Cannabiskonsum einstellen, Angst vor den Folgen

  • Hallo zusammen,


    eine Freundin"" begann vor ca. vier Jahren Cannabis (Joint mit Tabak gemischt) zu konsumieren. Zunächst nur gelegentlich an Wochenenden, die Häufigkeit nahm zu. Die letzten zwei Jahre konsumierte sie täglich abends und das letzte Jahr steigerte sich die tägliche Dosis auf zwei - drei Joints mit Tabak gemischt, ca 5 g Gras im Monat. Nun hat sie sich das Suchtproblem eingestanden. Der Verzicht fällt schwer, trotz erheblicher und eindeutig auf den Konsum zurückzuführender Nachteile, wie: extreme Konzentrationsprobleme, Sprachstörungen, gestörte Wahrnehmung, Vergesslichkeit, völliger sozialer Rückzug, wichtiges wird nicht länger ernst genommen, sie flieht in das Gefühl "high" zu sein, Stressgefühle und Überforderung gerade wegen Unkonzentriertheit und Überforderung die täglichen Aufgaben zu bewältigen. Früher betrieb sie drei - vier mal in der Woche Sport am Abend, nun kaum Interesse.


    Das Problem: Anfang Juni steht ein wichtiges und unaufschiebbares Examen an. Hierfür muss wirklich viel gelernt werden, wobei sie schon jetzt unter totalem Zeitdruck ist, da sie das lernen extrem vernachlässigte. Das Examen macht extremen Druck, wobei sie dann abends rauchte, um sich entspannen zu können und gleichzeitig weiß sie, dass sie das Examen kaum schaffen kann, wenn das Konsumverhalten bleibt, da das Lernen einfach uneffektiv ist und mittlerweile die Konzentrations- und Gedächtnisprobleme extrem zugenommen haben und sie inkompetent im Umgang mit Kunden erscheint, da sie sich nicht mehr auf die Gespräche konzentrieren kann und vergesslich ist.

    Die Motivation aufzuhören ist durchaus da, die Einsicht auch. Sie dachte, der Konsum habe keinerlei Nebenwirkungen und nun gesteht sie sich diese ein. Sie weiß, dass das nicht gut für sie ist. Sie nimmt sich jeden Tag vor, am Abend nicht zu rauchen und dann macht sie es doch. Nun hat sie Angst, dass ihr ihr Leben komplett entgleitet und möchte wirklich aufhören. Sie hat bereits einen Arbeitsvertrag für nach dem Examen unterschrieben und wird diese Stelle verlieren, wenn sie das Examen nicht besteht. Dies ist ihre Motivation.


    ihre Frage: wie soll der Entzug stattfinden. Eine schrittweise Reduktion um die befürchteten Schlafstörungen gerade wegen dem Examensdruck und andererseits Entzug im Griff zu halten oder eine totale Abstinenz? Mit welchen Nachteilen ist zu rechnen? werden die Konzentrationsprobleme erfahrungsgemäß in den fünf Monaten zu oder abnehmen? wie soll die "Leere" des Abends gefüllt werden? Wie bleibt man standhaft? Heute ist Tag "null".


    Gibt es einen Leitfaden für den Anfang an dem sie sich orientieren kann? Der fällt ja bekanntlich sehr schwer.


    Ich wäre über eure Anregungen und Hilfestellung sehr dankbar.


    Grüße

  • ThrobbingSnow6555

    Hat den Titel des Themas von „erstmals Canabiskonsum einstellen, Angst vor den Folgen“ zu „Cannabiskonsum einstellen, Angst vor den Folgen“ geändert.
  • Hallo Double,


    ich kenne deine Freundin nicht persönlich, deshalb werde ich es so allgemein wie möglich halten.


    Durch den jahrelangen Konsum hat sich das Bewusstsein verändert. Gewohnheiten und Lebensstil wurden durch den Drogenkonsum ebenfalls manipuliert und wie es deine Freundin wohl am Anfang noch falsch interpretierte - "verbessert". Hier fehlt glaube ich noch Einsicht, denn sie hält weiter daran fest alles nach Plan zu tun. Meiner Meinung nach ist sie Drogensüchtig und ja es tut extrem weh, aber jetzt an ein Examen zu denken ist die falsche Richtung. Mit der Drogensucht hat sie bereits kaum eine Chance alles unter einem Hut zu kriegen. Das ist leider die Folge, die meiner Meinung nach schon sichtbar ist. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, welche andere Droge oder Medizin hier helfen könnte. Eher interessant vielleicht, dass auch heute an Tag Null versucht wird, Informationen zu gewinnen. Die Realität ist leider, dass es bei allen unterschiedlich ist. Ich würde empfehlen sich mehr mit Cannabis und den Folgen zu beschäftigen. Sie denkt wahrscheinlich es sei "nur kiffen", aber besonders auf unsere Persönlichkeit, das Gehirn und die psychische Ebene schadet Cannabis extrem. Besonders die psychedelischen Effekte können die Sicht auf das Leben verändern. Es braucht ungeachtet viel Zeit, bis sich der Geist wieder von der Sucht erholt hat. Wie gesagt, ich würde den Blick mehr auf die Gesundheit richten und nicht dahin einen Plan zu schmieden, wie man das Examen noch packt.


    Ich werde nochmal zusammenfassen -

    Examen im Juli, heute Tag Null.

    Ein einziger Joint wird ihr Gehirn wieder durcheinanderbringen und zurückwerfen, so als sei es Tag Null.

    Der ganze Stress und die Einschlafprobleme... Vielleicht könnte sie als Studentin einen anderen Schlafrythmus erlernen? Und bei Entzug ist es sehr wichtig oft und kurze Nickerchen zu machen. Der Körper und das Gehirn regenerieren/ du kannst da immer aktiv mithelfen sofern es die Lebensumstände erlauben. Und geh nochmal selbst in dich und denke nach. Vielleicht schätzt du das Kiffen auch zu leicht ein. Fakt ist, dass ein Entzug über Monate geht und nur der körperliche Entzug ungefähr vorhersehbar ist. Wie sich die geistige Ebene entwickelt, ob sie sich überhaupt wieder wie vor der Sucht entwickelt... das steht in ganz anderen Dimensionen.

    Auch möchte ich hier sagen, dass viele denken "Ich mach einfach mal Entzug, wird schon nicht so schwer sein". Was deine Freundin braucht ist absolute Ruhe, kein Stress oder Gedanken an die Zukunft. Selbst nach Jahren kommen Gedanken durch einen Besuch in Amsterdam als sei es genau so wie damals. Die Sucht wird immer ein Teil von uns sein, was auch zeigt wie mächtig und auf welchen Ebenen das verankert ist. Wie gesagt, sieht es mal etwas ernster und als das was es ist - Cannabis und damit eines der schwerwiegisten Substanzen wenn es um die Veränderung unseres Bewusstseins gehört. Ich hoffe sehr, dass deine Freundin sich erholen wird. Sie soll keine Angst haben, aber falls du ihr von mir etwas ausrichten kannst, dann diese Worte. Es ist verdammt ernst und jeder der kifft steht vor der Gefahr für sein ganzes Leben der Illusion zu verfallen.


    Wenn es ihr sehr ernst ist, kann sie auch in die Entgiftung gehen.

    Um Cannabis schnell aus dem Körper zu bekommen eigenen sich Tees und viel Sport (viel Schwitzen). Auch abnehmen und generell die Fettverbrennung steigern das Entgiften. Das macht der Körper aber ohnehin von selbst. Sie wird jetzt ohne Konsum kaum Appetit haben/ dann einfach viel Trinken und wegen der fehlenden Energie öfters am Tag hinlegen. Natürlich ist jetzt Entzug und da sollte man auch überlegen was mit Arbeit und Beruf ist. Ich meine es wirklich ernst... Alles gleichzeitig wird aus Erfahrung und Hören/Sagen nicht funktionieren.

