Beiträge von dunge

    Hallo wimke.
    Ich habe beide Mittel jahrelang genommen, und kann Dir nur raten, möglichst schnell auf andere Mittel, die nicht [lexicon='Opiate'][/lexicon] als Grundlage haben, zu wechseln.
    [lexicon='Morphin'][/lexicon], und um das habdelt es sich bei Oxy, hat leider mehr Nachteile als Vorteile, zumindest dann, wenn es in der chronischen Schmerzbehandlung eingesetzt wird. In der Paliativmedizin hat es absolut seine Berechtigung. Aber die Probleme, die bei noch aktiven Menschen auftreten sind nicht ohne.
    Halte bitte möglichst schnell Rücksprache mit Deinem Arzt, ob es nicht morphinfreie Alternativen gibt.
    Mittlerweile habe ich unzählige Medikamentenentzüge, darunter auch einige Morphinentzüge hinter mir und hatte keine Lust mehr, diesem Wahnsinn weiter zu fröhnen.
    Ich bin jetzt seit 5 Jahren morphinfrei, und brauche nur noch selten stärkere [lexicon='Schmerzmittel'][/lexicon].

    Hallo bitsin
    Jetzt möchte ich mich doch auch mal zu Wort melden.
    Ich selber bin seit meinem elften Lebensjahr Schmerzpatient und schon mit einigen Schmerzmitteln und anderen Medikamenten in Berührung gekommen. Allerdings habe ich immer darauf geachtet, mich an die Einnahmevorschriften zu halten.
    Jetzt sind es fünf Jahre, in denen ich komplett ohne [lexicon='Opiate'][/lexicon] (ich nahm hochdosiert [lexicon='Morphin'][/lexicon], über 10 Jahre hinweg) auskomme.
    Das Ganze schaffe ich aber nur, weil ich alle Probleme, die es um mich herum gab, angegriffen habe.
    Man kann nicht das Mittel, das die Probleme unterdrücken soll, weglassen und dann meinen, daß auch die Probleme weg sind.
    Ich habe alle meine Entzüge, und das waren einige, immer unter ärztlicher Kontrolle, meist auch stationär in Kliniken, durchgeführt.
    Dort kann man auf Entzugserscheinungen direkt eingehen, und, in besseren Kliniken, ist auch psychologische Hilfe zur Hand.
    Gegen Entzugserscheinungen hilft am Besten, sich abzulenken. Hast Du ein Hobby?
    Oder eben wirklich raus an die frische Luft und spazieren gehen, oder leichtes Walking.
    Oder triff Dich mit Freunden zum Kaffeeklatsch, oder so.
    Auf alle Fälle kann ich Franz nur Recht geben, gib Dich in die Hände eines Arztes/Klinik, die mit Opiat-Entzügen umgehen können.
    Alles Gute
    dunge

    Zitat

    Kann es trotzdem etwas damit zu tun haben?


    Klar kann es das. Es können auch Ereignisse Ausschlaggebend sein, die Jahre zurück liegen.
    Da ist jeder Mensch einfach anders.


    Zitat

    Wenn sie mit ihrem Hausarzt darüber sprechen würde. Was würde er dann machen ?


    Das kann ich dir jetzt auch nicht sagen, denn das kommt einfach auf den Arzt darauf an und wie ernst er das nimmt.
    Aber ich denke, es ist einfach wichtig, jemanden mit einzuweihen. Denn ganz so ohne ist ihr verhalten eben nicht.
    Viele von uns, auch ich, haben auch mal mit Kratzen, Nägelabreissen und Haare ziehen angefangen und sind dann zu massiveren Handlungen gewechselt.
    Wenn man aber rechtzeitig dagegen steuert, kann man da noch viel machen. Und es ist leichter, als wenn es zu massiver [lexicon='Selbstverletzung'][/lexicon] kommt.
    Deshalb nochmals den Rat, unbedingt einen Arzt dazu zu sprechen!
    :wink: dunge

    Hallo Apriy
    Erst einmal möchte ich sagen, daß ich es absolut klasse finde, daß Du Dir Sorgen um Deine Freundin machst und ihr auch helfen möchtest.
    Fingernägel kauen und auch an den Haaren rupfen haben viele Menschen, das ist oft nur ein Zeichen von innerer Unruhe und Nervosität.
    Allerdings kann sich das Ganze auch verselbstständigen und man macht das, wenn man in die Enge getrieben wird oder unsicher wird.
    Und das ist schon ziemlich ernst.
    Wenn sie es alleine nicht in den Griff bekommt, kann sie vielleicht mit ihrem Hausarzt darüber reden?
    Oder mit einem Lehrer oder einer anderen Vertrauensperson?
    Man kann lernen, ohne solche Ersatzhandlungen auszukommen.
    Es ist zwar nicht einfach, aber ganz sicher machbar!
    :wink: dunge

