er irgendwas nimmt, dann muss er sofort gehen" Sondern eher, mit was kannst und willst du leben (Kompromiss) und was geht für dich nicht (mehr) Und dann abstecken wo er steht. Ist er bereit Kompromisse einzugehen oder nicht und stimmen die dann mit dem überein, was du dir wünscht.


    Viele Grüße

    Diebin

    drei normale Brötchen,
    und zwei verrückte, Bitte!


    :de:

  • Hallo pseudonym29,

    deine Threadfrage lautet: Ist mein Partner süchtig? Hältst du ihn denn für süchtig? Das konnte ich aus deinen Posts nicht herauslesen.

  • PixelDiebin Danke für Deine Zeilen. Auch von Dir fühl ich mich verstanden . Bei den meisten Menschen ist beim Thema Drogen Schluss... alle sagen ich müsse ihn verlassen und was ich für eine Mutter sei. Ob er Rücksicht nimmt wenn die Kinder da sind? Iwie schon... es ist nichts im Haushalt obwohl er schon mal Pepp "kindersicher" im Kühlfach verwahren wollte. Da bin ich aber hart geblieben, weil das für mich ein absolutes No Go ist . Er konsumiert auch nicht vor ihren Augen... Nur ich würde mir wünschen das wenn sie da sind er das ganze auf ein Minimum reduziert. Auch mit dem Bier. Aber auch da brauche ich nicht anfangen... er denkt sie bekommen das nicht mit:-(


    Vorhin sagte er weil es ihm schlecht geht... Blut im Stuhl, Durchfall (meiner Meinung nach kommt das nämlich vom Alkohol) ... Das er ab Sylvester abstinent leben will. Ich weiß aber das er das nicht schafft... sagen tue ich ihm das aber nicht. Hab darauf geantwortet das er es nicht übertreiben soll... in beide Richtungen nicht. Alles auf einmal aufhören ist glaube ich nicht machbar.


    @summa In meinen Augen ist er süchtig... er braucht es um sich und seinen Körper zu betäuben. Das dumme ist, ich verstehe ihn. Ich selbst bin psychisch auch etwas angeknackst und wähle bei argen Gefühlen den Schmerz, er die Betäubung. Ich will dann spüren, er will nichts spüren. Im Prinzip sind wir uns ähnlich, haben aber nur unterschiedliche Wege gewählt

  • Also, ist es für dich klar, dass er ein Suchtproblem hat.

    Trennen möchtest du dich nicht, so wie ich das verstanden habe. Kannst du denn damit leben, dass er so ist wie er ist oder leidest du unter der Beziehung?

  • Gute Frage, leide ich darunter? Zum Teil ja, zum Teil nicht. Leiden tue ich darunter weil ich sehe das er sich kaputt macht und das wir über dieses Thema nicht sprechen können. Letzteres ist am schlimmsten für mich. Er erwartet von mir Toleranz, bringt aber mir gegenüber keine auf. Er wirft mir dann oft engstirnigkeit vor... sehe ich nicht so. Dafür das ich davor überhaupt nichts mit diesen Sachen zu tun hatte, wie damals verteufelt habe, bin ich für ihn schon sehr weit gegangen... finde ich zumindest.

    Trennung kommt für mich nicht in Frage. Ich liebe ihn und er hat bei weitem mehr positive Eigenschaften als negative

  • Irgendwie vermisse ich bei deiner Beschreibung deine Kinder!


    Du schreibst er konsumiert mehrmals täglich, folglich hat er Kontakt mit deinem Kids wenn er dicht ist.

    Ganz ehrlich, das würde mir Sorgen machen ...


    Die meisten Süchtigen haben gute Eigenschaften, aber letztlich eben eine ganz ungünstige Eigenschaft - die Sucht.

    Das aufzuwiegen dürfte aber nicht gelingen, die Sucht wird irgendwann immer die wesentliche Rolle spielen ;)


    Warum hat dich ein anderes Forum schräg angemacht?

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • ja, mit den Kindern hast Du nicht ganz unrecht. Er kifft meist schon einen nach der Arbeit... das hat er, wo wir noch nicht zusammen gewohnt haben nie gemacht... Da hat er zumindest solange gewartet bis sie im Bett waren. Ihn darauf anzusprechen ist schwierig. Er wird dann wieder böse und meint ich übertreibe... Ich weiß einfach nicht ob ich jetzt noch bis Sylvester warten soll... Er hatte mich darum gebeten ihm bis dahin Zeit zu lassen. Vielleicht tue ich es trotzdem heute... diese Woche sind die Kinder nicht da und bekommen den Streit nicht mit.