  • Moin,


    alles Fragen, die sich nicht pauschal beantworten lassen, da dieses bei jedem Einzelnen sehr unterschiedlich sein kann!

    Allerdings haben wie Januar und wenn sie motiviert ist, ist das zu schaffen...

    Zum Thema Motivation drängt sich mir die Frage auf, warum sie sich nicht selbst hier angemeldet hat, sich also selbst kümmert!


    Informationen:
    Onlineausstiegsprogramm "Lass das Gras"

    Onlinetest "Lass das Gras"

    FAQ "Lass das Gras"

    Erfahrungsberichte "Lass das Gras"


    Falls Interesse besteht, kann sie sich gerne im Programm Lass-das-Gras anmelden, da wird sie 90 Tage beratend begleitet; ich bin dort als Berater tätig.
    Forum - Onlineausstiegsprogramm "Lass das Gras"


    LG.Klaus

  • Servus @Double


    Wie sieht's denn heute aus, ist Tag 1 ohne Cannabis?


    Paar Dinge vorweg, absolute Motivation hätte dazu geführt, dass eine Anfrage von ihr selbst verfasst worden wäre oder gibt es bestimmte Gründe, warum du hier schreibst?

    Ich hätte gerne erfahren wie alt deine Freundin ist, es macht nämlich schon einen Unterschied ob man bereits als Jugendlicher konsumiert oder eben etwas später damit begonnen hat - die Tatsache das man seit 4 Jahren kifft, reicht da noch nicht ganz aus ;)

    Zudem ist auch die Frage wie man eure Freundschaft sehen kann, es ist unerheblich welchen Geschlechts, vielmehr wie tief-gehend die Beziehung ist.

    Letzteres ist aber nur geringfügig entscheidend, weil du als Freund/Freundin so oder so nur sehr gering Einfluss nehmen kannst.

    Trotzdem ist es sehr schön wenn man Freunde hat, das kann nicht jeder Süchtige von sich behaupten :(


    Natürlich kann man nicht genau und schon gar nicht zeitlich genau angeben, wie sich ein Entzug entwickelt, sei es körperlich oder psychisch.

    In der Regel kann man aber meist davon ausgehen, die Hirnchemie wird sich irgendwann wieder erholen und dementsprechend sich Störungen wie Konzentration usw. wieder verbessern - mal davon ausgehend, dass sich durch den Konsum nicht (oder gar zuvor schon) eine zusätzliche psychische Störung eingeschlichen hat.


    Als erstes empfehle ich unser Partnerprogramm ==> Onlineausstiegsprogramm "Lass das Gras"

    Das tu ich nicht nur aus Überzeugung, ich habe das Ding entwickelt und weiß das der jetzige Chef dort seit Jahren einen top Job macht ;)


    Wie geht man vor?

    Alle Drogen wegwerfen, alle Utensilien wegwerfen und dann ran an den Speck!!

    Ein Abdosieren wie von dir angefragt, wird mit Cannabis nicht klappen!

    Zum einen, wer sollte festlegen wann man wieder kifft und wie viel und es macht wirklich auch keinen Sinn, weder körperlich, noch psychisch.

    Deine Freundin wird bestimmt schon gewisse Erfahrungen haben, wenn es mal Engpässe gab oder was auch immer - wie kann sie solche Zustände beschreiben, also wenn z.B. ungewollt oder gewollt ein kurzer Entzug eingetreten ist?


    Paar Dinge in Hinsicht Hilfsmittel wurden bereits angesprochen ...

    Ich denke da sollte man noch gesunde Kost, vor allem vitaminreiche, hinzufügen.

    Sport muss nicht in Leistungssport ausarten, wird eh nicht klappen, aber auch Spazierengehen ist Sport und die frische Luft sowie Tageslicht (auch wegen Vitamin D) sollten helfen.

    Wenn es mit dem Schlafen nicht klappt, also auch längere Zeit, dann kann man sich entsprechende Tees kaufen - schlaffördernd für die Nacht, anregend für den Tag.

    Auch pflanzliche Mittel wie Baldrian kann man hinzuziehen, aber man sollte es immer mal mit Dingen versuchen, die nicht so tiefgreifend wirken.


    Tja und was kann man als Freundin/Freund machen - da sein, motivieren ohne zu nerven, einfach zeigen dass der Süchtige nicht allein ist ...


    Abschließend soviel, ich denke in etwa 3 Monaten sollte es weitgehend durch sein, das bedeutet aber nicht dass nun 3 Monate absolute Hölle bevorstehen.

    Bei den meisten zeigen sich nach etwa 2-3 Wochen schon gravierende positive Veränderungen, aber bis dahin muss man erstmal kommen ;)

    Man muss aber auch klar sagen, wenn man Jahre Drogen konsumiert, dann kann man nicht davon ausgehen, dass man dieses Problem in 2-3 Wochen gänzlich beheben kann.

    Hier ne Übersicht, was bestimmt auftaucht und wie lange es dauern kann ==> Onlineausstiegsprogramm "Lass das Gras"

    Und das es klappen kann, zeigt sich auch in den Erfahrungsberichten ==> Artikel - Onlineausstiegsprogramm "Lass das Gras"

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hallo,

    hier meldet sich die Süchtige :)

    Den Account haben wir über meine Freundin erstellt, um strafrechtlich abgesichert zu sein. Ich saß aber daneben, als sie es schrieb und habe selbst auf senden gedrückt. Ich habe Bedenken meine Daten offenzulegen und will meine Zukunft nicht zerstören, da ich einem Beruf anstrebe, dem der Konsum den Todesstoß versetzt.


    kurz zu mir: Ich bin 32 Jahre alt. ich bin keine typische Studentin, lerne neben der Arbeit auf das Examen, bzw. eigentlich habe ich die letzten Monate nicht gelernt, sondern alles schleifen lassen. Ich habe großen Druck und das Rauchen hat ihn mir genommen. Nun habe ich aber mehr Druck, da ich es nicht mehr kontrollieren konnte, es war mein Allheilmittel gegen alles. Schlaflosigkeit, Angst, Druck, Trauer, Einsamkeit, Liebeskummer, Lagenweile, einfach gegen alles.

    Das Examen aufzuschieben geht nicht. Der Termin ist fix. Ich muss es so versuchen, da ich gar keine andere Wahl habe.


    Tag Null habe ich nun hinter mir ohne etwas geraucht zu haben, allerdings habe ich in der Nacht vor dem Tag Null geraucht, darum habe ich das als Tag Null und nicht als Tag eins bezeichnet. Gestern abend ging es. Meine Freundin hat mir den Tipp gegeben, ich solle den Drang zu Rauchen als eine Art Dämon betrachten, den es zu bekämpfen gilt, da wenn ich ihm nachgebe, er nur weiter wächst. Es war ein gutes Gefühl, nicht nachzugeben und dieses plastische Bild hat dabei geholfen. Das eigene NEIN versuche ich zu stärken.


    Danke für eure konstruktive Kritik, Anregungen und Hilfestellungen.


    Tag 1 ist angebrochen. Ich bin gestern spät eingeschlafen und heute morgen aufgewacht und habe schon beim Frühstück geweint. :/ Daraufhin habe ich eure links nachgelesen und es darauf geschoben, dass nicht wahrgenommene und betäubte Gefühle nun hochkommen.


    Das Onlineprogramm werde ich überdenken. Ich muss mich wohl noch mehr informieren, bin da wohl etwas blauägig herangegangen, da ich auch nicht dachte, dass der Entzug so schwierig wird, wie ihr in darstellt. Muss demütiger sein. Danke hier für eure Ehrlichkeit. Ich bin aber entschlossen, es zu schaffen, weil ich es will und versuche jetzt erst einmal einen Tag nach den anderen hinter mich zu bringen. Ich sage mir: HEUTE rauche ich nichts. Ich habe schon früher gemerkt, dass wenn ich mir sage, ich werde NIE WIEDER etwas rauchen, dies zu großen Druck erzeugt und ich erst recht rauchte.

