Pornos und viel Alkohol

  • Hallo,

    mein Mann beschäftigt sich nach seiner Arbeit fast nur noch am Computer mit Sex , Pornos und hat einen anständigen Alkoholkonsum dabei. Alles was in seinem "Büro" vorsich geht versucht er zu verstecken, was ihm auch fast immer gelingt. Aber irgendwann kommt auch die dümmste Ehefrau dahinter........

    Er hat fast keine Zeit mehr für Familie und Co. und unsere Freunde haben sich schon rar gemacht. An freien Tagen kommt er nur noch zum Essen und schlafen zum

    Vorschein. Manchmal mag ich diesen Raum schon garnicht mehr betreten. Bei "Nachfragen" von meiner Seite bekomme ich nur lapidare Antworten. Bei weiterem

    Nachfühlen wird er sehr ruppig (was garnicht seine Art ist) und scheint keine anderen Interessen mehr zu haben als da zu sitzen und sich durch diverse Seiten

    und Portale zu knipsen. Langsam bin ich mit meinem Latein am Ende und verstehe viele Abläufe garnicht mehr.

    Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie ist damit umzugehen und gibt es da überhaupt Hilfe?Als Ehefrau steht man ganz schön blöd da.......

  • Hallo Franz,

    will mal kurz auf Deine Fragen antworten: 1- 2 Flaschen Wein ab Nachmittag sind es wohl immer. Meinem Mann scheint die Menge nicht wirklich bewusst zu sein und als ich ihn mal darauf angesprochen habe sagte er, das es ihm halt schmeckt.

    Da er versucht alles ziemlich unter Verschluss zu halten, was das so geschaut und konsumiert wird (und er tut ja nichts anderes mehr) braucht man ja nur ein bischen gesunden Menschenverstand, Augen und Ohren , um sich einen Reim zu machen.

    Er ist mal am Computer mitten in der Nacht eingeschlafen und wenn ich den Laptop dann schliesse sehe ich welche Portale noch offen sind. Hat mich erschreckt, muss ich sagen!


    So meine Frage: wie aussichtslos ist diese Situation und was kann ich konkret machen? Mein Mann blockt einfach nur ab.

    Er ist 60 Jahre alt und hat aus unersichtlichen Gründen kein richtiges Leben mehr. Und findet das augenscheinlich in Ordnung .


    Hat hier im Forum jemand Erfahrung damit, denn das Thema finde ich schon brisant und gehört aucht anonym behandelt.

    Als Ehefrau muss ich mich fragen, ob es einen Sinn ergibt, eine solche Beziehung aufrecht zu erhalten und weiter zu machen.

    Hört ein solches Suchtverhalten jemals wieder auf?


    Für den Rest unseres Lebens hatten wir andere Pläne! GAnz sicher......


    mfg

  • Und findet das augenscheinlich in Ordnung .

    Solange das so ist, wird er vermutlich nicht bereit sein, was daran zu ändern.

    Erst wenn er selbst Einsicht hat, kann eine Behandlung erfolgen.


    Hört ein solches Suchtverhalten jemals wieder auf?

    Es hört nicht einfach auf, es geht hier um Suchterkrankungen, das gehört von Profis behandelt.

    Auch du als Frau kannst da kaum was bewirken, mal davon abgesehen, dass du zu ihm hältst.

    Letzteres aber eben nur, wenn er auch was ändern will, jetzt!


    ob es einen Sinn ergibt, eine solche Beziehung aufrecht zu erhalten und weiter zu machen.

    Das kannst nur du für dich entscheiden!

    Meiner Meinung gehört jetzt ein klares Gespräch geführt, vielleicht mit einem unabhängigen Teilnehmer, den beide respektieren.

    Ihm muss klar gemacht werden, seine Heimlichkeit ist aufgeflogen und wird so nicht mehr weiter akzeptiert!


    Arbeitet er nicht?

    Habt ihr Kinder?


    Für den Rest unseres Lebens hatten wir andere Pläne! GAnz sicher......

    Welche denn?

    Hier ist vielleicht der erste Absatz, erinnere ihn daran, entweder ihr macht das zusammen oder eben du alleine.

    Solange er mit seinen Süchten ohne Konsequenzen durch kommt, warum sollte er was ändern wollen?

    Ihm muss klar werden, jetzt sind Entscheidungen nötig und darauf folgen dann entsprechende Auswirkungen.


    Das gilt aber auch für dich, nur Konsequenz wird was verändern.

    Auch du solltest sagen was du genau willst, nur so kannst du für dich dann entscheiden, wann eventuell die Reißleine zu ziehen ist oder man weiter zusammen halt.


    Zudem gibt es gerade in den Bereich zig Selbsthilfegruppen und Angehörigenberatung wäre sicher auch angebracht.

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