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Beiträge von Rabert

    Ich hatte in der ganzen Zeit Retardtabletten, die in der Tat (wenn auch schlecht) teilbar waren. In seltenen Ausnahmesituationen habe ich das auch mal gemacht (als ich z.B. noch einen Rest 16mg-Tabletten gefunden hatte, nachdem ich schon auf 8mg umgestellt hatte). Jetzt habe ich allerdings Kapseln mit Kügelchen darin, ich müsste also die Kapsel öffnen, die Kügelchen zählen und portionieren. Die 2mg Dosierung gibt es derzeit auch nur in Kapseln. Diese Kapseln sind aber m.W. nicht dafür vorgesehen geteilt zu werden. Aber wie gesagt, ich werde das nochmal mit meinem Arzt und meinem Apotheker besprechen. Nach den jetzigen Erfahrungen will ich mir nicht unnötig das Leben schwer machen, wenn mir statt 2mg auch 1mg-Schritte möglich sind. Diese Wasserlösemethode halte ich für notdürftig zusammengeschustert - das kommt nur in Frage, wenn es sozusagen lebensnotwendig werden sollte und es keine Alternative dazu gibt.


    Was ich verstanden habe ist, dass das Absetzen wohl tatsächlich immer schwerer wird, je näher man der Null-Grenze kommt.

    Als meine Frau und ich uns in einem Urlaub kennengelernt haben, war sie gerade 20 geworden und ich war 28. Ich war ihr erster Lebensgefährte. Anders als du zu ihm planst bin ich damals zu ihr gezogen. Hier enden die Gemeinsamkeiten aber auch schon.


    Ich war geschieden, hatte meine eigene Wohnung und eine Tochter zu versorgen und gerade begonnen nach meiner mehrjährigen Bundeswehrzeit zu studieren. Meine jetzige Frau hatte gerade ihren Gesellenbrief erhalten und wurde von ihrem Betrieb übernommen, in dem sie auch heute, mehr als 30 Jahre später, noch ein wenig arbeitet (Minijob als Erwerbsminderungsrentnerin nach zwei Krebserkrankungen).


    Du bist frisch verliebt. Dein Hormonhaushalt ist in völligem Chaos. Klares Denken ist in diesem Zustand schwierig. Dein Freund ist 29, arbeitslos und lebt bei seiner Mutter. Er verbringt die Nächte mit Zocken und die Tage mit Rauchen. Klingt das nach Zukunft? Was für Pläne hat er, um sich und eine Familie selbst versorgen zu können? Welche Talente, welche Potentiale stecken in ihm, die eine gemeinsame Zukunft erstrebenswert erscheinen lassen? Zocken als gemeinsame Interessenbasis erscheint mir recht dünn.


    Für mich liegt das Problem nicht beim Cannabis. Ich habe genug Menschen kennengelernt die ihr Leben lang geraucht haben und was sie nicht daran gehindert hatte beruflich erfolgreich zu sein und ein glückliches Familienleben zu führen. Das Problem liegt in deiner Verliebtheit und seiner Indifferenz. Beurteile einen Menschen nicht nach seinen/ihren Worten, sondern nach den Taten. Ich würde mich wirklich sehr für dich freuen, wenn ihr beide eine lange, stabile und glückliche Beziehung aufbauen könnt. Aber dazu gehören zwei, und dein Freund erscheint mir hier nicht wirklich bemüht. Ich glaube, er sollte erst einmal erwachsen werden und beginnen sein Leben in die eigene Hand zu nehmen.


    Ich gebe nur den Eindruck wieder, der sich mir spontan aufdrängt, wenn ich deinen ausführlichen Bericht lese. Ich kenne den Mann nicht, vielleicht irre mich ja auch total.

    Mit Pellet-Galenik habe ich micht bislang nicht auseinandergesetzt. Mir ist das Rekonfektionieren von Medikamenten eher etwas unheimlich. Da werde ich aber mal mit meinem Arzt und meinem Apotheker drüber sprechen. Danke für den Hinweis!

    Soviel ich weiß gibt es nur einen Wahl-O-Mat, die Bezeichnung ist m.W. geschützt.