    Ich gehe später auf eure Nachrichten näher ein. Ich möchte jetzt erst einmal versuchen zwei Stunden zu lernen und meine Gedanken auf etwas anderes als das Rauchen lenken.


    Danke euch für eure Zeit!

  • Servus,


    mit euren Beiträgen bringt ihr uns nun in die Bredouille - in Hinsicht Doppelaccount!

    Ich sehe mal von Maßnahmen ab, geschuldet der prekären Situation ...

    Es ist aber ein gutes Beispiel, warum in so gut wie allen Foren Doppelaccounts untersagt sind - wie soll man nun wem antworten?


    Daher die dringende Bitte, wenn ihr beide schreiben wollt, dann muss auch jede für sich einen Account erstellen!!

    Wenn du also einen anderen Nicknamen willst, kannst dich bei mir via Konversation melden.


    Und was generelles noch zu Daten - wir geben ganz sicher keine Daten raus, egal was da kommt, nicht bei Konsumenten - wäre was anderes, wenn es um nen Großdealer geht und der Richter anklopft ;)

    Gleiches gilt für LdG, da kann man sich drauf verlassen!!


    Cannabis als was böses zu sehen ist legitim, aber letztlich ist ja der Konsument verantwortlich, aber ich verstehe wie du das meinst.

    Wenn es aber aktuell hilft, warum denn nicht ;)


    Man muss auch klar sagen, Entzug ist immer etwas anders, manche Leute können auch einfach aufhören, doch dies dürfte eher die Ausnahme sein.

    Was nun Auswirkungen des Gehirns angeht, also immer vorausgesetzt es liegen nicht zusätzliche andere psychische Störungen an, dann sollte wieder alles gut werden.

    Das wäre mit Sicherheit etwas schlimmer, wenn du schon mit sehr jungen Jahren mit dem Cannabiskonsum begonnen hättest.


    Noch was zu "nie mehr rauchen" usw. - ausschlaggebend ist, sollte man ins straucheln kommen, dann muss es eben neu beginnen, ein "jetzt ist es eh schon egal, der Rückfall ist ja da" sollte tabu bleiben.


    Ansonsten bleibt für den Moment nur, weiter gutes Gelingen und schön hart bleiben - es mag manchmal aussichtslos erscheinen, aber dem Cannabis (und auch allen anderen Suchtstoffen) abzuschwören ist möglich :)

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Franz: das mit dem Doppelaccount tut mir leid, ich schreibe ab nun ausschließlich selbst. Es ging nur um meine Daten und sonst nichts. Es war von Anfang an so gedacht, dass sie nur mit mir zusammen schreibt. der Name muss nicht geändert werden und danke für eure Toleranz und Verständnis!

    Ich wollte auch nicht unterstellen, dass ihr Daten herausgebt.


    In Bezug auf die Verantwortlichkeit: Mir ist bewusst, dass ich selbst verantwortlich bin. Ich wollte nur darstellen, wie ich den Drang zu bekämpfen versuche. Dass ich ihn habe, weil ICH kiffe, ist mir klar. Danke auch für den Tipp zu "jetzt ist eh schon alles egal". Das Denken kenne ich. ich werde mich darauf einstellen.


    mir fiel das lernen heute sehr schwer, ich bin furchtbar unkonzentriert. Ich habe Kopfweh und Panik vor heute Nacht.

    Da ich beim Lesen so unkonzentriert war, habe ich ein Lernvideo angesehen. Ist zwar wesentlich passiver und ich komme viel langsamer voran, damit kam ich heute aber besser klar. Ist nur leider keine dauerhafte Option. Wie ich gelesen habe, sollte sich die Konzentration nach 3 Wochen verbessert haben. Darauf hoffe ich und bis dahin muss ich etwas kreativer sein.


    Gestern habe ich mir eine Beschäftigung für heute Abend überlegt: Dabei habe ich mich versucht daran zu erinnern, was ich früher gerne gemacht habe und woran ich lange dran bleiben konnte. Ich werde jetzt gleich etwas backen, das hält mich dann beschäftigt und ich habe auch noch ein Erfolgserlebnis. :)


    Ich habe mir ein Hörbuch ausgesucht und werde das heute mal als Einschlafhilfe versuchen :)

    wenn ich heute Nacht durchhalte, ist morgen schon Tag 2 :)

  • Alles cool, also berichte weiter und so wie du schreibst, hört sich das ganz gut an.

    Dann bleiben, dann wird das schon :baby:

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    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Morgen :)

    Gestern war es etwas schwerer durchzuhalten. ich weiß nicht, ob ich das richtig einschätze, aber ich habe es körperlich gar nicht gebraucht, sondern eher psychisch :/

    aber ich habe mir selbst NEIN gesagt, auf keinen Fall und heute ist TAG 2 :))


    Schwer war es eher mit der Ablenkung, bzw. dem Umgang mit sich selbst. Nachdem ich den Kuchen gebacken habe, wollte ich mich zuerst bei einem Film und einem Glas Wein entspannen und dann habe ich aber gedacht, dass es wohl nicht so schlau ist, Alkohol als neues Ritual einzuführen :/ (ich habe aber keinerlei Probleme mit Alkohol, trinke sehr selten irgendetwas alkoholisches, max. 1 x Monat, wenn überhaupt)

    also ab in die Badewanne, Pflegeprogramm durchgeführt als neues Freitagabend-Entspannungsritual und dabei habe ich festgestellt, dass ich mich überhaupt nicht entspannen kann. Mein Kopf ist immer irgendwo, ich denke an so vieles, was ich tun muss, was mir fehlt, was ich verändern muss, was "falsch" läuft. Welche Probleme meine Familie hat, welche Beziehungsprobleme ich habe, warum ich Menschen kaum an mich heranlassen kann, warum ich alles so schwer nehme und und und.

    Ich kann nicht loslassen, wirklich überhaupt nicht. Ich will verbessern, kontrollieren, die Gedanken kommen wie Zwänge, ich schiebe sie weg, sie kommen wieder. ich denke immer an das was fehlt bzw. optimiert werden muss und ich kann mich nicht auf das jetzt einlassen. So war es auch beim lernen. das erzeugte immer mehr Stress über die Zeit. Ich konnte mich nicht konzentrieren, weil ich immer an das denken musste, was ich nicht kann, noch tun muss und nie fokussiert arbeitete.

    Ich wurde immer angespannter und angespannter und dann kam mein Freund vor ca vier Jahren mit dem Gras und meinte das würde evtl. zur Entspannung helfen. Er hat das wirklich nicht böse gemeint, er glaubt ganz fest daran, dass es unschädlich ist. Es hat tatsächlich gut geholfen und ich habe es als etwas positives wahrgenommen. Jetzt nicht mehr.


    Ich bin bis um zwei umhergetigert, habe versucht positive Gedanken zu entwickeln und bin dann ins Bett mit dem Hörbuch, wobei ich sofort eingeschlafen bin. Ich habe trotz Erkältung gut geschlafen. Heute habe ich wieder schlimme Kopfschmerzen, aber die habe ich eh fast immer. Ich fühle mich ziemlich verspannt, aber zufriedener. Ich spüre aber auch Trauer und ein wenig Wut über mich selbst, dass ich so die Kontrolle verlieren konnte und so viel Zeit sinnlos verschwendet habe.


    Freitagabend war schon immer der schlimmste Tag für mich. War immer erschöpft von der Woche und am Wochenende stand immer so viel Pflichtprogramm an, ich hatte auf alles keine Lust, war immer übermüdet und gereizt und wusste nicht, was mir lieber ist, dass das Wochenende schnell vorbei geht und die Woche beginnt oder umgekehrt.

