Beiträge von Bud Saether

    Hallo zusammen,

    heute mal wieder ein kurzes Update von mir.

    Immer noch abstinent. Mit bislang folgendem Resultat:

    Screenshot_20220929-130736_Quit Weed.jpg

    Das kann sich doch ganz gut sehen lassen.

    Nehme noch immer mein Venlafaxin und seit einiger Zeit auch das Bupropion.

    Rauche aber unverändert meine 20-25 Zigaretten pro Tag weiter.

    Noch immer bin ich unzufrieden mit Leben.

    Bleibe aber stur.

    Frage mich, komme ich wirklich nicht voran oder sehe ich nur keinen Fortschritt?!

    Meinem früheren Suchtberater habe ich darüber ne Mail geschrieben.

    Er findet es natürlich gut, dass ich weiterhin abstinent bin und schade, dass ich bezüglich meiner Unzufriedenheit noch keine Veränderung erreichen konnte.

    Vielleicht geht drogenfreies Leben ja so.

    Keine Ahnung.

    Viele Grüße an euch alle hier.

    Bud Saether


    ach ja:

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    Hallo Soccerlady,

    ich bin inzwischen nicht mehr enttäuscht, dass ich an meinem jetzigen Arbeitsplatz bleiben werde.

    Ich habe hier auch ein großes Maß an Selbstbestimmung.

    Außerdem bekommen wir hier in Kürze 180 Euro mehr und zwei zusätzliche Urlaubstage. In Zeiten wie diesen auch nicht zu verachten.

    Das neue Medikament nehme ich jetzt seit einer Woche.

    Nebenwirkungen habe ich bislang noch keine, soweit ich mich gut genug wahrnehme.

    Allerdings auch keinen besonderen Aktionismus oder Antrieb, aber solche Medikamente brauchen bekanntlich ne Zeit, bis sie wirken.

    Ich rauche übrigens unverändert weiter.

    Man muss es wohl auch wirklich ernsthaft wollen.

    Nur mit Tablette 💊 allein geht es wohl nicht.

    Da hätten wir schon längst mehr Nichtraucher.

    LG

    Bud

    Hallo Maya,

    vielen Dank für deine Anerkennung.

    Dein Hausarzt kann dir möglicherweise helfen, falls dein Problem mit den Augen organische Ursachen hat. So wird er dich vermutlich zum Augenarzt überweisen. Natürlich kannst du auch direkt zum Augenarzt gehen. Ein Hausarzt ist in der Regel ja auch eine Vertrauensperson und sollte deshalb von deiner gesamten Problematik wissen.

    Therapeutische Aufarbeitung ist evtl. erforderlich, da du insgesamt 30 Jahre lang Drogen genommen hast. Du schreibst zwar nicht, in welcher Intensität du die Amphetamine genommen hast, aber bedenklich ist es sowieso. Ich für meinen Teil kann behaupten, dass der beginnende Cannabiskonsum mit fast 17 Jahren viel zu früh war und ich deshalb tatsächlich in meiner Entwicklung Schäden/Verzögerungen angerichtet habe. Die vielen Entzüge, die ich gemacht habe waren immer von ganz extremen Depressionen begleitet, ohne Medikamente (Antidepressiva) und auch stationäre Aufenthalte in der Psychiatrie hätte ich den Kopf nicht wieder hochbekommen. Nachhaltig war es sicherlich in der Vergangenheit nicht, so habe ich ja bislang immer wieder angefangen zu konsumieren (und zwar von morgens bis abends), da konnte ich dann auch die Medikamente wieder weglassen. Also definitiv habe ich durch den massiven Konsum bei mir vorhandene psychische Probleme kompensiert, bzw. eine sehr ungesunde Art von Selbstmedikation betrieben. Da muss ich ganz bestimmt noch was aufarbeiten. Suchttherapie (ambulant) habe ich aber schon gemacht, sogar zweimal. Ich werde da wohl, wenn ich mich dazu aufraffen kann, anders rangehen müssen. Irgendwie psychotherapeutisch, vielleicht tiefenpsychologisch oder verhaltenstherapeutisch. Nochmal Suchttherapie wird es aber nicht. So bin ich auch mit dem Suchttherapeuten der Diakonie verblieben. Lies doch mal meinen Thread: "Dieses Mal für immer". Da erfährst du mehr über mich und meinen Werdegang in die bis heute andauernde Abstinenz.