    Hallo Leppur
    So ein Klinikaufenthalt kann schon etwas bringen.
    Zu denen, die Erfolg hatten, gehöre auch ich.
    Nur ist, wenn man die Klinik verlässt, ja nicht alles schlagartig gut, sondern die Arbeit an den Problem(en) geht ja weiter.
    Bist Du denn momentan in psychiatrischer und/oder psychologischer Behandlung?
    Nimmst Du aktuell Medikamente?
    Das wäre ja im Zusammenhang mit dem [lexicon='Alkohol'][/lexicon] weniger gut.
    Schizophrenie ist ja schon ein Brocken, mit dem man auch erst mal zurecht kommen will.
    Solltest du derzeit keine aktuellen Behandlungen haben, möchte ich dir hiermit dazu raten, Dir dringend Hilfe zu suchen.
    :wink: dunge

    Hallo PixelDiebin
    Erst einmal, ich denke, daß das Thema hier sehr gut aufgehoben ist.
    In meinem recht ereigbisreichen Leben wurden schon mehrfach Gutachten und "Sichtungen" durchgeführt.
    Das sind meist vorbereitete Tests, welche die psychische Belastbarkeit anzeigen.
    Wenn es solch ein Termin ist, wirst Du eigentlich nur die Fragen beantworten müssen.
    Ich drücke Dir jedenfalls für diesen Termin alle verfügbaren Daumen
    :wink: dunge

    Hm, ob das schon eine [lexicon='Essstörung'][/lexicon] ist, kann ich nicht sagen.
    Aber mir scheint offensichtlich, dass Du darauf hinsteuerst.
    Schon allein, dass Du Dich selber nicht so akzeptieren kannst, wie Du bist, ist schon ein Alarmzeichen.
    Bitte behalte das gut im Auge, weihe Deinen Hausarzt mit ein. Der wird dann die nötigen Schritte mit Dir besprechen.
    Ich muss sagen, ich bin schon sehr angetan davon, daß Du das (noch) so gut im Blick hast. Das finde ich sehr gut.

    Das ist natrlich eine sehr schwierige Situation.
    Wenn ich ehrlich bin, weiss ich auch nicht, wie ich in solch einer Situation reagieren wrde.
    Klar, in erster Linie musst Du nach Dir und Deinem Befinden schauen.
    Aber man ist ja auch kein Automat und Gefhle kann man nicht so einfach abschalten.
    Aber trotzdem denke ich, DU bist der Mensch, der Dir wichtig sein sollte. Lass Dich nicht runter ziehen oder in etwas mit hinein ziehen.

    Die deutsche Bezeichnung dafür ist "fortbestehende [lexicon='Wahrnehmungsstörung'][/lexicon] nach Halluzinogengebrauch".
    Und so, wie ich das verstehe, gibt es schon Möglichkeiten, dagegen etwas zu unternehmen.
    Aber das sollten erfahrene [lexicon='Psychiater'][/lexicon] im Drogenbereich tun.
    Und bevor Du die Symthome bekämpfst, sollte wirklich erst einmal die Ursache, als der Drogenkonsum, behandelt werden.
    Da kann ich Soccerlady und Doggy nur Recht geben.
    Wenn Du schon solche massiven Erscheinungen hast, wird es echt höchste Zeit, daran etwas zu ändern!

    Hallo Franz Josef Neffe
    Irgendwie stoßen mir Deine Beiträge immer mehr recht sauer auf.
    Liest Du denn überhaupt, was die Leute hier so schreiben?
    Du kommst immer nur mit allgemeinen Plattitüden und Deine Verweise auf Herrn Coue.
    Nicht einmal nimmst Du im Ansatz Stellung zu den speziefischen Problemen.
    Das versteht man nicht unter Selbsthilfe.
    Das kommt mir manchmal so vor, als wenn mir bei irgend etwas Himbeer-Bonbons geholfen haben und ich jetzt jede Krankheit mit diesen Bonbons heilen will.

    Hallo Franz Josef Neffe
    Natürlich muss man bei Verhaltens- und Essstörungen das Verhalten und die Denkweisen verändern, um erfolgreich etwas ändern zu können.
    Aber das war nicht die Frage, die hier gestellt wurde, sondern, wie man Freunden helfen kann, die an bestimmten Störungen leiden.
    Es wäre schön, wenn Du in Deinen Antworten aud den betreffenden Eintrag eingehen würdest.
    So hat man eher den Eindruck, als ob Du etwas "verkaufen" möchtest.
    dunge

    Zitat

    ein Argument wie z.B. das verbietet er mir bestimmt, zählt nicht....nur der Arzt kann dich nämlich genau über Wirkung und Wechselwirkungen aufklären....also mach das nicht auf eigene Faust,..... bitte:-)


    Da kann ich doggy nur Recht geben. Wechselwirkungen von Medikamenten sind echt eine problematische Sache und gehören von einem Arzt überwacht.