    Mir fehlt das fallenlassen können. Ich bin immer unter Strom und nur wenn ich rauchte war ich es nicht. (zumindest habe ich das so gesehen)


    Ich habe aber etwas positives festgestellt gestern. Ich habe viel mehr Zeit :) die Zeit ging so laaaangsam um, ich konnte noch so viel machen und hatte noch immer Zeit übrig. Das ist ein großer Pluspunkt, da ich eigentlich viel zu tun habe. Ich habe durch den Verzicht zumindest schon das sofort gewonnen.


    PS. ich schreibe hier einfach meine Gedanken runter, keine Ahnung ob das richtig ist / gelesen wird aber evtl. ist jmd. in einer ähnlichen Situation und hat dann das Gefühl damit nicht alleine zu sein.


    neue Erkenntnis: muss ein Entspannungsritual einführen. Meditationsmusik schon ausgesucht, dies wird Teil eines neuen Abendrituals.

    Freitagabendritual: Beautyabend.

  • PS. ich schreibe hier einfach meine Gedanken runter, keine Ahnung ob das richtig ist / gelesen wird aber evtl. ist jmd. in einer ähnlichen Situation und hat dann das Gefühl damit nicht alleine zu sein.

    Absolut richtig und sehr wichtig, raus damit.

    Wenn man sowas aus sich herausnimmt und dann betrachtet, erkennt man meistens einiges über sich, seine Situation!

    Ob das dann jemand liest oder nicht, ist schon wieder fast zweitrangig.

    Aber natürlich ist es auch hilfreich, ein Feedback zu bekommen.

    Schwer war es eher mit der Ablenkung, bzw. dem Umgang mit sich selbst. Nachdem ich den Kuchen gebacken habe, wollte ich mich zuerst bei einem Film und einem Glas Wein entspannen und dann habe ich aber gedacht, dass es wohl nicht so schlau ist, Alkohol als neues Ritual einzuführen :/ (ich habe aber keinerlei Probleme mit Alkohol, trinke sehr selten irgendetwas alkoholisches, max. 1 x Monat, wenn überhaupt)

    also ab in die Badewanne, Pflegeprogramm durchgeführt als neues Freitagabend-Entspannungsritual und dabei habe ich festgestellt, dass ich mich überhaupt nicht entspannen kann. Mein Kopf ist immer irgendwo, ich denke an so vieles, was ich tun muss, was mir fehlt, was ich verändern muss, was "falsch" läuft. Welche Probleme meine Familie hat, welche Beziehungsprobleme ich habe, warum ich Menschen kaum an mich heranlassen kann, warum ich alles so schwer nehme und und und.

    Ich kann nicht loslassen, wirklich überhaupt nicht. Ich will verbessern, kontrollieren, die Gedanken kommen wie Zwänge, ich schiebe sie weg, sie kommen wieder. ich denke immer an das was fehlt bzw. optimiert werden muss und ich kann mich nicht auf das jetzt einlassen. So war es auch beim lernen. das erzeugte immer mehr Stress über die Zeit. Ich konnte mich nicht konzentrieren, weil ich immer an das denken musste, was ich nicht kann, noch tun muss und nie fokussiert arbeitete.

    Ich wurde immer angespannter und angespannter und dann kam mein Freund vor ca vier Jahren mit dem Gras und meinte das würde evtl. zur Entspannung helfen. Er hat das wirklich nicht böse gemeint, er glaubt ganz fest daran, dass es unschädlich ist. Es hat tatsächlich gut geholfen und ich habe es als etwas positives wahrgenommen. Jetzt nicht mehr.

    Ich finde, du handhabst das recht gut, in der Situation festzustellen, dass Alkohol vielleicht keine sooo gute Alternative ist, ist schon klasse.

    Was das Gedankenchaos etc angeht, nun, bestimmt gehörst du zu den HochSensiblen Menschen (HSP, kannst mal googeln) und da kann es helfen, Yoga, Autogenes Training etc

    zu machen.Man kann lernen, seine Atmung zu kontrollieren & damit auch gedanklich mehr zur Ruhe zu kommen.

    Natürlich ist das nicht wie bei Gras eine "Instant Meditation", die sofort wirkt - dafür haben diese Methoden aber auch keine Nebenwirkungen...

    Ich habe aber etwas positives festgestellt gestern. Ich habe viel mehr Zeit :) die Zeit ging so laaaangsam um, ich konnte noch so viel machen und hatte noch immer Zeit übrig. Das ist ein großer Pluspunkt, da ich eigentlich viel zu tun habe. Ich habe durch den Verzicht zumindest schon das sofort gewonnen.

    Du bemühst dich, auch die positiven Aspekte wahrzunehmen, das ist sehr hilfreich :top:


    Hab nen guten Tag mit viel Ablenkung!LG.KLaus

  • und dabei habe ich festgestellt, dass ich mich überhaupt nicht entspannen kann. Mein Kopf ist immer irgendwo, ich denke an so vieles, was ich tun muss, was mir fehlt, was ich verändern muss, was "falsch" läuft. Welche Probleme meine Familie hat, welche Beziehungsprobleme ich habe, warum ich Menschen kaum an mich heranlassen kann, warum ich alles so schwer nehme und und und.

    Das ist der Verstand, wenn du nicht konsumierst. Er ist jetzt sehr aktiv, denn durch den ständigen Konsum wurde dein Bewusstsein getrübt. Du hast dich daran gewöhnt, dass der Verstand irgendwie weiter weg ist. Jetzt ist er dir sehr nah und du kannst daran sehen, wie viel Potential in dir lauert. Stell dir vor wie du die Dinge bald klar haben wirst, wie viele Gedanken das sind und wie normal diese von uns genutzt werden, um etwas tolles zu schaffen. Ich denke hier wird es nicht so schwer sein, das positive daran zu sehen.

    Ich kann nicht loslassen, wirklich überhaupt nicht. Ich will verbessern, kontrollieren, die Gedanken kommen wie Zwänge, ich schiebe sie weg, sie kommen wieder. ich denke immer an das was fehlt bzw. optimiert werden muss und ich kann mich nicht auf das jetzt einlassen. So war es auch beim lernen. das erzeugte immer mehr Stress über die Zeit. Ich konnte mich nicht konzentrieren, weil ich immer an das denken musste, was ich nicht kann, noch tun muss und nie fokussiert arbeitete.

    Ich kenne das von mir sehr gut. Bin eine Person die alles sofort möchte, nicht nur bei den Emotionen. Dann griff ich zu Drogen oder zu Medizin. Etwas länger auszuhalten lag mir fern. Ich hatte dazu auch kein Vertrauen mehr in diese Welt. Dazu kam, dass ich die ganzen psychischen Folgen / besonders die psychedelische Wirkung auf unser Bewusstsein UNTERSCHÄTZT habe. Und wenn ich es groß schreibe, dann nur weil ich es nicht mehr sagen kann. Niemand sagt dir das oder kann dir das zeigen. Zu wenig sprechen darüber...

    Unser reines Bewusstsein ist so wertvoll und vollkommen.. Das macht mich echt heute noch traurig, wenn ich dran denke, wie ich alles weggeworfen habe nur um schnell eine andere Wahrnehmung dieser Welt zu haben/ oder einfach nur um zu schlafen...


    Dann muss man erst wieder durch nüchterne Erfahrung die normale Sicht zurückgewinnen.

