Tramal Medikament gegen Entzugserscheinungen

  • Hallo liebes Forum


    Ich bin seit 14 Jahre Tramalabhängig. Ich rutschte durch eine Operation in diese Anhängigkeit. Mein Arzt verschreibt mir immer ein Dauertezept und ich kann wieder holen für ein Jahr so oft ich will. Jetzt im Januar habe ich mich entschieden einen stationären Entzug zu machen. Aktuell bin ich der Entzugsklinik und ich bin bereits von 350mg pro Tag auf 200mg runter gekomme ohne Entzugserscheinungen. Die restlichen 200mg mache ich dann ambulant von zu Hause. Mein Arzt meinte dass die heftigste Zeit noch bevorsteht wenn man von 100mg oder 50mg dann auf Null reduziert. Leider hat aber diese Klinik kein Erfahrungen im Opiatentzug da dies ein neues Gschäftsfeld ist, welches sie aufgetan haben. Nun sorge ich mich natürlich, was kann ich nehmen um die allfällige auftretenden heftigen Entzugserscheinungen (innere Untuhe, das verlangen, nicht schlafen) zu unterdrücken? Hat jemand der den Entzug mit Hilfe von anderen Medikamente geschafft und welche Medikamente haben geholfen die Erscheinungen zu unterdrücken?

    Über Antworten würde ich mich sehr freuen.

    Herzliche Grüsse

    Flicki71

  • Sorry, der Arzt hat Recht, es wird erst schlimm und deswegen ist das Verlassen der Klinik höchste Gefahr.

    Wenn man keine Erfahrung hat und den schreibt ja so, dann solltest bleiben oder verlegt werden. Diese hab ich ja noch nie gehört, dass man wenn vor der heiklen Phase heimschickt ...

  • Kann mich da nur anschließen: Solange man seinen Suchtstoff bekommt, wenn auch reduziert, ist das machbar.

    Ich habe Opiat schon auf eine Minikugel am Morgen/Mittag und Abend reduziert, sogar dauerhaft, aber DAVON dann runterzukommen, wird hart.

    Mache das auf jeden Fall in gesicherter Umgebung und nicht alleine!


    LG.Klaus

  • Beitrag von Suchtverlager ()

    Dieser Beitrag wurde von Franz aus folgendem Grund gelöscht: Beitrag vom Team gepruft! ().
  • Hallo Flicki,
    Tramadol wurde zumindest früher häufig unterschätzt und ich wurde mit dem Tramadolentzug von den "echten" Drogenabhängigen sogar etwas belächelt. Die schmerzlindernde Potenz kann man nicht mit der Suchtpotenz vergleichen, weshalb auch ein Wechsel auf ein solches "echtes" Opiat zur Linderung des Entzuges sehr übel ausgehen kann.
    Bei mir wurde seinerzeit auf Methadon umgestellt und ich war zuerst einmal heftigst überdosiert.
    Bin dann aber mit relativ großen Schritten runter dosiert worden und das Schlimmste, was kam, war ein extrem hoher Blutdruck, ziemlich starke Depression, Depersonalisiertheitsgefühle und starkes Schwitzen, vor allem Nachts.
    Seinerzeit verfügte ich aber noch über eine gute Fitness, so dass ich das ganz gut verkraftet habe und die Entzugserscheinungen hielten auch allesamt nicht sehr lange an.
    Ich weiß leider mittlerweile auch, dass es sehr schwer bis unmöglich ist, alleine zu Hause dauerhaft erfolgreich zu entziehen. Die Kliniken sind momentan oft daraus aus, die Leute so schnell es geht nach Hause zu schicken, leider.
    Ich würde an Deiner Stelle nicht mit anderen Mitteln herum experimentieren. Baldrian, Passionsblume und Johanniskraut haben mir damals sehr geholfen, ohne Witz.
    Behalte den Blutdruck im Auge und frage den Arzt, ob er, falls es notwendig wird, mit Clonidin helfen kann. Ansonsten, nicht zu schnell machen und Dir auch Erholung verschaffen, indem Du Phasen einbaust, wo Du Dich erholst, bis der nächste Schritt ansteht.
    Ist denn die Ursache der Schmerzen mittlerweile nicht mehr vorhanden, oder weshalb willst Du nun komplett entziehen ?
    LG Sascha

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