    Das Programm ist so eingestellt, dass man nur 8 Parteien auswählen kann. Ich fange bei den angebotenen Parteien oben an und klicke die ersten 8 an. Dann schaue ich mir die Ergebnisse an und kopiere die in eine Excel-Liste. Auf der Webseite gehe ich dann mit der auf der Seite angebotenen "Zurück"-Funktion wieder eine Seite zurück zur Parteienauswahl, wähle die ausgewählten Parteien wieder ab und klicke die nächsten 8 an. Wieder zur Auswertung, in Excel-Liste kopieren und wieder zurück. Und so weiter ...

    Ich finde es ist nicht "nur" ein kleiner Schritt, die mg mögen harmlos aussehen, aber die prozentuale Reduktion ist schon enorm.

    Manche Retard sind aufgrund von Pellet-Galenik teilbar, kannst du nicht jeweils nur 1 mg runter gehen?

    Für mich war es ein kleiner Schritt, weil ich ja schon zweimal vorher gleich um 8mg reduziert hatte, das zweite Mal waren es dann auch 50%, und da hatte ich fast gar nichts bemerkt. Ich hätte statt um 4mg auch nur um 2mg reduzieren können, die Retardtabletten oder -kapseln gibt es auch in 2mg (aber nicht in 1mg). Aber wie gesagt, nach meinen vorherigen Erfahrungen mit 8mg Reduzierungen (bzw. einer 50%-Reduzierung) habe ich einfach nicht damit gerechnet, dass mich diese deutlich geringere Reduzierung als bevor so stark treffen könnte. Glücklicherweise habe ich nicht das Hydromorphon gleich vollständig abgesetzt...


    Ich glaube aber, dass ich die Krise jetzt weitgehend überwunden habe. Als ich heute morgen wach wurde, waren die ganzen körperlichen Beschwerden deutlich verbessert, ich fühle mich jetzt nur noch ziemlich schlapp, abgeschlagen und müde. Ich habe in den letzten Tagen kaum was gegessen (und leider auch viel zu wenig getrunken) und mehr als 2kg an Gewicht verloren. Jetzt muss ich in den nächsten Tagen meinen Flüssigkeitshaushalt wieder in Ordnung bringen, damit mich mein Onkologe nicht wieder ermahnt weil ich zu wenig trinke, wenn ich am Montag wieder zur Infusion dorthin muss.


    Jetzt wird es nur noch spannend zu beobachten, wie sich meine Rückenschmerzen verhalten. Wie ich schrieb, spüre ich eine leichte Verschlechterung. Wenn das so bleibt wie es jetzt ist, werde ich wohl zunächst bei den nun 2x täglich 4mg bleiben, bis ich in ein paar Monaten die nächste Reduktion, dann aber nur um 2mg, ausprobiere.


    Wer heilt hat Recht: Am Abend Eurovision geschaut, am nächsten Morgen gesundet. Hat sich also in der Tat gelohnt sich das anzuschauen! :thumbsup:

    Seit meiner Krebserkrankung ist mein Immunsystem extrem geschwächt. Vorher hatte ich ausgezeichnete Widerstandskräfte. Ich war selten erkältet, und Grippe hatte ich nie, Impfungen gegen Grippe waren kein Thema für mich.


    Nun muss ich alle zwei Wochen zum Onkologen für eine 1.000-Euro-Infusion mit Immunglobulin, damit mein Immunsystem zumindest halbwegs funktioniert. Natürlich lasse ich mich jetzt auch immer gegen Grippe impfen, wobei ich dann auch den 4-fach-Schutz bekomme. Glücklicherweise vertrage ich diese Impfungen fast ganz ohne irgendwelche Nebenwirkungen, und habe mir nach wie vor keine echte Influenza eingefangen. Ich passe aber auch auf, vermeide Situationen in denen ich mich leicht anstecken kann so gut wie möglich und wasche mir oft die Hände.

    Liebe Susanne, wäre es nicht ein bisschen ehrlicher, wenn du dazu schreibst, dass du selber Heilpraktikerin bist und insofern dein Beitrag nicht als interessenfreier und neutraler Rat betrachtet werden sollte? Ganz unabhängig davon, ob das richtig oder falsch ist, was du schreibst?


    Ich habe nichts gegen Naturheilkunde. Sie kann sehr wirksam sein. Aber bitte immer nur in Ergänzung zur Schulmedizin, nie als Ersatz!