    Noch fällt mir das auch schwer, denn wie du denke ich ständig an optimieren und verbessern. Der Konsum war genauso... Gleiches Bild. Ich hab gekifft um "zu verbessern", aber leider in eine komplett falsche Richtung ... Jeder Konsum wurde damit bezahlt, dass ich mich noch schlechter konzentrieren konnte und du siehst es ja jetzt auch: Der Konsum hat dich so kaputt gemacht, dass du ohne in diesem Zustand bist. Das würde mich so wütend machen... Echt. Und ja, normal dann, dass man nicht schlafen kann und so voller Energie ist. Das muss alles raus, am besten mit Sport oder anderen Aktivitäten. Fang an die Realität zu sehen - das was du jetzt durchmachst ist wegen dem "verbessern"... Wegen dem Cannabis und dem "bisschen entspannen" wofür man einen hohen Preis zahlt. Gesundheit kriegt man nicht so leicht zurück...

    Ich fühle mich ziemlich verspannt, aber zufriedener. Ich spüre aber auch Trauer und ein wenig Wut über mich selbst, dass ich so die Kontrolle verlieren konnte und so viel Zeit sinnlos verschwendet habe.

    Denk besonders an Ruhe und die nächste Woche. Schau mal wie viel du machen kannst, nicht was du machen musst. Der Schritt war vollkommen richtig. Ich hoffe du schenkst dir selbst viel Zeit, Ruhe und gehst nicht daran kaputt, dass es so lange dauert bis sich was tut. Die ersten 7 Tage sind besonders, aber dann bist du auch auf psychischer Ebene gefragt. Umso mehr Ruhe und Akzeptanz du deinem neuen Leben gibst, desto weniger Enttäuschung darüber, dass der Körper und Geist erst seine Zeit braucht.


    Mir fehlt das fallenlassen können. Ich bin immer unter Strom und nur wenn ich rauchte war ich es nicht. (zumindest habe ich das so gesehen)

    Ein Merkmal der Sucht ist, dass sie dich vollständig vereinnahmen will. So verlierst du alles was du sonst tun könntest, um zu entspannen - die Droge will dich ja entspannen. So wie in einer giftigen Beziehung... Maria will nicht, dass andere dich entspannen ;-) Nach zwei Tagen ohne Gras wirst du das klarer sehen. Diese Leere mit der dich diese toxische Beziehung zurücklässt, ist quasi das was ich meine. Sei da stärker und bewusst, dass sich die Dinge ohne Maria entwickeln. Nach jeder Trennung ist man wieder selbst gefragt. Schau, siehst du die ganzen Möglichkeiten/ der Raum der jetzt für die persönliche Entfaltung bereitsteht? Du kannst viele Teile von dir entdecken - völlig bewusst und als immer weiter entwickeltes Bewusstsein. Mit jeder Träne wirst du näher an den Tag kommen, wo du dich vollkommen fallen lässt. Dann wirst du alles vergessen haben/ keine Droge mehr und einfach Freiheit. Das hört sich doch nach einem Ziel an? Bemerkenswert, wie wunderschön du ohne Konsum bist :-)

    Ich habe viel mehr Zeit :) die Zeit ging so laaaangsam um, ich konnte noch so viel machen und hatte noch immer Zeit übrig. Das ist ein großer Pluspunkt, da ich eigentlich viel zu tun habe. Ich habe durch den Verzicht zumindest schon das sofort gewonnen.

    Das erinnert mich wieder an das Potential von dem ich spreche. In jedem Menschen lauert unendlich viel Potential, solange man sich selbst nicht zu ernst nimmt. Unendlich viele bis keine Gedanken umgeben uns. Wir können erschaffen und die Zeit ist relativ. Du sprichst ja auch von Meditationsmusik,... also schau was passiert, wenn du mit dem Verstand in der Erinnerung reist. Geh zurück, stelle dir ganz fest vor, wie du am Freitag am entspannen warst. Dann wieder hier im jetzt und atmen. Passiert etwas? Gehe noch einmal zurück und stelle dir das Baden so vollständig wie nur möglich vor. Atme wieder und schaue was passiert. Irgendwann stellt sich das selbe Gefühl ein das du hattest als du gebadet hast. Weißt du was dann geschehen ist? Fragst du dich nicht, wer dieses Gefühl erzeugt hat? Das ist finde ich die schönste Erkenntnis, die mir die Abstinenz geschenkt hat. Ich weiß tief im Herzen, dass das Gefühl von mir erzeugt wurde und atmet man weiter, hält sich das Gefühl noch lange. Man ist einfach entspannt und relaxed - ohne alles!

    Was wollen wir mehr?


    Sende dir viel Kraft und Energie für das Wochenende.

    Auf dein neues Leben!

  • @suchenachzen und ganesha


    vielen lieben Dank für eure Unterstützung und die Hilfestellungen! Ich möchte so gerne auf das was ihr schreibt eingehen, aber mein Wochenende war etwas hektisch, (bin gerade erst nach hause gekommen) ich hoffe, ich komme nächste Woche dazu. Auf jeden Fall bedeutet mir das wirklich viel und ich glaube gar nicht, dass fremde Menschen so viel Zeit und Empathie aufbringen können.

    Danke vor allem für den Tipp, dass man es eher so sehen soll, was man alles schaffen kann und nicht muss. Mich beschäftigt, dass ich noch keine Strategie habe, wie ich meine Panik vor den Prüfungen angehe. Das war einer der Hauptgründe, weshalb ich damals überhaupt damit angefangen habe (es gibt noch einen weiteren wesentlichen Aspekt) und ich glaube, dass Rückfallrisiko etwas minimieren zu können, wenn ich genau für dieses Problem eine Lösung finde.


    Ich wollte aber trotzdem wenigstens ein paar Zeilen schreiben und mitteilen, wie es so vorangeht.

    Heute ist Tag 3. Ich habe gestern nichts geraucht, lag aber bis nach drei Uhr nachts wach. Heute musste ich früh aufstehen und wollte eigentlich davor noch einmal laufen gehen, aber ich war so übermüdet, dass ich mich zum joggen nicht aufraffen konnte, aber hey, das ist jetzt nicht das Hauptziel.

    Ich gehe jetzt ins Bett und hoffe, dass mir das Einschlafen besser gelingt. Die Meditationsübung mache ich gleich noch. gestern hat sie mir nicht so viel gebracht, hoffe heute wird das etwas besser. Ich halte mich daran fest, dass morgen Tag 4 ist und damit die "Entgiftungsphase" fast abgeschlossen ist.


    Ich habe dem Geschriebenen entnommen, dass es ab Tag 7 schwerer wird? Gelesen habe ich, dass da Depressionen anfangen. Könnt ihr mir ein paar Tipps geben, was ich tun kann? Ich habe etwas Angst, was da auf mich zukommt und wie ich damit umgehen werde. Ach und ist es normal, dass ich kaum Hunger habe? Ich hab irgendwie keine Lust auf essen. wie lange wird sich das anhalten? Ich war früher essgestört und muss da etwas aufpassen... /


    Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart!

  • ich hoffe, das ist gestattet, ich wollte noch den link für die positiven Affirmationen hinterlassen, die ich mir zum einschlafen anhöre und die mich etwas runterbringt:


    [media]https://www.youtube.com/watch?v=sJR_21tG4KA[/media]


    positive Erkenntnis heute: mein leben gehört mir. Gestatte ich, dass etwas Kontrolle über mich übernimmt, dann spiele ich nach dessen Regeln und nicht nach meinen. Dann bin ich ein Sklave meiner Sucht und sie übernimmt über mich die Kontrolle und ich lebe nicht mein leben. Wenn ich mich jetzt kurzfristig schlecht fühle, weil ich davon loskomme, dann ist es nicht unbedingt etwas schlechtes, sondern ein Kampf um ein erfülltes Leben. Alle Entzugserscheinungen, gleich welcher Art, sind eigentlich etwas Gutes und ich befinde mich auf dem richtigen Weg. So versuche ich das jetzt zu sehen und hoffe, dass mir das auch an schlechten Tagen helfen wird. Das mit der toxischen Beziehung war dabei sehr hilfreich.

  • Hallo, ich bin bei Tag 11, also noch ganz frisch.


