Partner ist in Entgiftung und hat mich von einen Moment auf den anderen , aus seinem Leben verbannt.

  • Guten Tag kann mir jemand helfen. Bin überfordert, seit dem meie Partnein in der Entgiftung war und nun in einer Psychiatrischen Klinik erkenne ich den Menschen nicht wieder und sie blockt mich auch und Antwortet mir nicht mehr. Ich habe mich natürlich versucht über KI schlau zu lesen. Meine Partnerin hat sich sogar eine neue Nummer besorgt, hat mich bedroht hat mir viele Vorwürfe gemacht und mich ziemlich alleine dq stehen lassen. Ich hatte gedacht durch die Klinik wird alles besser, aber habe nun gelesen, dass durch die Entgiftung ein Egoismus entsteht und sie sich aus selbstschutz vor der Realität zurückzieht, bzw dass das Gehirn gar nicht mehr in der Lage ist Emotionen Liebe und so weiter zu fühlen. Dass dieser Zustand gemäß KI nun auch Monate anhalten kann und es nicht mal klar ist ob sie sich jemals wieder melden wird. Ich hatte gehofft die Klinik macht alles besser und ihr wird geholfen und wir finden wieder zueinander. Es scheint jetzt genau das Gegenteil einzutreten und sie scheint auch intensiv Kontakt zu anderen männlichen Personen in der Klinik zu suchen. Gemäß KI kann ich auch in den nächsten Wochen nicht davon ausgehen dass sie sich meldet. Ich kann so nicht an ihr festhalten aber bin Tod traurig. Ich habe echt für sie gekämpft sie hat aber heimlich Kokain und Cannabis konsumiert, wurde psychotisch, aggressiv, hat mich mehrmals mit Mord bedroht und hatte bis zu zehn unterschiedliche schizophrene Charakter. Ich liebe sie weiterhin aber das was ich bisher gelesen habe macht mir wenig Hoffnung dass sie dies auch noch für mich empfindet und gerade der Kontakt abbruch und jetzt der Kontakt zu anderen Männern, die mich teilweise anrufen und mich fragen wie schlecht ich sie behandelt habe macht mich fertig. Sie war halt sehr psychotisch und hatte auch krasse wahrnehmungsstörung. Kennt das jemand dauert es wirklich Monate bis sie erkennt was wirklich passiert ist, oder wird sie mich komplett vergessen und ich kann die Beziehung unter schwerer Trauer für mich abhaken.;(


    Da es aus psychologischer Sicht, ein sehr komplexes und großes Thema ist, wäre ich auch bereit mit telefonisch mit Menschen auszutauschen, die hier vielleicht Erfahrung haben. Natürlich wäre es schön das Gegenteil von der KI zu hören aber ich will schon der Realität irgendwie ins Auge sehen und mich weiter im Leben zu planen.

    Einmal editiert, zuletzt von Crazy8413 (24. Juli 2026 um 13:18) aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Crazy8413 mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Hallo Crazy8413,

    stark, dass du hier so offen über deine Gedanken schreibst. Das ist sicher eine sehr schwierige Zeit für dich gerade.

    Eine Entgiftung bzw. auch der anschließende Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik können im Leben eines Menschen einen ziemlich krassen Umbruch darstellen. Deine Partnerin sieht die Welt vielleicht zum ersten Mal seit sehr langer Zeit wieder mit klarerem Kopf. Sie wird sich neu sortieren, muss lernen, mit sich selbst klarzukommen. Es kann natürlich sein, dass sich ihr Verhalten im weiteren Verlauf der Behandlung wieder verändert. Es ist aber genauso gut möglich, dass sie auch zukünftig keinen Kontakt mehr möchte. Das kann man leider nicht vorhersagen.

    Ich würde dir deshalb raten, den Fokus nicht auf die Frage zu legen, ob oder wann sie zurückkommt, sondern darauf, wie du selbst mit der Situation umgehen kannst. Du klingst sehr erschöpft und orientierst dein ganzes Leben gerade an ihrem möglichen Verhalten. Das wird dir auf Dauer nicht helfen.

    Suche dir Unterstützung - Freunde, Familie, eine Beratungsstelle. Das ist keine Niederlage, sondern angesichts dessen, was du erlebt hast, sinnvoll.

