Beiträge von Rabert

    Einschränkung der Lebensqualität durch die Nebenwirkungen??? Ich weis nicht ob ich NW durch das Tramdol habe?? Zu Anfang Ja, jetzt noch?? ich hege da Zweifel.

    Gerade gestern haben meine Frau und ich mit meiner Mutter telefoniert und dieses Thema nochmal gehabt. Es ist tatsächlich so, dass ich wacher und aktiver bin, seit ich meine Hydromorphondosis halbiert habe. Ist nicht nur mein Eindruck, sondern bestätigen die beiden Menschen, die mich am besten kennen, auch. Vorher bin ich im Schnitt zweimal pro Tag für ein bis zwei Stunden eingeschlafen, jetzt maximal einmal am Tag und immer öfter überhaupt nicht mehr. Es sei denn, ich mache irgendwas körperlich Anstrengendes, dann greift mein Chronisches Fatigue Syndrom zu und legt mich, je nach Anstrengung, einen oder zwei Tage lang schlafen. Aber auch das hat sich verändert, das waren vorher auch mal drei Tage.

    Diese ständige Müdigkeit, das mehrfache Einschlafen am Tag, die Trägheit und Kraflosigkeit, das betrachte ich schon als Einschränkung der Lebensqualität. Opioide machen keine organischen Schäden, dass ist ihr Vorteil.

    Ob du selbst jetzt noch Nebenwirkungen hast (du nimmst ja noch etwas davon, oder?) realisierst du vielleicht erst dann, wenn du es gar nicht mehr nimmst und den Unterschied merkst.

    Was stimmt denn nicht mit mir?

    Wieso bin ich so unsicher und lass mich so schnell beeinflussen....

    Was ist das? Depression? Angst? Psychose?

    Hallo Maymay! Diese Fragen können wir dir hier nicht beantworten, weil wir dich nicht kennen und weil wir weder Ärzte noch Psychologen sind. Aber ich kann dir eines sagen: Du bist mit ziemlicher Sicherheit krank. Krankheiten kann man entweder ertragen oder man kann sie behandeln lassen. Wenn man unter einer Krankheit so sehr leidet wie du es tust, wäre es jedoch nicht klug zu versuchen, sie einfach zu ertragen. Also mein Rat an dich: Suche dir einen Psychologen oder Arzt (oder zwei), lege ihm oder ihr den Text deines Beitrages oben vor und sage, dass du dringend Hilfe brauchst. Alles Weitere wird sich dann ergeben.

    Ich hab von solchen PsychoMedis eigentlich immer Abstand genommen da ich gedacht habe, dass man danach wie ein benebelter und gefühlsloser geist durch die Welt marschiert,

    So was gibt es auch heute noch, die werden aber nicht für eine ambulante Behandlung verschrieben.

    Man bekommt PsychoMedis auch nicht nach Standardprotokoll verschrieben, da verträgt nicht Jeder Alles, und manchmal muss der Arzt auch erst mehrere Medikamente ausprobieren bis man weiß, welches Medikament und welche Dosierung bei einem das Richtige ist.

    Noch viel wichtiger als bei den meisten anderen Medikamenten - Dosierung, Regelmäßigkeit und Zeitpunkt der Einnahme haben da keine oder nur sehr geringe Toleranzen: Nie aussetzen, immer die richtige Menge und immer zum richtigen Zeitpunkt. Wenn man sich nicht daran hält, kann die Wirkung nicht nur völlig verloren gehen, sondern sich bei einigen Medikamenten auch praktisch ins Gegenteil verkehren. PsychoMedis verlangen mehr als die meisten anderen Medikamente den mitarbeitenden und sorgfältigen Patienten.

    Wenn man das weiß und sich an die Regeln hält sind die nicht nur hilfreich, sondern können einem ansonsten schwer psychisch kranken Menschen ein vollkommen normales Leben erlauben. Praktisch die ganze Familie meiner Frau lebt da schon seit Jahrzehnten recht erfolgreich mit.

    Bei wie von dir genannten Mehrfachabhängigkeiten ist eine Langzeittherapie nicht verkehrt.