    Ab Tag 3 fingen bei mir die Depressionen an und ich konnte sie 3 Tage nicht dem Entzug zuordnen. Diese Ungewissheit war schlimm und es ging ein bisschen besser als ich dann wusste, dass sie einen "Grund" haben. Seit dem gehe ich durch Täler und über Berge. Ist ein Auf und Ab. Gestern Vormittag war die Hölle, der Nachmittag inkl Abend traumhaft schön. Was mir auf jeden Fall hilft ist reden. Thematisieren. Alles von der Seele sprechen. Und... es ist schwer und ich hoffe du hast da Unterstützung...Spaß haben! Versuche Dinge zu Unternehmen. Den Kopf frei kriegen und in den Situationen nicht ständig daran denken.


    Der Hunger ist bei mir Abhängig wie es mir gerade geht. Hab ich gerader Depris, hab ich keinen Hunger und muss mich regelrecht zwingen zu essen. Gehts mir gut, esse ich auch :) Ich habe die ersten 3 Tage 4 Kilo abgenommen. Und bis jetzt wieder 2 Kilo zugennommen. Wie du siehst ist erstmal alles ein Auf und Ab.


    Das sind meine bisherigen Erfahrungen und es kann bei dir auch komplett anders sein.Leider gibt es da keinen Leitfaden an dem man sich entlang hangeln kann


    Ich wünsche dir alles gute - bleib/sei stark!

  • Ich habe dem Geschriebenen entnommen, dass es ab Tag 7 schwerer wird? Gelesen habe ich, dass da Depressionen anfangen. Könnt ihr mir ein paar Tipps geben, was ich tun kann? Ich habe etwas Angst, was da auf mich zukommt und wie ich damit umgehen werde. Ach und ist es normal, dass ich kaum Hunger habe? Ich hab irgendwie keine Lust auf essen. wie lange wird sich das anhalten? Ich war früher essgestört und muss da etwas aufpassen... /

    Moinmoin,


    da sich das bei jedem Einzelnen sehr unterschiedlich auswirkt, würde ich mir da keine großen Gedanken machen - man muß ja eh durch, also warum zusätzlich (vor)belasten!

    Ich habe schon Leute erlebt, bei denen vorhandene Depris weggingen, nachdem der Konsum gestopt wurde.

    Klar, was nach jedem Entzug von jeder Droge/Abhängigkeit bleibt, ist eine Art von Leere.

    Die gilt es eben mit positiven Sachen zu füllen.

    Was den Appetit angeht, so gilt da auch; wenn du vorbelastet bist, dann pack dir etwas Obst ein und/oder paar Müsliriegel und esse das um ne bestimmte Uhrzeit!

    positive Erkenntnis heute: mein leben gehört mir. Gestatte ich, dass etwas Kontrolle über mich übernimmt, dann spiele ich nach dessen Regeln und nicht nach meinen. Dann bin ich ein Sklave meiner Sucht und sie übernimmt über mich die Kontrolle und ich lebe nicht mein leben. Wenn ich mich jetzt kurzfristig schlecht fühle, weil ich davon loskomme, dann ist es nicht unbedingt etwas schlechtes, sondern ein Kampf um ein erfülltes Leben. Alle Entzugserscheinungen, gleich welcher Art, sind eigentlich etwas Gutes und ich befinde mich auf dem richtigen Weg. So versuche ich das jetzt zu sehen und hoffe, dass mir das auch an schlechten Tagen helfen wird. Das mit der toxischen Beziehung war dabei sehr hilfreich.

    Super!

    Darum geht es vor allem: Zu erkennen und zu verinnerlichen, dass man im Grunde ja nichts aufgibt, sondern ganz im Gegenteil viel gewinnt!

    Das macht dann auch alles viel leichter...

    Ich rate dazu, die ganzen Entzugserscheinungen etc ähnlich einzuordnen wie eine heftige Erkältung: Alles in keinster Weise angenehm, aber der Dreck muss raus, damit man wieder

    gesund werden und bleiben kann.



    LG.Klaus

  • Hallo Tomse :)

    Toll, dass du dich auch dafür entschieden hast. Tag 11 ist doch super :), bald hast du die Depressionsphase schon überstanden. ich habe gelesen, dass die bis nach der dritten Woche schwerer anhält und dann eine erhebliche Verbesserung eintritt. Ich wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen!!! Es wird es wert sein <3!!!


    Das mit dem Auf und Ab spüre ich jetzt auch so langsam. ich bin heute in die Apotheke und habe mir Vitamine D (Sonnenvitamine), A (Immunsystem), B-Cocktail geholt, was ja angeblich bei Stimmungstiefs und Konzentrationsproblemen helfen soll und dazu noch Johanniskraut (gegen Erschöpfungszustände, depressive Verstimmung etc.). Keine Ahnung, ob es wirklich hilft, aber allein schon des Placeboeffekts wegen, probiere ich es aus, zumal ich gelesen habe, dass Vitamine jetzt wichtig sind.

    Vlt. tut dir das ja auch gut. Magnesiumtabletten am Abend eingenommen wirken wohl muskelentspannend , lt. Dr. Google, womit ich hoffe die Einschlafprobleme noch besser in den Griff zu bekommen. Heute habe ich mit der Einnahme begonnen, werde bei Interesse berichten...


    Danke für deine Tipps. Das mit dem Spaß ist so eine Sache... Ich will es so sehr, ich möchte lachen, Hobbies nachgehen. Ich bin jedoch umgezogen und mein ursprünglicher Freundeskreis wohnt ziemlich weit weg. Einen neuen baue ich zwar mehr oder weniger auf, allerdings sind die meisten hier schon "bedient" und wollen wenig neuen Kontakt. Diejenigen, die ich um mich herum habe und meine Familie haben immer Stress, reden nur von extrem negativem, wollen irgendwie meistens nur meine Hilfe und nicht für mich da sein. Ich sehne mich so sehr nach einer starken Schulter, jmd. bei dem ich mich fallen lassen kann aber meistens muss ich die Starke sein. Irgendwie kommen die anderen damit nicht klar, wenn ich mal "schwach" sein will, bzw. etwas Liebe brauche. Vlt weiß ich auch nicht, wie man sich diese holt... :/

    Sie haben auch so ganz andere Hobbies als ich und stehen dann meistens eher hilflos daneben, wenn ich einen Vorschlag habe... Dann muss ich alles organisieren, planen und und und, das erzeugt wieder so viel (Freizeit-)Stress. Da es in meiner Beziehung auch nicht sooo läuft, weiß ich irgendwie nicht, wie ich Spaß haben soll.

    Allerdings bin ich hier auch selbstkritisch und weiß, dass das mit Sicherheit besser wäre, wenn ich nicht jeden Abend geraucht hätte und dann bestimmt Menschen gefunden hätte, die besser zu mir passen. Nur hilft mir diese Erkenntnis gerade jetzt in meiner Situation nicht weiter :rolleyes:

    ich bin zwar auch gerne alleine, habe einige introvertierte Hobbies allerdings brauche ich manchmal schon einen Tapetenwechsel und kann mich dann auch nicht immer aufraffen, etwas alleine zu unternehmen, gerade jetzt... und etwas Distanz zu mir selbst, wie du richtig angemerkt hast, wäre auch gut. Ich will aber wirklich nicht rumjammern, es geht mir eher darum, dass ich einfach ein paar Möglichkeiten finde, zu verhindern, dass ich zu oft völlig alleine zu Hause bin obwohl ich da jemandem um mich brauche und dann wieder auf die "Instant-Meditation" zurückgreifen möchte. Ich wollte das eigentlich am Anfang nicht schreiben, da ich nicht weiß, ob ich meine Mitmenschen nur durch die Einflussname von dem Zeugs so gesehen habe und ihnen unfairerweise etwas unterstelle und erst abwarten, aber die letzten zwei Tage hat es mir das nur wieder bestätigt. ich habe wenig positives um mich herum und meistens ziehen mich die Menschen nur runter und nicht rauf.