    In dem anderen Forum ging es dann nur noch um die Kinder und nicht um mein Problem. Es wurde mir vorgeworfen das ich unverantwortlich handle und ihn sofort verlassen soll. Iwo haben sie ja recht, nur was macht man gegen Gefühle?


    In seinem Leben spielen die Drogen ja schon längst eine wesentliche Rolle... in meinem ja auch, nur anders.


    Ich bin verzweifelt

  • So ist es. Du musst deine Probleme angehen. Beziehungssucht ist leider auch eine Sucht. Wie wäre es denn, wenn du dich therapeutisch unterstützen lässt?

  • Bitte lass dich durch solchen Menschen nicht so verleiten Drogen zu nehmen , das klingt für mich so typisch auch ich hab vor 15 Jahren nur immer mal probiert und bin 2018 beim C gelandet . Bitte lass dich nicht zu sehr verleiten und ganz ehrlich er ist voll drin, pass auf dich auf das du dich und dein Leben nicht verlierst das geht schneller wie du denkst denn koks ist ne andere Hausnummer . Mit Kompromissen ist das solche Sache bei Drogenabhängige gibt es keine. Was die Droge angeht entweder sie entscheiden sich Drogen zu nehmen oder halt nicht denn wenn du das kontrollieren willst und Kompromisse machst machst du es noch schlimmer und er konsumiert viel mehr .Hast du mit ihm mal über suchtherapie geredet ? Du Verlierst dich selbst.....

  • @summa ich bin schon länger in therapeutischer Behandlung aber aus einem anderen Grund. Trotzdem hab ich mit meinem Therapeuten schon über meinen Freund unterhalten.


    Krawallfee mit ihm darüber reden geht nicht. Wenn ich nur von sowas anfange, macht er sofort zu

  • Hast du mal versucht ihm einen Brief zu schreiben? Da kannst du ja sagen, dass es der letzte Versuch ist und wenn er wieder meint du übertreibt dann kann man nichts mehr tun.


    Mache mir auch sorgen der kinder wegen....

    Hört sich nicht gut an mit dem Koks.

    Das ist eine ganz andere Hausnummer.

  • ich bin schon länger in therapeutischer Behandlung aber aus einem anderen Grund. Trotzdem hab ich mit meinem Therapeuten schon über meinen Freund unterhalten.

    Das ist doch schonmal gut. Ich sehe ein Problem, wenn man keine eigene innere Haltung hat zum Thema Drogen. Wenn ich nie mit Drogen zu tun hatte, warum sollte sich das ändern wenn ein Mann auf der Matte steht, der damit leichtfertig bzw abhängig umgeht? Du willst dich zur Zeit nicht trennen und was hält dich davon ab, ihm mitzuteilen, dass es ein Fehler war zusammen zu ziehen und getrennte Wohnungen doch besser wären? Es gibt Lösungen ohne das du dich trennen musst. Eine andere Möglichkeit wäre, dass er seinen Drogenkonsum aufgibt, aber daran ist wohl eher nicht zu denken.

  • Hallo,

    ich wollte mich mal zurück melden und berichten wie es bisher gelaufen ist.


    Im Prinzip ist alles beim Alten. Silvester gut überstanden. Hab allerdings mich hinreißen lassen doch mal das K. zu probieren. Blöd wie ich bin. Nun ist folgendes... von dem Zeug blieb noch was übrig und er meinte das heben wir uns für iwann später auf. Gestern hab ich gesehen das dass Tütchen fehlt und hab ihn ganz normal gefragt ob er es schon verbraucht hat und das ich dachte man nimmts zusammen. Er ist darauf hin wieder böse geworden und das er es weg gemacht habe damit nichts mehr da ist... wäre eh so wenig gewesen. Auch das ganze Sp. hat er aus dem Grund weg gemacht, ich hätte angeblich gesagt das soll er machen. Ich hab allerdings damals nur gesagt das ich dieses Zeug nicht in der Wohnung haben möchte. Langsam weiß ich nicht weiter. Mich stört das ich nie weiß ob es gerade mein Freund ohne oder mit ist. Ob er gerade so lustig ist weil das die Substanz mit ihm macht oder nicht. Ob er gerade wirklich voller Elan ist oder nicht. Könnt ihr das verstehen? Wie gehen andere damit um? Oder sollte mir das alles egal sein? Er sagt immer ich übertreibe und langsam weiß ich nicht mehr ob er recht hat und ich unrecht:-/

  • Könnt ihr das verstehen?

