• Hallo, ich hatte Ende April eine OP / künstliches Knie. Im Krankenhaus bekam ich Targin und Sevredol. Diese Medikamente wurden einen Tag vor der Entlassung abgesetzt und stattdessen bekam ich Tramal, welches ich dann auch in der Reha weiter bekam.

    Damit ging es mir auch sehr gut.

    Dann hatte ich versucht das Medikament weg zu lassen und es ohne zu versuchen. Ich hielt es 2 Tage aus, die Nächte waren grausam! Ich dachte wär noch zu zeitig und nahm Tramal weiter. Nochmals probierte ich es eine Woche später, aber es ging wieder nicht.

    Nach reichlich 4 Wochen endlich wieder zu Hause gi g ich auf Suche im Internet nach dem Medikament. Was ich da las, machte mir echt Angst. Ich setzte die Tabletten sofort ab. Seit 3 Nächten liege ich nun im Bett und quäle mich rum, denke immerzu: hole ich mir eine Tablette oder nicht? Aber ich hab bis jetzt durchgehalten.

    Mir ist unbegreiflich wieso mein Hausarzt mir noch mal 100 von diesen Tabletten aufgeschrieben hat, ohne zu fragen oder mir etwas zu erklären.

    Wie lange dauert der Entzug ? Mein Arzt ist im Urlaub und ich werde auch nicht mehr in ein Krankenhaus gehen deshalb.

    Es wär schön wenn mir hier jemand helfen könnte , bzw. ein paar Tipps für mich hat.

    Ich nehme ansonsten keine Medikamente, bin schon fast ein Gegner und hab Tramal auch nur wegen der Schmerzen genommen. Hätte ich gewusst was für Teufelszeug das ist, hätte ich es sicher abgelehnt.

  • Schade, bin hier wohl doch nicht so gut aufgehoben. Ich hatte erhofft von Betroffenen Ratschläge zu bekommen.

    Dann wünsche ich hier allen alles gute und viel Kraft von euren Süchten los zu kommen.

    Ich denke ich hab es bald geschafft und werde allein klar kommen oder in anderen Foren Hilfe suchen.

    Bye!

  • Vielleicht kannst du aber auch noch genauere Mengenangaben machen, 1 Tablette sagt nicht aus, was du wirklich eingenommen hast ;)

    Und was bedeutet - ich halte es nicht aus, was den Entzug angeht?

    Kannst du das noch genauer beschreiben?

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Servus Verosch,

    ohne ganz genaue Aussagen über Dosis und Beschwerden, ist es nicht ganz einfach entsprechend zu antworten.
    Ich gehe davon aus, dass du eine Reha über drei Wochen hinter dir hast und so Tramadol vermutlich etwa 4-5 Wochen eingenommen hast.
    Desweiteren gehe ich davon aus, dass du vermutlich Tramadol als Retard eingenommen hast, oder?

    Oft wird dabei eine Anfangsdosis von 100 mg, bei Retard vermutlich zweimal täglich, angesetzt.
    Das Tramadol nicht plötzlich und ohne ausschleichen abgesetzt werden soll, ist im Beipackzettel vermerkt!
    Wenn man ein Opioid über einige Wochen einnimmt, sollte es dennoch schrittweise abgesetzt werden.
    Bei meinem genannten Beispiel hätte man zum Beispiel (je nachdem wann die Schmerzen jetzt noch am schlimmsten sind) eine Dosis um 25 oder 50 mg reduzieren sollen.
    Nach einer Woche hätte man den nächsten Schritt in gleicher Form gehen können …
    Das Problem ist aber, nicht jede Tablette kann man problemlos teilen!
    Dies könnte man aber mit Gabe in Tropfenform umgehen.

    Grundsätzlich ist aber auch die Frage, wie es in Zukunft überhaupt weitergehen soll.
    Wenn jetzt solche Schmerzmittel noch nötig sind, muss geklärt werden warum das noch verschrieben wird.
    Hat die OP nicht den gewünschten Erfolg, gerade in Hinsicht von Schmerzen, gebracht?

    Dein Hausarzt hat vermutlich anhand des Entlassungsbriefs der Rehaeinrichtung das Medikament weiter verordnet.
    Warum er dich nicht näher darüber aufgeklärt hat, ist natürlich sehr merkwürdig, doch viele Ärzte die eben keine Schmerztherapeuten sind, haben wirklich Ahnung von solchen Medikamenten.
    Für mich wäre das ein Kriterium den Arzt zu wechseln, wenn ich nicht richtig über meine Medikamente aufgeklärt werde!

    Trotzdem möchte ich insoweit widersprechen, dass Tramadol und ähnliche Medikamente ein Teufelszeug wären.
    Natürlich verstehe ich deine aktuelle Aussage darüber, trotzdem haben solche Medikamente in vielen Fällen ihre Berechtigung.

    Wenn die Entzugssymptome nicht auszuhalten sind, wäre es sicher besser wenn du mit der letzten Dosis wieder einsteigt und dann schrittweise reduziert.
    Wie gesagt, wäre dann die Verschreibung von Tropfen sinnvoll, weil man damit wesentlich einfacher und schonender reduzieren kann.

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

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