    Ich verstehe sehr gut @suchenachzen / Klaus was du damit meintest , man will alles sofort, nichts geht schnell genug und auch wütend werden über den Zustand. Danke für deine Anmerkung zu HSP und auch dein Warnhinweis auf das mir Bevorstehende und dass ich Ruhe brauche. ich werde mich darauf einstellen bzw. versuchen es als eine Art Erkältung zu betrachten. Ich danke dir sehr, dass du so genau mitliest!!


    Manchmal denke ich nach einem Abend mit meiner Familie, dass mein Kopf gleich platzt und ich spüre den Stress dann ganz extrem im Nacken, in den Schultern, ich bin einfach völlig ausgelaugt. Ich habe das mit der Hochsensibilität/HSP bereits mit meiner Psychologin (ich war in der Vergangenheit bereits einmal in Therapie und habe diese abgeschlossen) besprochen. Sie meinte, das sei so neumodisches Zeugs, ich hätte einfach einen leicht zwanghaften Charakter und solche Menschen neigen wohl dazu bei Stress extrem viel Zeit mit allem möglichen zu verlieren und verrennen sich. Sie hat eher angedeutet, dass ich viele "Kinder" (so bezeichnete sie unreife Menschen) um mich herum habe, die mich auslaugen. Aber sie war mir manchmal einfach zu krass und in ihren Sichtweisen und ich hatte das Gefühl, dies sei auch zu egoistisch alles, ich kann es gar nicht beschreiben... Sie sagte mal, es komme ihr so vor, als würde meine ganze Umgebung nicht wahrnehmen, dass neben dem Teil meiner Persönlichkeit, der viel leisten will, ich auch eine sehr sensible Seite habe, die das Schöne im Leben wahrnehmen und genießen will, dass sie nicht sehen, dass ich mich danach sehne und mir das nicht geben können. Ich weiß aber nicht wie ich das zeigen soll, ich rede doch mit den Menschen und teile mich mit und genau da hat sie immer geschwiegen. manchmal war ich darüber richtig wütend, weil ich mich gefragt habe, was es mir nützt, wenn ich ein Problem erkenne aber keine "Strategien" entwickeln kann bzw. nicht verändern kann. Es kann doch nicht wirklich sein, dass alle anderen Schuld haben.. Eigentlich kann ich solche Menschen nicht ab haben, die immer in anderen Schuld suchen.


    das mit dem autogenen Training werde ich unbedingt versuchen. Yoga hat mich mehr gestresst als mir gut getan. Ich bin beim Sport mehr der "Power-Typ" :) meine Emotionen lasse ich bei Musik raus. Ich werde in den nächsten Tagen an deine Anmerkung denken, bei lauter Selbstoptimierung nicht schon wieder in Stress zu verfallen.


    Was hast du gemacht, um mehr Ruhe und Gelassenheit bei der Erreichung deiner Ziele an den Tag legen zu können? Du sprichst von HSP, entspricht das auch deiner Persönlichkeit? Geht es dir auch so, dass dich manchmal Menschen extrem verunsichern, wenn sie dich mit einem Lächeln ansehen? Ich bin dann extrem verunsichert und weiß einfach nicht was das soll. Ich weiß nicht ob sie mich auslachen, ob sie belustigt sind und genau das alles überfordert mich. oder ist das noch die Einflussnahme der Drogen?

  • Alle Entzugserscheinungen, gleich welcher Art, sind eigentlich etwas Gutes und ich befinde mich auf dem richtigen Weg. So versuche ich das jetzt zu sehen und hoffe, dass mir das auch an schlechten Tagen helfen wird. Das mit der toxischen Beziehung war dabei sehr hilfreich.

    Super, dass du das in der Idealisierung zu verstehen scheinst.

    Mit der Zeit wird dir ferner auffallen, dass wir Menschen ständig daran denken, wie es perfekt wäre, oder wie der richtige Weg aussieht. Vielleicht weißt du das bereits und hast es nur vergessen?

    Plötzlich geht dein Telefon und darauf folgt automatisch die Frage "Wer kann am anderen Ende dran sein => Man will wissen, ob es angenehm oder unangenehm wird?". Dein Verstand ist bei allem wie eine unaufhaltsame Maschine, wenn du ihr Beachtung schenkst. Am besten klappt das nüchtern - und damit würde ich sehr intensiv anfangen.

    Bitte verlier dich aber nie in die Fragen "Wieso/ Wesshalb/ Warum passiert das jetzt so?". Die Aufgabenbeschreibung wäre nur der Beobachter zu sein, ohne zu bewerten und zu hinterfragen.


    Warum denken wir aber ständig über alles nach?

    Wir tun dies, weil wir ständig in Angst leben etwas falsches zu tun. Dazu kommt die narzistische Gesellschaft, in der wir uns wie temporär gepolte Magnete verhalten. Mal wollen wir dies, mal wollen wir jenes. Immer ändert sich unser System dabei in Abhängigkeit der Idealisierungen in unserem Verstand. Korrelation!

    Es wird jetzt Zeit, dass du es nicht versuchst, sondern tust und die Sache mit dem Verstand gelockert wird.

    Es ist nämlich nicht immer alles richtig, was im Kopf herumgeistert.

    Aber dafür müssen wir Opfer bringen, also ersteinmal vertrauen weil im ersten Moment ja nicht erkennbar ist, wofür wir es tun.

    Denn du kennst die Welt wie sie JETZT ist nicht mehr ohne Drogen bzw. tust du erst gerade etwas, sie wieder kennenzulernen. In dir selbst magst du denken nur eine Person zu sein, aber deine Entscheidung nicht zu kiffen wirkt sich auf die ganze Welt aus. Deshalb braucht es auch nicht wenig Zeit, bis es wieder bei dir ankommt und du lachend erkennst wie sehr du die Dinge verändert hast.


    Es ist ganz wichtig, dass wir bevor die ganze psychische Phase losgeht, die Sucht sehen und wie sie jetzt "unaktualisiert" auf uns einwirkt. Wie noch vor Wochen redet sie als sei keine Zeit vergangen. Das wird immer unterschiedlich stark da sein/ es gibt Tageszeiten, da ist dein Verstand sehr unruhig und Zeiten wo du sehr klar bist. Finde es heraus?!

    Aber zurück zum Thema: Im JETZT merken wir, wie unaktualisiert diese Sucht/ Angst nicht genug zu sein etc. ist. Als Bewusstsein im Hier und Jetzt erkennen wir die falschen Aussagen. Bei der Sucht ist es nämlich so, dass wir wissen wieso wir etwas tun. Also man zündet sich einen Joint an und zu 99,9 % wird man den gewünschten Effekt haben. Wo ist das aber natürlich?

    Klar, jetzt erkennst du es besser - das gemeine ist sowieso, dass das alles einen Eindruck von Kontrolle schafft. Wir identifizieren uns immer mehr damit etwas zu tun, damit etwas anderes was wir kennen folgt. Diese Bestimmtheit führt selbst dazu, dass Menschen sich ihr ganzes Leben suchen. Übrigens ist das auch die beste Voraussetzung um Angst zu schaffen...

    Jedes mal wenn der Verstand aktiv ist bewerten, um sich wieder erneut mit Gedanken zu identifizieren.

    Und noch etwas nur für die Hartgesottenen - Der Verstand weiß am besten wie das geht, denn du glaubst ihm jedes mal wer du bist.


    Was jetzt folgt, auf das sei vorbereitet.