    Ich werde ganz sicher wählen gehen. Ich weiß schon seit Jahren wen ich wähle, war früher auch mal selbst politisch aktiv (werde es vielleicht in Zukunft auch wieder, ich habe ja jetzt viel Zeit). Den Wahlomat für die Europawahl habe ich mal angeworfen und bei mir kam dabei folgendes Ergebnis (ich habe meine Antworten auf alle 40 oder so Parteien angewendet). Das Ergebnis bestätigt im Grundsatz meine politische Einstellung, der Wahlomat funktioniert mittlerweile (zumindest bei mir):


    Parteien mit mehr als 80% Übereinstimmung:


    Die Linke 84
    Die Partei 84
    Die Violetten 83
    Ökologische Linke 83
    Ökologisch-Demokratische Partei 82
    Feministische Partei die Frauen 81



    Parteien mit weniger als 50% Übereinstimmung:


    Bündnis C - Christen für Deutschland 48
    CDU/CSU 46
    NPD 41
    TIERSCHUTZ hier! 40
    FDP 37
    AfD 32

    Die Probleme lösen sich leider (noch) nicht in Luft auf. Ich sitze nun mit einer Wärmeflasche auf dem Bauch und einem Becher Kamilletee neben mir auf einem Sessel und fühle mich nicht gut. Die Magenkrämpfe sind zwar weg, aber wurden ersetzt durch eine ständige leichte Übelkeit und eine Appetitlosigkeit, die ich eigentlich nur aus meiner Chemozeit kenne. Mit Verstopfung hatte ich eigentlich nur vor drei Jahren, als die Dosis noch deutlich höher war, ein Problem, jetzt habe ich das Gegenteil davon, zwar keinen Durchfall, aber es kommt seit zwei Tagen nur noch flüssig raus. Die Gelenkschmerzen sind auch noch nicht weg.


    Ich bin derzeit bei Verwandten zu Besuch, die im Gegensatz zu mir einen Fernseher haben. Heute Abend steht European Song Contest auf dem Programm. Vielleicht heitert mich das ja ein wenig auf. =)

    Ich habe aus Spaß an der Freud' mal nach diesen Kirschen gegoogelt. Bei Seite 7 habe ich dann aufgehört. Mehr als 90% aller Links wollen Produkte aus dieser Kirsche oder Bücher über diese Kirsche verkaufen. Der Rest sind Beiträge in Gesundheitsforen mit sehr ähnlichem Inhalt wie der hier ganz oben, dass jemand ein gesundheitliches Problem habe, von der Kirsche erfuhr und wissen wollte, ob da schonmal jemand Erfahrungen mit gemacht hätte - fast immer von Leuten mit nur 1 oder 2 Beiträgen im Forum und mehrfach wiederholter deutlicher Erwähnung der vollen Bezeichnung des Produkts. Mag sich jeder darüber seine eigene Meinung bilden.

    Ich habe mich hier nicht wegen dieser Geschichte von vor 40 Jahren angemeldet, sondern wegen Problemen beim Hydromorphonentzug. Glücklicherweise beschäftigt mich diese alte Geschichte auch nicht sehr, ich denke nur alle paar Jahre mal wieder daran zurück und dachte hier, dass meine Geschichte vielleicht helfen könnte. Deshalb habe ich sie erwähnt.


    Ich wünsche dir von Herzen, dass deine Hoffnung berechtigt ist. 60 Jahre Lebenserfahrung machen mich selbst diesbezüglich jedoch skeptisch.

    RunningFree ... hmm ... iIch glaube nicht, dass dein Nickname hier im Forum ein Zufall oder ein freud'scher Versprecher ist. Da äußert sich wohl ein Wunsch, eine Sehnsucht, oder? Frei zu werden von dem ganzen Streß dieser toxischen Beziehung. Weglaufen davon?


    Ein Mensch, der seit Jahrzehnten suchtkrank ist, wird nur in den seltensten Ausnahmefällen für die übrigbleibenden Jahre seines Lebens tatsächlich suchtfrei bleiben. Das wirst du sicherlich wissen. Wenn du ihm eine Freundin bleiben willst, oder gar eine Partnerin, kann das nur dann funktionieren, wenn du ihn so akzeptierst wie er ist. Wenn du das Leben mit einem Suchtkranken nicht länger akzeptieren kannst oder willst und dennoch bei ihm bleibst, wirst du weiterhin das Opfer in dieser Beziehung bleiben. In deiner Traumwelt wird er clean. In der Realität ist das sehr unwahrscheinlich. Das weißt du auch selbst. Deshalb nennst du dich hier RunningFree.