    Ich würde das im Fall von Wolferich ergänzen: So wie er sich, seine Situation, seine Ängste und Probleme beschreibt, betrachte ich eine Langzeittherapie als notwendig. Anders wird es sehr schwierig werden, die aktuell bestehenden Probleme zeitnah in den Griff zu bekommen und eine nachhaltige und langfristige Wirksamkeit der Behandlung zu gewährleisten.

    Nun fragte mich meine Ärztin: "Warum will ich jetzt entgiften, wo es mir doch gut bis sehr gut geht.

    Jetzt würde ich meinem Körper, (auch der Psyche) der/die gerade wieder zur Normalität findet, wieder einem gehörigen Stress aussetzen.

    Ich nehme ja die niedrigste Dosis die es bei Retard gibt, die Blutwerte sind seit Jahren konstant gut, ich kann mit dieser Dosis auch "100" Jahre alt werden. Warum nicht jetzt erst einmal sich die Zeit nehmen, um wieder richtig fit zu werden und dann könnte man ja in 1-2 Jahren den letzten Schritt gehen!"


    So Unrecht hat sie nicht? Was meint Ihr dazu?

    Das hat mein Arzt sinngemäß mir auch gesagt, als ich zuletzt mein Hydromorphon reduziert hatte. Für ihn ist das Zeug offensichtlich völlig harmlos. Nachdem ich 2 Jahre 2x 8mg genommen habe, nehme ich jetzt seit etwa einem Monat 2x 4mg je Tag. Meine Schmerzen haben sich nicht signifikant verschlimmert, aber ich fühle mich in der Tat wacher und aktiver und schlafe auch tagsüber längst nicht mehr soviel wie vorher. Es mag sein, dass so ein Opioid vergleichsweise harmlos für den Körper bei langfristigem Gebrauch ist. Aber es hat doch Nebenwirkungen, die die Lebensqualität deutlich einschränken können. Das wird meine Antwort an ihn sein, wenn ich wieder weiter reduziere.

    Having said this - wenn du derzeit auch aus anderen Quellen Stress hast, würde ich mit der weiteren Reduzierung in der Tat noch etwas warten, bis sich die Lage normalisiert hat und die Reduzierung das einzige größere gesundheitliche Problem ist, dass noch vor dir liegt.

    Dein Gehirn ist mit 16 physisch noch nicht ausentwickelt. Möglicherweise haben sich beim ersten Versuch ein paar Synapsen verschoben oder neu ausgebildet, die erst beim zweiten Mal dann entsprechend reagiert haben. Ich vermute aber eher, dass du eine obskure Mischung erwischt hast.

    Ich persönlich halte Cannabis nicht für gefährlich, wenn man sich selbst im Griff hat (wer Suchtaffin ist, sollte immer Abstand dazu halten). Aber auch erst dann, wenn man die Adoleszenz hinter sich hat. Lass einfach noch ein paar Jahre die Finger davon, in deinem Alter tust deinem Körper und deiner Psyche damit keinen Gefallen.

    Ich bin auch Kassenpatient. Einbettzimmer kenne ich nur, wenn dies notwendiger Teil der Therapie war. Das die Art Therapie, die du brauchst, in Mehrbettzimmern stattfinden soll, überrascht mich aber auch ein wenig.

    Tipp: Vielleicht kann dir ein Arzt oder Psychologe bescheinigen, dass du aus medizinischen Gründen ein Einzelzimmer benötigst?

    Ansonsten, wie Franz schon schrieb, musst du da jetzt Prioritäten setzen. Was ist dir wichtiger, deine langfristige Gesundheit und das es dir bald besser geht, oder der "Komfort" des Einzelzimmers? Auch in Krankenhäusern gibt es Rückzugsräume. Ich habe Patienten kennengelernt, die waren praktisch nur zum Schlafen im Zimmer oder wenn Behandlungen anstanden. Ich selbst habe mich auch schon mal in ein anderes Zimmer verlegen lassen, weil Zimmerkollegen zu laut schnarchten oder Probleme mit der Hygiene hatten. Ich war auch selbst schon mal Stein des Anstoßes, weil ich nach meinen Wirbelbrüchen eine zeitlang nur im Bett kacken konnte, und mein Nachbar das zu eklig fand. Er durfte dann auch umziehen.