    Habe ich noch Verlangen? Ja und nein. Ich weiß inzwischen, dass Cannabis für mich keine Lösung ist, viel zu gefährlich. Ich werde auch nicht gelegentlich konsumieren können, dafür war mein Missbrauch zu extrem, die Abhängigkeit zu stark. Aber ich glorifiziere die alten Zeiten irgendwie. Ich rede mir ein, dass mit Cannabis alles besser war. Da hat mir mein Leben noch Spaß gemacht. Da war ich aktiv und hatte Antrieb. Tatsächlich war es aber nicht so. Mir ging es wohl auch im Konsum nicht wirklich gut. Nur konnte ich so immer meine Stimmung regulieren, auf dem gleichen Niveau halten. Sorgen und Ängste einfach wegkiffen. Diese Methode kann ich nun seit insgesamt dreizehn Monaten nicht mehr anwenden. Da brauche ich neue Strategien. Ich muss mich jetzt mit meinem Leben auseinandersetzen. Was will ich? Wer bin ich eigentlich? Aber noch immer ist Gras ganz präsent in meinem Leben. Ich verfolge in den Medien die Fortschritte bezüglich der Legalisierung, informiere mich darüber, wie es mit dem Autofahren unter Cannabiseinfluss wohl bei einer Legalisierung geregelt wird, habe mir sogar Cannabis auf Rezept verordnen lassen (es aber nicht konsumiert), fahre immer noch regelmäßig an die niederländische Grenze, damit mich der Zoll oder die Polizei kontrolliert und ich endlich nichts mehr zu befürchten habe, auch nicht bei einem Drogentest. Also man sieht: Wirklich abgeschlossen habe ich mit dem Thema nicht! Nicht zuletzt weil ich auch noch immer hier im Forum schreibe und lese.


    Schlafen kann ich inzwischen wieder ganz gut, das hat aber auch damals einige Wochen gedauert. Schweißausbrüche und Panikattacken sind auch schon lange vorüber. Du schreibst, dass du nur drei Stunden schläft. Das ist definitiv zu wenig. Treibst du denn Sport für die nötige Erschöpfung? Hast du ne gute Tagesstruktur?


    LG Bud

    Guten Morgen Maya,

    auch ich habe einen heftigen Cannabis-Entzug durchgemacht.

    Die Lichtempfindlichkeit hatte ich so aber nicht.

    Mein Konsum ging über 29 Jahre und jetzt bin ich seit 13 Monaten abstinent.

    Ich habe auch meinen Hausarzt eingeweiht, medizinische Unterstützung ist bei sowas echt wichtig.

    Die Schlafprobleme werden vermutlich noch ne ganze Weile andauern.

    Da hilft Sport, gesunde Ernährung und was pflanzliches zum Einschlafen, z. B. Melatonin. Ist ein natürliches Schlafhormon, was der Mensch in geringem Maß auch selber produziert.

    Gibt's als Spray bei Rossmann oder online.

    Außerdem empfehle ich dir therapeutische Begleitung.

    So langer Drogenkonsum kommt nicht von ungefähr.

    Hast du ein gutes soziales Netz?

    Familie (Partner und Kinder) und Freunde?

    Bist du berufstätig?

    LG

    Bud

    Ich möchte aber dir in deiner Sorge um deinen Sohn sagen, dass es möglich ist, dass er seine Abhängigkeit überwindet.

    In einem anderen Thema unter Cannabis kannst du lesen, dass ich 29 Jahre lang extremer Cannabis Konsument gewesen bin. Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich dem Gras den Rücken zugekehrt. Es kostet immer noch viel Kraft und Mühe, die Gedanken, den Konsum doch einfach fortzusetzen, bestimmen nach wie vor mein Leben.

    Vermutlich nimmt dein Sohn aber harte Drogen, da ist natürlich Entgiftung und Entwöhnung noch eine ganz andere Hausnummer. Aber mit der richtigen Unterstützung ist auch das zu schaffen. Natürlich Wille dazu ist Voraussetzung.

    Mit Geld hilfst du ihm sicher nicht. Co-Abhängigkeit ist das. Meine Frau hat mir sicher nie Geld für mein Gras gegeben, das konnte ich immer selber bezahlen. Auch musste ich mich nie Gefahr begeben, um es mir zu beschaffen, da ich nur ca. 30 Minuten von nächsten niederländischen Coffeeshop entfernt wohne.

    Co-Abhängigkeit gab es aber doch. So haben wir es nie unseren Kindern gesagt, dass Papa ein Kiffer ist. Wenn es mir psychisch ganz schlecht ging, die Depressionen mega stark waren, wurde weder mit den Kindern noch mit meinen Eltern oder Freunden darüber gesprochen, warum es so ist.

    So konnte ich den Konsum einfach wieder fortsetzen. Das Wichtigste um dauerhaft clean zu bleiben, ist meiner Meinung nach eine zufriedene Abstinenz. Das heißt, sein Leben ohne Drogen sinnvoll und glücklich zu gestalten. Das habe ich allerdings noch nicht erreicht.