    Deine Persönlichkeit wird vieles erschweren, denn was bringt dir der reine Gedanke, dass die Abstinenz auch etwas gutes haben könnte. Dein Verstand wird dir immer nur sagen können, wer du "gerade" bist, ungefähr gewesen warst, oder wirst. In den nächsten Wochen werden weitere Prüfungen folgen. Schau, dass du die Symptome milderst, indem du dich körperlich komplett auspowerst. Wenn dir der Körper vom Sport weh tut und du dich kaum mehr bewegen kannst, entspannt der Verstand ebenfalls. Auch macht weinen sehr müde, deshalb lass alles raus, sollte es dazu kommen. Ich habe ganze Eimer voll Wasser geweint, saß stundenlang ohne mich zu bewegen auf der Couch einfach nur da. Irgendwann macht es dann klick und du wirst dich auf geistiger Ebene "neu" / "frisch" fühlen.


    Entschuldige für die Direktheit, aber es fällt mir leichter zu schreiben wenn ich näher bei dir bin.

    Schauen wir weiter wie es die nächste Zeit läuft.

    Sei von dir überrascht und entdecke das Neue


    :-) Eigentlich kann dir niemand sagen, zu wen du wirst -

    dafür müsste jeder bei sich selbst beginnen und erkennen wer er in Wahrheit ist. Und ohne sich selbst macht niemand mehr eine Aussage darüber. Ich hoffe das war verständlich.


    Viel Kraft weiterhin!

    Alles Gute.

  • Klaus / @suchachenzen...


    dein letzter Beitrag hat mich gerade mitten ins Herz getroffen. Ich danke dir sehr und bitte dich - sei immer so direkt! Du triffst die Sache auf den Punkt und ich bin sicher nicht die einzige, der du damit ungemein hilfst und deine Kritik ist sehr konstruktiv. Ich bin mir gerade nicht einmal sicher, ob ich wirklich alles verstanden (jetzt will ich dieses Wort nicht einmal benutzen) habe. Ich werde mir das die nächsten Tage wieder durchlesen, wahrscheinlich kann ich dem Geschriebenen noch viel mehr entnehmen.

    Im Übrigen: ein Kompliment für deine Reife!!! (auch wenn dies evtl. anmaßend ist, da ich dich nicht kenne)


    Ich muss jetzt los...

    Ich wünsche allen einen schönen Abend!!


    PS: ich habe jetzt echt Panik.... einen Druck auf der Brust, Händezittern und ich muss das Bedürfnis zu weinen gerade unterdrücken (da ich los muss). Heute morgen hätte ich die Welt umarmen können. Als körperliche Symptome habe ich leichte Schwindelgefühle und Koordinationsprobleme.

    ich werde den Druck beim Sport heute Abend nach dem Unterricht rauslassen - meine Therapeutin meinte , es sei nicht "normal" wie viel Sport ich mache (nicht exakt ihre Wortwahl aber sinngemäß). Ich habe aber niemals so viel Freiheit gefühlt wie in den Momenten danach, ich war richtig erlöst. Hoffentlich wird es heute wieder so sein.


    Komischer Tag 4 :/

  • Guten Morgen! zusammen :) Tag 5 ist angebrochen. Auf die Schnelle ein paar Zeilen. ich fühle mich voller Tatendrang und heute morgen war es das erste Mal seit ich weiß nicht wie vielen Jahren, dass ich beim Aufwachen als aller Erstes gleich funktionierte ohne mich selbst ständig aufraffen zu müssen. ich hatte sonst immer das Gefühl eine Art Kater zu haben, habe an Negatives und nicht an Positives gedacht. Der Morgenablauf lief wie im Automatismus ohne dass ich nachdachte, mich hinterfragte oder zwingen musste. Es ist wirklich so viel besser! An alle die auch so lange konsumierten. Es lohnt sich jeden Tag ohne es zu leben. Jeder Tag bringt mehr von einem selbst zurück. Sport hat gestern geholfen sich abzulenken und Stress abzubauen, auch wenn meine Leistung eher wie am Anfang war, aber so ist das jetzt eben. Geschlafen habe ich kaum, aber ich tröste mich damit, dass mein Körper bald schon übermüdet genug ist und sich dann den Schlaf selbst holt. Bis dahin ist es eben so. Ich habe zwei sehr lange Tage vor mir und glaube nicht, nochmal reinschauen zu können, was nicht bedeutet, dass ich nicht weiter mache. ich wünsche allen viel Kraft und gutes Durchhaltevermögen! Lasst uns dranbleiben :)

  • Guten Morgen! Ich muss zwar jetzt gleich weg, wollte aber berichten, dass heute schon eine Woche rum ist. Ich tippe das jetzt einfach runter, also achtet nicht auf Fehler.

    Es geht mir wirklich besser!!! Diese Antriebslosigkeit hat sich gebessert, die negativen Gedanken lassen sich besser steuern, ich gebe nicht mehr so schnell auf und gebe mich meinen Emotionen nicht mehr so hin. Ich kann euch sagen, das war eine sehr gute Entscheidung und ich kann nur jeden, der zu oft konsumiert hat ermutigen, die ersten Tage die Zähne zusammenzubeißen und durchzuhalten. Ich sehe Land :)

    Natürlich gibt es auch negative Seiten und es ist schon auch ein Wechselbad der Gefühle und leider ist es auch so, dass die Gefühle, die man zuvor mit dem Zeugs unterdrückt hat, nun ungefiltert auf einen einströmen. Aber dann sage ich mir: klar ist es so. Du hast dich schließlich für eine absolut ungesunde Instant-Lösung entschieden, wie du dich Emotionen nicht stellst und keinen gesunden Umgang damit gefunden. Jetzt sind sie wieder da und der Umgang überfordert etwas. Auch wurden während des Drogenkonsums Alltagseindrücke nicht richtig verarbeitet sondern einfach unreflektiert ablegt, was persönlichen Wachstum total verhindert hat. Zwei Jahre kaum Erinnerungen, Stillstand. Wertvolle Zeit einfach weggeworfen.

    Ich versuche mir täglich eine halbe Stunde dafür zu schenken, höre in mich hinein, überlege, wie ich damit umgehe und ein klarerer Kopf (ich hoffe ich darf das ab Tag 7 schon so bezeichnen) hat definitiv bessere Lösungsansätze als zuvor. Was ich auch beobachtet habe, ist, dass auch wenn ich nachts gekifft habe, die Gefühle tagsüber dennoch dumpf da waren. Zwar spürt man sie nicht so richtig, aber sie waren trotzdem nicht weg und das hat mich den ganzen Tag über immer runtergezogen, hat mir Hoffnung genommen und dazu noch mein schlechtes Gewissen, dass ich mir so schadete anstatt meine Ziele zu verfolgen. Und jetzt ist es so, dass sie zwar klarer da sind, der Umgang mit ihnen aber wesentlich leichter ist.

    Sport hilft wirklich ungemein. Meditationsübungen ebenfalls. Kochen hat auch etwas entspannendes und manchmal einfach nur draußen atmen und die Natur betrachten. Es gibt einem so so viel mehr als das Zeugs! Auch wenn es nicht gleich so hilft, muss man sich selbst aushalten lernen. Alles andere ist schädlich und um ehrlich zu sein auch nicht erwachsen. Das erfordert Mut, aber er wächst :) Ich habe die ganze Woche unter Schlaflosigkeit gelitten, aber gestern bin ich nachdem ich spät nach Hause kam, tot ins Bett gefallen und habe bis halb sieben durchgeschlafen. Die Kommunikation mit Mitmenschen hat sich verbessert, ich nehme sie ganz anders war und ich bin wirklich dankbar dafür. Am Wochenende habe ich schon Besuch eingeplant und möchte etwas schönes unternehmen.


    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es sechs Wochen braucht, bis neue Gewohnheiten selbstverständlich werden. Schön zu wissen, dass man schon 1/6 geschafft hat.

    Ich wünsche euch allen einen schönen, erfolgreichen und drogenfreien Tag :) stay strong!

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