    Ich würde auch sagen, gib ihm eine Chance. Er weiß genauso wie du, welche Risiken es gibt. Und er hat sicherlich mindestens vergleichbare Ängste wie du. Ich denke, offene und ehrliche Kommunikation könnte der Schlüssel zum Erfolg sein, vor allem wenn die Basis Liebe ist. Teilt eure Sorgen und Ängste und vermeidet ganz bewusst Misstrauen, Hintergedanken und Spekulationen. Macht offene Kommunikation zu eurem Mantra - und besonders von dir wird vielleicht ein gerüttelt Maß an Fähigkeit zum Verzeihen verlangt werden. Macht eine Art Vertrag, in dem ihr derartiges nicht nur schriftlich fixiert und euch dazu bekennt und verpflichtet. Schafft zusätzlich eine Struktur, in dem ihr Gesprächszeiten zu diesem kritischen Thema zu fixen Terminen macht, damit diese offene Kommunikation zu einem regelmäßigen, praktizierten und selbstverständlichen Teil eures gemeinsamen Lebens wird.


    Gemeinsam habt ihr eine reelle Chance, möchte ich meinen. Aber ihr werdet beide daran arbeiten müssen.

    Ich weiß, dass mein Vorschlag hart klingt. Aber es ist meine Antwort auf die Frage im Titel dieses Threads, und zwar nicht theoretisch, sondern praktiziert. Nach über 40 Jahren meine ich sagen zu können, dass es die richtige Entscheidung war, zumindest für mich. Ob dies auch für meine ehemalige Lebensgefährtin gilt, kann ich nicht beantworten. Möglicherweise nicht.

    Ich habe ja erst vorige Woche von 2x 8mg auf 2x 4mg reduziert. Und ja, es sind Retardtabletten. Ich werde es bei 2x 4mg lassen, bis ich mich damit komfortabel fühle, also wahrscheinlich ein Vierteljahr oder so. Danach plane ich auf 2x 2mg zu reduzieren, und wenn das funktioniert möchte Ende des Jahres ganz vom Hydromorphon weg.


    Entscheidend ist, wie sich die Reduktion auf die Schmerzen in meinem Rücken auswirken. Das ist nicht ganz so einfach abzuschätzen, weil ich mit den bisherigen 2x 8mg ja kaum Schmerzen hatte und ich nicht wirklich beurteilen kann, ob das tatsächlich ein Effekt der Medikation ist oder ob ich mittlerweile schlicht kaum noch Rückenschmerzen habe, weil sich nach drei Jahren die Nerven da schon weitgehend beruhigt haben. Nach einer Woche Reduktion auf 2x 4mg merke ich jedenfalls an der Stelle keinen großen Unterschied.


    Ich hatte aber nicht damit gerechnet, dass ich bei einer Reduktion um "nur" 4mg so deutlich spürbare Entzugserscheinungen bekomme. Ich hatte ja vorher schon zweimal um jeweils 8mg reduziert und das weitgehend problemlos weggesteckt, jedenfalls kein Vergleich mit jetzt.


    Ich habe übrigens gestern auf Youtube ein Interview gesehen, in dem ein Junkie aus Kanada berichtete, dass er mit Hydromorphon eine Substitution macht. Das wusste ich noch nicht, dass dieses Medikament auch dafür verwendet wird.

    Wie heißt es so schön - lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.


    Es ist zwar schon über 40 Jahre her, aber ich werde es nie vergessen: Ich habe damals die Beziehung zu meiner ersten Lebensgefährtin beendet, weil sie Drogen so toll fand und sich entschied, dass diese für sie wichtiger sind als mein Wunsch eine Lebensgefährtin zu haben, die ich nicht mit Drogen teilen muss. Ausschlaggebend war, dass sie begann mich im Kontext der Drogen zu belügen. Eine Beziehung, in der Lügen eine akzeptable Umgangsform ist, war schon damals für mich nicht vorstellbar. Es war nicht einfach, aber ich bin sicher, dass es für mich richtig war. Ich habe danach den Kontakt zu ihr völlig abgebrochen, weil das nur so für mich zu ertragen war. Ich frage mich aber doch manchmal, was aus ihr geworden ist.