    Stichwort: Hobbies!

    Das hast du dich hier ja auch schon gefragt, wie man sich ein Hobbie sucht. Ich wäre froh, wenn ich dir das verraten könnte. Es geht dabei wohl um Dinge, die einem Freude bereiten. Wo man in seiner Freizeit gerne Zeit, Geld und Energie für aufbringt. Ich bin da selbst noch auf der Suche.


    So,

    nun zum Thema Starke Nikotin Sucht:

    Seit ca. 31 Jahren rauche ich nun schon Zigaretten oder Tabak, auch immer in den Joints oder Wasserpfeifen, die ich in der Vergangenheit geraucht habe.

    Diese Sucht möchte ich am liebsten auch noch hinter mir lassen und schließe mich daher Herbstwinds Frage an. Wer kann mir helfen? Vermutlich ist auch hier ein eiserner Wille die Grundvoraussetzung. So ganz eisern ist er bei mir glaube ich noch nicht. Zumindest war ich während des Schreibens dieses Textes noch eine rauchen.

    Mich stört aber die Beeinträchtigung der Gesundheit, das viele Geld, die Zeitverschwendung, der Gestank, die verkürzte Lebenserwartung, die mittlerweile stärker ausgeprägte Verachtung durch die Gesellschaft, meine nicht vorhandene Willensstärke, und, und, und!


    Für, bzw. gegen meine Depressionen bekomme ich nun Bupropion von meinem Psychiater verschrieben. Unter dem Namen Zyban wir es auch unterstützend zur Raucherentwöhnung verschrieben. Vielleicht wird es helfen?! Ich habe heute die zweite Tablette eingenommen.

    Ich werde hier berichten, sofern das Thema noch jemanden interessiert:

    LG Bud

    Hallo zusammen,

    habe gestern das Medikament Bupropion bekommen und heute die erste Tablette genommen.

    Ich nehme dazu noch Venlafaxin und werde es langsam ausschleichen.

    Am Wochenende war ich mit meiner Frau auf einem Open Air Festival.

    Dort wurde überall Gras geraucht.

    Das war schon interessant für mich, irgendwie gab es da ne Sehnsucht nach vergangenen Zeiten und gleichzeitig auch Erleichterung, den Konsum hinter mir gelassen zu haben.

    Nach über einem Jahr Abstinenz bleibt es so präsent.

    Grüße an alle hier.

    Bud

    Hallo Soccerlady,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Meine Frau ist sehr gut über meine Situation informiert.

    Ich jammere ihr ja auch oft einen vor.

    Der Arschtritt könnte helfen, den muss ich mir aber selber verpassen.

    Berufliche Veränderung geht für mich nur mit ner konkreten Idee davon, was es denn sein soll.

    Dazu fehlt mir die Ahnung, welche Interessen ich habe.

    Ich bin aber auch ein echt fauler Mensch.

    Mache immer nur das nötigste, und dann auch nur mit Gemurre. Ich bilde mir ja nur ein, dass ich als Konsument aktiver und glücklicher war. Tatsächlich ist es aber fast genauso, man spürt es eben nur nicht. Ich meide jede Anstrengung, bin froh? wenn ein anderer irgendwelche Aufgaben übernimmt. Im privaten ist das übrigens sehr oft meine Frau.

    Mehr weiß ich jetzt gerade nicht zu sagen.

    LG

    Bud

    Jeden Tag freue ich mich auf den Abend wenn ich auf dem Sofa liegen kann und niemand mehr etwas von mir will.

    Dann stumpf in die Glotze schauen bis man erschöpft einschläft.

    An den Wochenenden unternehme ich ja fast immer was.

    Eine Radtour mit unsren E-Bikes, Essen gehen, usw..

    Kommendes WE fahren wir mit Freunden auf ein kleines Festival.

    Mit unserem neuen Camper.

    So was machten wir vor fünfundzwanzig Jahren schon. Dann kamen die Kinder.

    Die sind jetzt groß und wir haben für so was wieder Zeit und Geld und Lust.

    Aber bekifft wäre es noch schöner. Das will mir mein Suchthirn weismachen.

    Und ich spiele Lotto damit ich im Leben nichts mehr machen muss. Ich gewinne ab und an auch kleinere Beträge.

    Der Jackpot muss aber her.

    Ob ich dabei eine Suchtverlagerung riskiere? Ich glaube nicht.

    Ich suche nicht den Kick, wie sonst beim Glücksspiel üblich. Ich will einfach nur reich sein, damit mich alle Aufgaben und Verpflichtungen des Lebens nichts mehr angehen. Auch Alkohol stellt für mich keine ernsthafte Gefahr dar.

    Ich mag den Rausch von Gras viel lieber.

    So. Ein etwas längeres Statement.