    Falls sie sich irgendwann wieder meldet, könnt ihr schauen, was noch möglich ist. Bis dahin würde ich ihre Entscheidung, keinen Kontakt zu haben, respektieren und gleichzeitig auf deine psychische Gesundheit und Sicherheit achten.

    Den ersten Schritt, dir Hilfe zu suchen, hast du ja mit deinem Post hier schon getan. Ich kann gern dabei behilflich sein, eine geeignete Beratungsstelle in deiner Umgebung zu finden, wenn du möchtest.


    Viele Grüße

    Peter vom DigiStreet-Team der Drogenhilfe Schwaben

  • Hallo Peter, vielen Dank für deine Antwort. Ich habe mich schon viel darüber informiert und respektiere und akzeptiere natürlich den Kontaktabbruch. Aber dementsprechend auch viel gelesen, weshalb sie jetzt eine Täter Opfer und klar macht und dass sie dies alles nicht mit Absichten macht, sondern das sucht Kranke Gehirn ja keine andere Möglichkeit gibt. Ich habe natürlich auf eine schnellere Besserung gehofft und nicht auf eine massive Verschlechterung mit vielen Vorwürfen und sogar massiven Drohungen aus der Klinik heraus. Ich glaube das sieht nach dieser kurzen Zeit noch in keiner Realität ist, sondern noch in der Psychose in ihrer scheinwelt lebt und noch gar nicht realisiert was passiert ist und was sie gerade alles im Spiel setzt. Ich weiß einfach nicht wie lange ich noch warten soll, ich gebe langsam auf ich an den Gedanken festzuhalten, dass wir noch mal wieder zueinander finden. Ich habe gelesen, dass sie irgendwann die Realität erkennen wird, aber ob dies ausreicht um sich wieder zu melden und ihre Fehler einzugestehen scheint eine 50 zu 50 Chance zu sein. Ich liebe sie, ich leide drunter, ich weine viel und hätte natürlich mit einem anderen Ausgang gehofft. Wenn du mir anlaufstellen für hier in der Nähe nennen könntest wäre ich dir sehr dankbar, ich habe schon bei den Caritas online was angefragt, aber leider keine Rückmeldung bekommen.


    LG

    Andreas

  • Das schlimme daran ist ja, dass ich sie weiterhin über alles liebe. Auch nachdem sie mich mit Mord bedroht hat, in der Wohnung meinen Fernseher im Wohnzimmer und im Schlafzimmer kaputt geschlagen hat, mein zwei Jahre altes Sofa mit einem Messer aufgeschlitzt und mein Boxspringbett auch mit einem Messer aufgeschlitzt hat. Ich weiß einfach wie es vorher zwischen uns war ohne diese Psychose und diese Sucht, hatte so sehr gehofft dass wir diese Zeit wieder bekommen, aber verliere langsam die Hoffnung

  • Hi Andreas,

    ich kann mir vorstellen, dass du da eine sehr schwere Zeit durchmachst. Umso wichtiger, dass du dir Unterstützung holst.

    Ich habe in deinem Profil gesehen, dass du aus dem Landkreis Cuxhaven kommst. Dort müsste VBS der richtige Ansprechpartner sein - sie beraten zu allen Suchtthemen und bieten auch Beratung für Angehörige an: https://vbs-cuxhaven.de/

    Ansonsten kannst du natürlich auch die Online-Beratung DigiSucht nutzen: https://www.suchtberatung.digital/

    Ich kann mir auch vorstellen, dass eine (Online-)Selbsthilfegruppe sehr hilfreich für dich sein könnte. Gerade bei Angehörigenthemen und der Frage, wie man mit so einer belastenden Situation umgehen kann, tut der Austausch mit anderen oft sehr gut.

    Solche Online-Gruppen findest du z.B. beim Blauen Kreuz: https://www.blaues-kreuz.de/de/angebote-un…e-online-gruppe

    Und ich habe eben auch noch geschaut, ob es Selbsthilfegruppen vor Ort gibt. Dabei bin ich auf Sorglos-Café Hagen (Suchtkranke und Angehörige) gestoßen. https://nestwerk.art/index.php/soziales/sorglos-cafe

    Ich hoffe, das hilft dir weiter. Falls du Schwierigkeiten hast, mit den genannten Stellen in Kontakt zu kommen, melde dich gerne nochmal.

    Viele Grüße und alles Gute!


    Peter

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