    Du hast gefragt, wie ich heute lebe.
    Nun, dazu muss ich etwas ausholen. Vor vier Jahren hat mein Arzt mich in die Psychiatrie geschickt. Das war das Beste, was mir passieren konnte. Dort wurde ich wieder etwas "geknackt", habe wieder etwas ausserhalb meines Gesichtskreises wahrgenommen. Dort wurde dann auch der Morphinentzug in die Wege geleitet.
    Den habe ich allerdings in einer Schmerzklinik durchgeführt. Nach dem Entzug bin ich in eine betreute WG gezogen. Und dort habe ich wieder gelernt, mich mit anderen Menschen auseinander zu setzen. Seit einem Jahr wohne ich jetzt mit einer Mitbewohnerin im sogenannten Einzelwohnen. Das ist nicht mehr so eng betreut, bekomme aber noch Unterstützung bei verschiedenen Dingen.
    Und ich habe sogar wieder ein soziales Leben! Es ist noch nicht übermässig viel, aber ich habe wieder feste Kontakte, einen geregelten Tagesablauf und eine Struktur.
    Nocvh liegt einiges an Arbeit vor mir, aber wenn ich mir anschau, was ich in den letzten 4 Jahren geschafft habe, dann bekomme ich das auch noch hin.

    Wenn Ihr etwas mit Menschen machen wollt, wäre es vielleicht auch möglich, sich ehrenamtlich zu betätigen.
    Zum Beispiel bei der Tafel, Lebensmittel ausgeben.
    Und zum Thema kein Talent haben: Ich habe auch kein Talent, kann wirklich nicht besonders malen, tue es aber trotzdem, einfach, weil es mir Spaß macht und mich von meinen Problemen und Schmerzen ablenken kann. Im kommenden Frühjahr findet sogar meine sechste Ausstellung statt. Es kommt nicht darauf an, daß man etwas besonders gut kann, es kommt darauf an, etwas zu tun, was einem Spaß macht.
    Übrigens, ich bin auch chronisch depessiv.

    Halllo amagedon
    Erst einmal ein herzliches Willkommen im Forum.
    Ich hoffe, Du findest hier, was Du Dir erhoffst.
    Ob es jemanden hier gibt, dem es genauso geht wie Dir, weiss ich nicht. Aber ich weiss, dass es Leute gibt, die sich auch über Jahre isoliert haben. Zum Beispiel gehöre ich dazu. Ich habe es tatsächlich geschafft, in einem Jahr nur 10 Mal die wohnung zu verlassen. Zu der Zeit war ich recht hoch auf [lexicon='Morphin'][/lexicon] eingestellt, wegen körperlichen Behinderungen. Mir war es auch egal, wie ich aussah, wie meine Wohnung aussah. Ich lag nicht auf der Couch, sondern saß nur noch vor dem PC. Zum Teil habe ich sogar davor geschlafen.
    Geschafft, aus diesem Teufelskreis auszubrechen, habe ich nur mit Hilfe meines damaligen Arztes und der Behindertenbeauftragten des Landkreises. Die haben mir nämlich eine Behandlung in der Psychiatrie nahegelegt. Und ich habe mich darauf einlassen können.
    Hätte ich das nicht geschafft, ich weiß nicht, ob ich heute noch leben würde.
    Das ist sicherlich kein Allheilmittel und wird auch nicht jedem helfen, doch für mich war es der beste Weg, den ich gehen konnte.


    Dein Wunsch nach Freunden ist sehr gut zu verstehen. Nur wirst Du keine finden, wenn Du Dich zu Hause versteckst.
    Ich habe auch immer darauf gewartet, daß jemand an meiner Tür klingelt und mich an die Hand niommt. Doch das ist natürlich nie passiert. Allerdings habe ich hier, im Forum, sehr liebe Menschen kennen lernen dürfen, die mir jetzt auch sehr viel bedeuten.
    :wink: dunge

    Hallo sakura
    Nun, ich denke, erst einmal wäre es sehr wichtig, abklären zu lassen, ob Dein Übergeben vielleicht eine organische Ursache hat.
    Hast Du das schon mal untersuchen lasen? Wenn nicht, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dafür.
    Hast Du Dir mal überlegt, ob ein stationärer Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik nicht von Vorteil sein könnte?
    Es ist einfach so, wenn so viele Themen und Probleme vorliegen, kann ein Therapeut nicht alles abarbeiten. Aber in einer intensiv betreuten Klinik kann man nach Allem schauen und die richtigen Schritte in die Wege leiten.
    Für mich, zum Beispiel, war die Klinik der einzig mögliche Weg. Nur dadurch kann ich wieder einigermassen ein normales Leben führen.
    Fühle doch mal nach, ob das nicht auch für Dich ein geeigneter Schritt wäre...
    :wink: dunge