Tapentadol/Palexia ausschleichen

  • Hallo zusammen,

    ich habe mal eine Frage und hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

    Ich nehme seit 3 Jahren Tapentadol 100mg-0-100mg wegen eines Bamdscheibenschadens. Ich möchte aus persönlichen Gründen das Medikament ausschleichen und absetzen.

    Wie mache ich das am besten? Ich habe retardierte unteilbare Tabletten.

    Ist es sinnvoll erst abends 25mg schrittweise runterzugehen oder macht man morgens und Abends zeitgleich?

    Für eure Erfahrungen wäre ich sehr dankbar.


    Grüße Sonas

  • Was sagt denn der verschreibende Arzt dazu?
    Also was rät er, wie du ausschleichst und in welchen Schritten?

    Ich persönlich würde immer erst Nachts reduzieren, dann Tags nachziehen und wieder weiter bei Nachtdosis reduzieren usw. ...

    25 mg dürfte für den Anfang gehen, ich würde weniger reduzieren.
    Aber ab der Hälfte, da sollten die Schritte immer kleiner werden und die Abstände der Reduzierung länger.
    Erst wenn man weitgehend klarkommt, dann ist der nächste Schritt ratsam, ich habe immer 5-7 Tage für den nächsten Schritt abgewartet.

    Und wie soll es dann künftig ohne Schmerzmittel klappen?
    Die Schmerzquelle scheint ja unverändert vorhanden zu sein, oder?

  • Hallo Sonas,

    grundsätzlich sollte man Opioide immer sehr langsam ausschleichen lassen, was Du ja ohnehin auch vorhast, so wie ich Dich verstanden habe. Ich würde Franz auch zustimmen, dass es am sinnvollsten wäre, Rücksprache mit dem verschreibenden Arzt zu halten bzw. falls das aus irgendwelchen Gründen nicht in Frage kommt, eine*n andere*n Ärzt*in zu Rate zu ziehen.


    Viele Grüße

    Peter vom Streetwork-Team

  • Hallo,


    bei meiner verschreibenden Ärztin habe ich erst in 8 Wochen einen Termin bekommen. Daher hier meiner Frage. Ich wollte mich erstmal schlau machen, da noch so viel Zeit bis zu, Termin verstreicht leider.

    Das Medikament habe ich nach einem Sturz verschrieben bekommen. Es war ein akuter Schmerz und ich nehme das Zeug nun schon sehr lange. Mein Leben hat sich sehr verändert. Ich bin mit den Nebenwirkungen bisher gut klar gekommen, möchte es aber nicht mehr. Ich bin konstant müde, kann mich nicht konzentrieren, habe keinerlei sexuelles Interesse mehr ( was meine Beziehung mittlerweile stark beeinträchtigt) und von der Verstopfung ganz zu schweigen.

    Ich würde gerne versuchen wegzukommen und wenn das schmerztechnisch nicht möglich ist, die Dosis solange reduzieren bis ich merke die Schmerzgrenze kommt. Aktuell bin ich schmerzfrei. Vielleicht liegt ja bei richtigem Verhalten (Berwegung, Physio, Ernährung) kein Schmerz mehr vor der ein Opiat braucht.

    Sollte man nicht ab und an mal schauen was der Schmerz unter dem Opiat sagt?

    Ich möchte einfach nichts falsch machen.

  • Servus Sonas

    Wenn du einen Bandscheiben Vorfall hast, dann bildet sich der ja nicht einfach zurück. Also müsste man eigentlich erst Röntgen oder ein MRT machen, um da eine neue Bewertung machen zu können.

    Natürlich kann man auch mit Physio und Co viel erreichen, aber das hat leider Grenzen. Da wäre erstmal eine Reha sinnvoll und danach eine ambulante Behandlung.

    Ich schreibe aus Erfahrung, bin mehrfach operiert und auch versteift!

    Was Reduktion angeht, da machst du es schon richtig, suchst dir Infos und besprichst das dann mit dem Arzt - so verstehe ich dein Vorhaben?

    Zwei Anstöße dazu noch:

    Natürlich kann man auch schneller als 10% reduzieren, aber wie bereits geschrieben, je weiter man runter gegangen ist, um so länger sollte es laufen.

    Grundsätzlich sollte auch ein Wechsel des Medikamentes überlegt werden, deines ist schon Hochpotenz. Ich bin auch verwundert, das dies verschrieben wurde. Meist steigt man erstmal mit Tramadol oder ähnliches ein ...

    Wie schau es bei dir beruflich aus, hat die Bandscheibe da keine Bedeutung?

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