Cannabisentzug Woche 6

  • Hallo,
    ich bin unglaublich froh, auf diese Seite gestoßen zu sein!
    Zuerst möchte ich sagen, dass ihr wirklich stolz auf euch sein könnt. Eure Beiträge geben so viel Halt und Hoffnung.

    Zu mir:
    Ich habe 2019 angefangen zu kiffen. Vor einem Jahr habe ich mit dem Tabak- und Zigarettenrauchen aufgehört. Als Ersatz zum Mischen habe ich verschiedene Kräuter benutzt. Vor 21 Tagen habe ich dann den Entschluss gefasst, komplett mit dem Kiffen aufzuhören.

    In den letzten Monaten hatte ich immer stärkere Probleme mit meiner Psyche – aber natürlich habe ich zuerst nicht an das Kiffen gedacht. Ich bin selbstständig, und mein erster Verdacht war Burnout oder Depression. Das hat aber nicht richtig gepasst, weil mir meine Arbeit eigentlich Spaß macht.

    Mein Entzug sah so aus:
    Ich bin von über 2 Gramm am Tag direkt runter auf 0,2–0,3 Gramm über den Tag verteilt. Dazu habe ich CBD und Kräuter benutzt. Am Anfang lief alles erstaunlich gut. Ich hatte sogar Energie und habe Dinge geschafft, die ich sonst lange vor mir hergeschoben habe.

    Gestern fing dann dieses starke Unwohlsein an – innere Unruhe, Angst, ein seltsames Gefühl. Natürlich dachte ich sofort, dass es etwas Körperliches sein müsse. In der Nacht kamen dann die extrem wirren Träume, und ich bin gefühlt 20 Mal wach geworden. Ich konnte zwar immer wieder einschlafen, aber die Gedanken und Träume haben mich ständig wieder aufgeweckt.

    Das zieht mich so sehr runter, dass ich heute wieder ziemlich verstimmt bin. Termine, die ich eigentlich wahrnehmen muss, werden für mich zur Katastrophe. In den letzten 20 Tagen habe ich zwei Termine bei der Zulassungsstelle abgesagt. Danach geht es mir immer wieder besser – bis gestern.

    Dieser Beitrag hier hat mir aber gezeigt, dass ich nicht der Einzige bin und dass es wirklich Licht am Ende des Tunnels gibt.

    Eigentlich wollte ich zuerst nur bis Silvester aufhören. Mittlerweile bin ich zu dem Entschluss gekommen, komplett aufzuhören. Ich möchte einfach wieder das normale Leben zurück, das ich bis 2019 hatte.

    Nochmals danke, dass es euch gibt. Dieser Beitrag hat mir wirklich gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

  • Hallo Starker,

    Nachdem ich am 27.10, 2 richtig starke Panikattacken bekommen habe, habe ich es auch sein lassen.

    War 2 mal in der Notaufnahme um mich checken zu lassen, alles passte und wurde beide male heimgeschickt mit der Diagnose Panikattacken.

    Habe über 13 Jahre durchgängig gekifft.

    Mittlerweile muss ich dir sagen das mich der Entzug manchmal an meine Grenzen bringt. War jetzt 6 Wochen krankgeschrieben, war 2 mal bei einen Psychiater...der wollte mich nur vollpumpen mit AD und beruhigungsmittel. Hab ihm vertraut mit den Medikament Atarax...habe es 2 Wochen genommen, bis ich mich im Internet schlau machte was das ist....Jetzt bin ich 14 Tage weg von diesen Scheiss mit den schlimmsten Entzugserscheinungen was man sich vorstellen kann. Ich hoffe das ich bald über den Berg bin. Die Antidepressiva habe ich natürlich nicht genommen, von einer Sucht in die nächste....nein Danke.

    Mittlerweile kann ich dir sagen das es mir jeden Tag ein bisschen besser geht, bis 14 Uhr bin ich momentan noch ein bisschen Down....aber zum Abend hin wird es immer besser.

    Morgen habe ich wieder meinen ersten Arbeitstag, bin gespannt wie es wird.

    Aber dieser Forumbeitrag macht mir Mut, wir schaffen das gemeinsam.

    Liebe Grüße

  • Oh man… genau das hat mir mein Hausarzt auch geraten. Wenn es nicht besser wird, soll ich über Medikamente nachdenken – was ich aber sofort abgelehnt habe.

    Bis gestern früh ging es mir eigentlich richtig gut. Aber gestern war ein Tag, an dem ich einfach mal nur chillen wollte. Das hat mich dann am Abend total runtergezogen... Schrecklich.


    Ich habe in einem Beitrag gelesen, dass jemand Probleme mit dem Brustbein hatte – das habe ich ja auch. Und natürlich macht man sich dann sofort im Kopf verrückt. Alles, was ich bei mir festgestellt habe, habe ich hier wiedergefunden. Das hat mich einerseits beruhigt, weil es anderen genauso geht.

    Anscheinend bewirken Ruhetage bei mir gerade eher das Gegenteil und ziehen mich eher runter, statt dass sie mir guttun.


    Ich drücke dir ganz fest die Daumen.

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