    Die physischen Entzugserscheinungen haben sich seit gestern deutlich verstärkt. Zu den Magenschmerzen ist nun noch Durchfall hinzugekommen, vor allem die Gelenkschmerzen werden mittlerweile fast unerträglich. Ich habe heute morgen 2 Paracetamol eingeworfen, aber das hat bislang nicht wirklich geholfen. Ich habe jetzt eine Woche hinter mir, das breche ich jetzt nicht mehr ab. Das Restless-Leg-Thema hat sich mittlerweile gelegt, dafür habe ich mehr polyneuropathische Beschwerden in den Füßen, aber nur leicht.


    Heute Nachmittag habe ich eine fünfstündige Zugfahrt vor mir, glücklicherweise zusammen mit meiner Frau. Alleine würde ich das jetzt nicht machen. Meine Rückenschmerzen haben sich nicht weiter verschlechtert, mal sehen wie sich diese Belastung auf meine Rückenschmerzen auswirkt. Ist ein guter Test, ob meine Theorie bezüglich der mittlerweile eigentlich unnötigen Schmerzmedikamente stimmen könnte.


    Psychische Probleme habe ich weiterhin keine. Weder Depressionen oder so etwas noch "craving". Andererseits scheint das Ganze meinen Körper schon ganz schön anzustrengen, weil sich seit gestern das Fatigue-Syndrom wieder zugeschaltet hat (macht es immer, wenn ich etwas anstrengenderes als einen Nachmittagsspaziergang mache) und ich bin ziemlich müde und erschöpft. Dann kann ich wenigstens heute Nachmittag im Zug gut schlafen.

    Wo stehst denn auf der Schmerzskala?

    Kommt auf die Tageszeit und die Belastungssituation an. Abends ist es meistens etwas schlechter als morgens, aber ich bin meistens bei 1 bis 2. Wenn ich viel gehen musste oder länger auf unbequemen Stühlen sitzen musste, kann das - trotz Hydromorphon - dann aber auch auf 3 - 4 gehen. Wenn ich meinen Rücken überlaste (etwas zu Schweres trage, z.B.) dann geht es auch auf 5 bis 6 hoch. Aber wie gesagt, mein Normalzustand sind gut erträgliche 1 bis 2, und das scheint sich jetzt nach der Reduktion der Dosis ein ganz klein wenig verschlechtert zu haben.


    Mit der Lokalisierung meiner Schmerzen hatte ich bislang keine Probleme.


    Ich meine auch mittlerweile tatsächlich zu bemerken, dass ich insgesamt bereits etwas wacher, aktiver und munterer werde. Als Folge der Chemos, Bestrahlungen und Stammzelltransplantation leide ich u.a. an einem ausgeprägten chronischen Fatigue-Syndrom und bin eigentlich immer müde. Das Hydromorphon hat das sicherlich verstärkt. Das wäre ein toller und eigentlich gar nicht erwarteteter Nebeneffekt, wenn sich die Reduzierung spürbar positiv auf meine ständige Müdigkeit auswirken würde.

    Dann mal gutes Gelingen, bin gespannt wie es weiter geht ...

    Ich auch. Die meisten Entzugserscheinungen merke ich kaum (meine Frau beschwert sich aber über meine zuckenden Beine während ich schlafe), die meisten Probleme machen die Magenschmerzen. Erst zwei Tage mit Krämpfen, jetzt einfach ein ständiger Schmerz, der vom morgendlichen Aufwachen bis zum nächtlichen Einschlafen kontinuierlich stärker wird. Ich habe heute meine Frau zu ihrem Termin bei unserem Hausarzt begleitet und er hat mir ein paar Medikamente empfohlen die da helfen könnten, aber ich habe ihm gesagt, dass ich das nicht brauche, ich werde das aussitzen. Fand er gut, weil diese Medikamente wohl alle auch nicht ohne sind. Psychische Probleme habe ich bis jetzt (nach 5 Tagen) keine.


    Auf die Rückenschmerzen hat sich die Reduzierung bislang nicht deutlich ausgewirkt. Ich merke bis jetzt nur eine ganz leichte Verschlechterung um weniger als einen halben Punkt auf der Schmerzskala von 0 bis 10. Das ist schon mal gut.