    Du bist nicht zu anspruchsvoll. Du bist ein Opfer unser kapitalistischen Gesellschaft, in der man reich sein muss, um seine berechtigten Ansprüche durchsetzen zu können. Was du möchtest ist vollkommen ok, unser System erlaubt es dir nur nicht. Dir bleibt nichts anderes übrig als das Beste aus dem zu machen, was dir möglich ist. Und das ist immer noch Welten mehr als 90% der anderen Menschen auf diesem Planeten möglich ist.

    Hallo Mysterion! Ich bin fast ein halbes Jahrhundert älter als du - und habe bis heute noch nie gekifft. (Ja, es gibt ein Leben ohne Kiffen, und es ist auch lebenswert!) Ich möchte dir kurz schreiben warum nicht.

    Als ich in deinem Alter war, waren Zigaretten unter Jugendlichen verbreiteter als sie es heute sind. Jeder hat geraucht. Ich habe das natürlich auch probiert. Einmal eine halbe Zigarette. Aus zwei Gründen nicht öfter: erstens hat mir das total nicht geschmeckt und ich hab mich echt gefragt, wie blöd man sein muss, um dafür Geld auszugeben. Zweitens wusste ich, dass das überhaupt nicht gut für mich ist, denn ich bin seit Geburt Asthmatiker. Ich habe danach nie mehr geraucht, auch kein Gras, weil es für mich technisch keinen Unterschied macht, ob ich Nikotin oder THC einatme. Beides schlecht für meine Lungen, die protestieren ja schon, wenn ich Passivrauchen nicht vermeiden kann.

    Was hat das jetzt mit deinem Problem zu tun? Du hast das Kiffen ausprobiert. Ob dir Cannabis geschmeckt hat oder nicht weiß ich nicht. Aber du hast ziemlich offensichtlich ein technisches Problem mit dem Zeug - deine Psyche überreagiert darauf. Ich habe gelernt, dass es tatsächlich Menschen gibt, die so auf Cannabis reagieren. Wie Franz schon schrieb, die meisten vertragen das ganz gut, einige aber nicht. Wenn man etwas nicht verträgt, ist es schlau genau das künftig zu vermeiden. Ich hatte den Vorteil, dass ich vorher wusste, warum ich nicht rauchen darf. Du hast erst im Nachhinein die Erfahrung machen und lernen müssen, warum Cannabis für dich wohl doch nicht so harmlos ist. Ich habe mich damals für meine Gesundheit entschieden und gegen den Gruppendruck, was mir glücklicherweise auch nicht schwergefallen ist. Wenn ich allein darüber nachdenke wieviel Geld ich damit in den vergangenen Jahrzehnten eingespart habe, bin ich froh, dass ich mich damals so entschieden hatte.

    Wenn du ein bisschen in diesem Forum stöberst erkennst du, welche Probleme intensiverer Cannabiskonsum machen kann. Sei froh, dass du diese von dir beschriebene Erfahrung gemacht hast, lerne draus, sei schlau, mach's einfach nicht mehr und vermeide für deine Zukunft die Probleme, von denen Andere hier im Forum berichten. Es kann aber auch einfach sein, dass du gestrecktes Zeug erwischt hast oder einfach ausnahmsweise mal einen schlechten Trip hattest. Du kannst es ja nochmal ausprobieren. Aber frage dich vorher, ob du bereit bist das Risiko einzugehen, in ein paar Jahren vielleicht dann nochmal hier mit ganz anderen Problemen aufzutauchen.

    Tja, schwierig dazu was zu sagen. Gelegentliche Tobsuchtsanfälle sind nicht zwangsläufig pathologisch, das kann auch einfach Temperament sein. Als ich 18 oder 19 war, habe ich mir mal einen Termin bei einem Psychotherapeuten geben lassen, weil ich einfach nie Angst verspürte. Ich hielt das für total unnormal. Er hat mich davon überzeugt, dass ich mir keine Sorgen machen brauche. Ich hatte einfach keine Angst, weil ich keinen wirklichen Grund für irgendwelche Ängste hatte.

