Hallo ich bin Juna, 31 Jahre alt und leide an sehr extremen Nebenwirkungen durch Tavor / Diazepameinnahme.
Alles begang letzten Oktober als mir Tavor aufgrund einer Wochenbettdepression verschrieben wurde. Anfangs wirkte es wie ein Wundermittel und schaltete meine Gedanken komplett aus (0.5 er Dosis) und wirkte den ganzen Tag. Es wurde versucht ein Antidepressiva (Sertralin) parallel einzuschleichen was bei mir aber sofort paradox wirkte (starke Übelkeit, viel mehr innere Unruhe, starke Selbstmordgedanken) und nach 4 Wochen abgesetzt wurde. Seitdem bekam ich immer wieder Tavor und es wurden wirklich etliche Medikamente „getestet“
Trimiparin, Doxepin, Quetiapin, Pregabalin usw
ALLES wirkte paradox mit noch mehr Unruhe. Um die Unruhe etwas zu lindern gabs dann immer wieder Tavor.
Es vergingen Wochen in der Klinik und mittlerweile reichte eine 0.5 Tablette nur noch für ein paar Stunden. Es wurde alles probiert um das Tavor langsam auszuschleichen aber ich hatte schon während der Einnahme starke Entzugssymptome.
Mittlerweile bin ich an einem Punkt wo ich fast nichts mehr schmecke, überhaupt nicht mehr schlafen kann, dauerhaften Ruhepuls von 120 habe, kaum
noch laufen kann (habe das Gefühl meine Muskeln laufen gegen Wiederstand und nach 10 Minuten gehen am Stück muss ich mich hinlegen!!) Icj habe dauerhaft kaltschweißige Hände und Füße wirklich eiskalt. Mein Kopf brennt höllisch von innen und ich hab ständig Zitteranfälle an den Armen und mit dem Kopf wo ich mich unkontrolliert schüttel und Töne von mir gebe.
Die Ärzte sagen sie haben sowas noch nie gesehen als Nebenwirkung von Benzos aber ich bin leider betroffen.
Jede Minute ist eine Qual. Ich schmecke kaum noch was, das Essen was ich esse (maximal 2 Brote am Tag) breche ich wieder aus und auch mittlerweile schon reines Wasser kommt wieder raus) stehe permanent unter Dauerstrom aber bin absolut bettlägerig. Ständig zittern meine Beine und diese extreme Kälte in den Füßen und Händen ist beißend. Ich habe extremen Haarausfall und mein Gesicht hat sich total verändert und sieht aus wie eine starre Maske. Ich erlebe wirklich jede Minute Folter.
Skills wie Atemübungen bringen den Puls nachweislich nicht runter und auch sonst gibt es NICHTS was mich mal 1 STUNDE am Tag runterfahren lässt.
Über die Monate veränderte sich auch das Zeitfenster wo es zum Nachmittag (damals war’s mal gegen 17 Uhr) mittlerweile erst gegen 22 Uhr!! leicht besser wird. Ich hab sehr oft probiert zu schlafen aber es ist absolut nicht mehr möglich. Nur noch Quetiapin retard + zusätzlich Quetiapin dröhnen mich irgendwann weg aber ich wache morgens nie erholt auf, es ist kein echter Schlaf. Durch diese Medikamente habe ich extreme unruhige Beine aber kann mich mittlerweile kaum noch bewegen also tappe ich gequält immer auf der Stelle. Es ist die pure HÖLLE.
Ich weiß auch nicht warum ich hier schreibe. Habe die Hoffnung irgendjemand zu finden der was dazu sagen kann, evtl ähnliches erlebt hat. Ob das Gehirn jemals aus diesem Glutamatsturm wieder rauskommt?
Habe das Gefühl meine Gabazellen sind für immer zerstört. Ich fühle mich jede Minute GEFANGEN in meinem Körper und kann absolut nichts gegen diese Nebewirkungen tun. Es ist unbeschreiblich wie groß diese Qual ist. Mir wurde jegliche Lebensqualität genommen. Die Ärzte können sich das auch nicht erklären und sagen das kann nicht von der Einnahme von Benzos kommen - IST ES ABER. Vor der Geburt habe ich nie Medikamente genommen, mich sehr gesund ernährt, war oft spazieren, kerngesund usw und hatte trotzdem depressive Phasen auch mit Panikattacken aber konnte meinen Körper immer!! darausholen. Jetzt ist alles unmöglich. Ich bin wirklich gefangen und total machtlos. Kann man sich kaum vorstellen wie quälend das ist weil auch keiner in mich reingucken kann