    NEIN !!! Genau wie ich die Bilder nicht mehr aus dem Kopf bekomme, wie meinem Vater noch das Koks aus der Nase lief während er mich nach der Schule ver..... hat.


    Und wieso schreiben wir hier überhaupt noch über Koks oder andere Drogen?

    Ich bin nun mehr als überzeugt, dass die Abhängigkeit eher deinem Freund gilt bzw. du Dinge tust, nur damit es sich wieder so wie früher anfühlt. Mann... Verzweifelt sein ja, aber warum direkt auf einen Tod hinarbeiten? Dabei ist doch egal was du konsumiert hast... Hätte dein Freund was anderes gehabt, wärst du wahrscheinlich auch komplett blind gewesen :-(
    Sorry, aber mich hat das ganz schön getroffen... hab aufgehört mit den Lügen, verstehe diese Welt und euch Menschen nicht mehr!!

    Warum tut ihr/ tun wir euch/ uns das immer wieder an???

    Mich stört das ich nie weiß ob es gerade mein Freund ohne oder mit ist. Ob er gerade so lustig ist weil das die Substanz mit ihm macht oder nicht. Ob er gerade wirklich voller Elan ist oder nicht. Könnt ihr das verstehen? Wie gehen andere damit um? Oder sollte mir das alles egal sein? Er sagt immer ich übertreibe und langsam weiß ich nicht mehr ob er recht hat und ich unrecht:-/

    Du bist jetzt nach dem Konsum in sehr großer Gefahr und solltest handeln.

    Komm erst einmal zurück zur Realität/ du bist nur bei deinem Freund.

    Kannst du überhaupt da raus?

  • Hallo pseudonym29,

    ich rate dir eindringlich - trenne dich, zumindest räumlich und dann kannst du weitersehen. Es ist doch sowieso deine Wohnung.

    Er sagt immer ich übertreibe und langsam weiß ich nicht mehr ob er recht hat und ich unrecht:-/

    Das ist übel, wenn du deinen eigenen Empfindungen nicht mehr traust.

    Es ist kein guter Weg für dich, den du gerade mitgehst. Daran hat er keine Schuld. Es ist allein deine Entscheidung.

    Ich würde dir und den Kindern sehr wünschen, dass ihr den Absprung schnell schafft.

  • Hallo Pseudonym29,


    in der Überschrift fragst Du, ob Dein Freund süchtig ist, aber auch mir scheint, Du rennst gerade mit Vollgas in die gleiche Richtung wie er. Willst Du das? Und wenn ja, warum willst Du es - aus Furcht vor Einsamkeit?


    Ich kann bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, dass Du verstehen willst, was er an dem Zeug findest. Das ging mir auch oft so. Lass es doch trotzdem lieber bleiben. Du hast Kinder, die Dich mit klarem Kopf brauchen. Wem ist geholfen, wenn Du selbst in eine Abhängigkeit rutschst? Mit einem Partner, der täglich gleich mehrere Substanzen konsumiert und dessen Konsum Du einfach übernimmst, finde ich diese Gefahr ziemlich real.


    Du siehst ja die Folgen von dem ganzen Mist an Deinem Freund und daran, wie widersprüchlich er sich Dir gegenüber verhält und wie die Konflikte mit ihm zunehmen. Er hängt, wie Krawallfee schrieb, voll drin mit verleugnen und allem was so dazugehört.


    Und ja, ich kenne die Situation, nie zu wissen, ob das Gegenüber nun drauf und deshalb so gesprächig oder aufgedreht ist oder nüchtern. Ich hab meinen Freund monatelang im Wechselbad zwischen drauf sein und runterkommen erlebt und wusste nie, woran ich jetzt gerade bin. Und ein gutes halbes Jahr nach K-Konsumstopp hat er noch immer ziemlich mit den Folgen zu kämpfen. Überleg Dir gut, ob Du Dir sowas auch geben willst.


    Liebe Grüße,

    RF

  • Du hast Kinder, die Dich mit klarem Kopf brauchen. Wem ist geholfen, wenn Du selbst in eine Abhängigkeit rutschst?

    Danke, dass Du das noch hervorgehoben hast.

    Die eigenen Kinder sollten Grund genug dafür sein, jetzt etwas zu tun.

    Es gibt schon viel zu viele Momente, wo den Eltern das eigene Kind auch entzogen werden muss.

    Ich hoffe es wird nie so weit kommen und man kann hier im Forum eine Strategie entwickeln, wie du da weg kommst oder dein Freund in den Entzug geht. Drogen können keine Lösung sein.

    Sie sollten der Kinder wegen auch eigentlich nicht mal in eure Nähe sein .. :/

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