    Nachdem ich hier so einige Beiträge gelesen habe, bin ich ziemlich froh, dass der Tramadol-Kelch an mir vorbeigegangen ist. Ich hatte das Anfangs auch als zusätzliches Schmerzmittel bekommen, es aber nach etwa einer Woche abgesetzt, weil ich davon Hautausschläge bekommen hatte. Dann wurde noch eine Novalgin-Unverträglichkeit festgestellt. In der Folge habe ich fast ein Jahr lang zusätzlich zum Hydromorphon täglich 1000 bis 2000 mg Paracetamol verschrieben bekommen. Meine Leber scheint das nicht sonderlich beeindruckt zu haben. Glück gehabt.

    Ich möchte meine Entzugsgeschichte über Hydromorphon teilen, auch um etwas Optimismus und Hoffnung zu verbreiten. Es geht (bis jetzt)!


    Ich bin Anfang 2016 mit Multiplem Myelom diagnostiziert worden. Das ist ein (leider immer noch unheilbarer) Knochenmarkkrebs, der mit einer Stammzellentransplantation behandelt wird. Aber darum geht es jetzt nicht. Einfach beschrieben, verwandelt sich beim MM das Knochenmark in eine Art ätzende Säure, die die es umgebenden Knochen zerfrisst. Zusätzlich produziert dieses veränderte Knochenmark anstatt normaler Blutzellen ein Art Gift, das Nieren, Herz und Leber schädigt.


    Durch die Zerstörung der Knochensubstanz hatte ich insgesamt 6 pathologische (also anlasslose) Rippenbrüche und danach 4 zusammengebrochene Wirbel, 3 BWS und 1 LWS. Durch die mit den Wirbelbrüchen verbundenen Schmerzen konnte ich mich faktisch nicht mehr bewegen, und wurde also parallel zu den Krebs-Chemos palliativ behandelt. Bei einer Dosis von 2x 24mg retardiertem Hydromorphon (plus Palladon akut für Schmerzspitzen) war dann die Dosis erreicht, die die Schmerzen erträglich machte.


    Das Palladon habe ich dann in den folgenden Monaten vielleicht drei- oder viermal nehmen müssen, den Rest der Großpackung habe ich letztes Jahr wegen Ablauf des Haltbarkeitsdatums entsorgt. Im Spätsommer 2016, während der Anschlussheilbehandlung, habe ich dann nach Rücksprache mit meinen Ärzten, aber ohne deren Begleitung, die Hydromorphondosis von 2x 24mg auf 2x 16mg reduziert. Ich hatte dabei einige physische Probleme, vor allem Krämpfe und Schmerzen in den Füßen und Restless-Leg-Syndrom, aber das ließ sich relativ leicht ertragen. Im Frühjahr 2017, also etwa ein Jahr nach dem ich auf 24mg eingestellt war und ein gutes halbes Jahr nach der Reduktion auf 16mg, habe ich die Dosis dann nochmal von 2x 16mg auf 2x 8mg reduziert, wieder mit ärztlicher Genehmigung, aber ohne deren Begleitung. Die Probleme waren vergleichbar mit denen der vorherigen Reduktion, für mich gut ertragbar. Bei beiden Reduktionen hat es etwa 2 Wochen gebraucht, bis ich keine Entzugssymptome mehr hatte.


    Jetzt habe ich ungefähr 2 Jahre lang täglich 2x 8mg genommen und diese Dosis vorgestern auf 2x 4mg reduziert, vor allem auch um auszutesten, ob ich überhaupt noch soviel von dem Zeug brauche, um meine Schmerzen im Griff zu halten. Ich glaube nämlich, dass die Schmerzsituation im Rücken mittlerweile weitgehend ausgeheilt ist und ich möglicherweise gar keine Schmerzmittel mehr brauche. Ich habe den Eindruck, dass die Entzugssymptome etwas stärker sind als früher (Magen- und Gelenkschmerzen sind neu) aber bislang immer noch gut ertragbar.


    Sofern die Schmerzsituation es zulässt, ist es mein Plan, bis Ende des Jahres Hydromorphon ganz abzusetzen. Ich werde weiter berichten, wie es mir dabei so ergeht.