    Werde jetzt mal endlich wieder weiterarbeiten.

    Mit frustigen Grüßen

    Bud

    Hallo liebe Forennutzer,

    ich lebe jetzt seit mehr als einem Jahr abstinent.

    Sicher ist die Befremdlichkeit des Alltags nun nicht mehr so wie in den ersten Wochen oder Monaten nach der Beendigung des jahrzehntelangen Dauerkonsums.

    Aber wie ich hier in den letzten Monaten immer wieder geschrieben habe, stellt sich einfach keine Zufriedenheit mit der Abstinenz ein.

    Inzwischen denke ich, dass mir mein Leben, dass ich lebe, einfach nicht gefällt.

    Ich kann mir nur nicht erklären warum.

    Was muss ich ändern? Muss ich überhaupt was ändern? Bin ich einfach nur notorisch unzufrieden oder ein zwanghafter Nörgler?

    Vielleicht auch einfach nur verwöhnt und faul.

    Ich mag mich für nichts anstrengen.

    Alles ist mir zuviel.

    "Mein Leben in die Hand nehmen!" Das sage ich mir immer.

    Meine Frau ist so stark. Ein Macher. Mit Leidenschaften und Hobbies. Ich habe nichts dergleichen.

    Die Tage ziehen ins Land und an meiner Situation ändert sich nichts.

    Das wird auch von alleine nicht passieren.

    Ich bin so ein farbloser und gleichgültiger Mensch, der sich selbst gar nicht wirklich kennt.

    Ich fühle mich auch kein Stück erwachsen.

    Seit 1992 war/ist mir einfach alles egal.

    Ich habe zwar immer ein Leben gelebt, aber war es meins?

    Sobald man konsumiert hat, erschien alles immer gut.

    Ich denke manchmal noch, in letzter Zeit wieder häufiger, den Konsum fortzusetzen.

    Gar nicht so sehr der Suchtdruck ist nach meiner Meinung der Grund sondern keine Alternativen zur Lebensführung.

    Ohne Lebensqualität und Lebensfreude ist Abstinenz doch sinnlos!

    Ständig denke ich nach.

    Darüber, dass ich gerne glücklich wäre, lachen und feiern könnte.

    Dann auch darüber, dass mir mein Job eigentlich gar nicht gefällt.

    Er ist aber echt gut bezahlt.

    Ich verdiene ca. 3200 Euro im Monat Nettoeinkommen.

    Mein Studium bestand aber auch vornehmlich aus Konsum.

    Habe irgendwie mein Diplom bekommen, aber gefällt mir Soziale Arbeit?

    Muss denn arbeiten überhaupt Spaß machen?

    Klage ich auf hohem Niveau?

    Keine Ahnung.

    Frust, Frust und nochmal Frust!☹️☹️☹️

    Hallo Floran,

    Tag 46 ist doch schon was. Aber es wird Zeit und Geduld brauchen.

    Alternativen zum Kiffen ist auch sehr wichtig.

    Ich für meinen Teil habe 29 Jahre lang) so gut) wie täglich gekifft.

    Jetzt bin ich fast ein Jahr abstinent.

    Wenn man allerdings so wie ich mit Cannabis Depressionen selbst behandelt ist das ein Problem.

    Das versuche ich seit fast zwölf Monaten zu lösen.

    Lies dich mal durch mein Thema.

    "Dieses Mal für immer"

    Viel Kraft wünsche ich dir.

    Der leider verstorbene Ganesha hat hier vielen die Sturheit empfohlen.

    Stur bleiben, dem Suchtteufel keine Chance geben.

    Das sind wahre Worte.

    LG

    BUD

    Hallo Soccerlady,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Womöglich ist ein anderes Medikament sinnvoll.

    Mein Psychiater ist aktuell noch im Urlaub.

    Nehme jetzt erstmal das Venlafaxin wieder.

    Heute ist auch schon ein etwas besserer Tag.

    Bupropion wäre ne Alternative.

    Begünstigt die Dopamin Ausschüttung und hat auch nicht die sonst typische Beeinträchtigungen der Libido als Nebenwirkung.

    Außerdem wird es von Ärzten oft zur Unterstützung bei der Raucherentwöhnung verschrieben.


    Vielleicht muss ich auch beruflich ne Veränderung anstreben.

    Zurzeit habe ich eine SEHR große Verantwortung.

    Möglicherweise bin ich woanders besser aufgehoben.

    Werde aber meinen Arbeitgeber Öffentlicher Dienst nicht aufgeben.

    Nach über zehn Jahren habe ich dort bis zur Rente nen echt sicheren Job.

    Meine Einsatzmöglichkeiten sind aber begrenzt.

    Vielleicht ist Fallmanager das richtige für mich.

    :/