    Wenn du Klarheit möchtest, gehe zu einem Psychologen oder Psychotherapeuten. Einen ersten Termin bekommt man über den Terminservice der Krankenkassen oder diverse Notfalleinrichtungen innerhalb weniger Wochen. Da dürfte dann klar werden, ob du ein Problem hast, das behandelt werden sollte und kann, oder ob du einfach nur sehr temperamentvoll bist und halt eine kurze Zündschnur hast. Das du damit Probleme bekommen kannst, hast du ja schon gemerkt. Es gehört zum Erwachsenwerden, sich derartigen Problemen zu stellen und damit umgehen zu lernen.

    Wie lange halten solche Physchischen Entzugserscheinungen?

    Muss ich in eine Entzugsteraphie? Psychisch geht es mir besser, habe keine Panikattacken oder Angstzustände im Liegen.

    Hatte jmd von euch solche Erfahrung?

    Moin Aaron! Hier haben viele Erfahrungen damit, da bist du schon richtig hier.

    Grundsätzlich können solche Entzugserscheinungen auch mehrere Wochen andauern. Eine Entzugstherapie ist kein Muss, sondern ein Angebot zur Hilfe. Wenn du meinst, dass du den Entzug alleine schaffst, brauchst du da nicht hin. Viele entscheiden sich jedoch für so eine Therapie, weil sie - oft nach mehreren vergeblichen Versuchen ohne diese Hilfe - erkannt haben, dass sie es alleine nicht schaffen oder der Entzug sie zu sehr belastet. Wenn jemand solche Entzugserscheinungen nicht einfach mal so wegsteckt, empfehle ich immer die Hilfe von erfahrenen Suchttherapeuten anzufordern. Schaden kann das auf keinen Fall, helfen sehr oft.

    Ich hoffe ihr könnt mir iwelche Tipps geben zum Thema Hunger antreiben und vorallem die Frage beantworten, was da noch auf mich zu kommt

    Moin Marcel! Beim ersten Teil deiner Frage kann ich dir antworten, für den zweiten Teil gibt es hier andere Spezialisten.


    Mit 17 war ich genauso groß und genauso schwer wie du jetzt. 40 Jahre später hatte ich dann, ohne irgendwas zu machen, 25 kg mehr auf der Uhr. Also grundsätzlich - mach dir keine Gedanken, das wird schon. Und wenn nicht - freu dich! Geringes Gewicht ist langfristig wesentlich gesünder als "normales" oder gar hohes Gewicht.

    Wenn du aber unbedingt zunehmen möchtest, ist das Beste und mit Abstand Gesündeste was du dafür tun kannst: Sport treiben. Egal welchen, solange starke körperliche Aktivität damit verbunden ist und das mehrmals die Woche passiert. Ich selbst habe als Jugendlicher nur wenig Sport gemacht und bin dann mit 19 Jahren zur Bundeswehr, wo viel Sport zum Programm gehörte. Drei Jahre später hatte ich 5kg mehr, acht Jahre später 10kg, ohne dass ich meine Ernährungsgewohnheiten irgendwie geändert hätte.

    Wenn Sport nicht dein Ding ist, kannst du mal sogenannte hochkalorische Drinks probieren. Die gibt es in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und kann man in der Apotheke vor Ort für ca. 4,50 € je Fläschchen oder in der Online-Apotheke auch für 1,50 € je Flasche bekommen. Die Fläschchen haben 300 oder 400 Kilokalorien je Stück, das haut schon ordentlich rein, wenn man davon zusätzlich zum normalen Essen zwei oder drei jeden Tag trinkt. Ich war nach meiner Krebserkrankung wieder auf 60kg runter und habe mich damit, praktisch ohne Sport, innerhalb von weniger als 2 Jahren wieder auf 75kg hochgearbeitet.

    Aber, wie oben bereits geschrieben, mach dich nicht verrückt. Das Gewicht kommt von ganz alleine, geringes Gewicht ist eher gesund, und wenn du mehr wiegen willst, kannst du das kostenlos und nochmals weiter gesundheitsfördernd mit viel Sport leicht erreichen. Was, soviel ich weiß, auch ganz grundsätzlich bei deinem Entzug gut helfen kann. :l:

    Komme auf 2-3 Liter Energy am Tag und kann einfach nicht aufhören.

    Das ist ein ziemlich sicherer Weg zu Fettleibigkeit, Diabetes 2 und langfristig organschädigende Folgen von Vitaminüberdosierungen. Wenn du damit nicht einfach aufhören kannst und dies der erste Gedanke ist, den morgens hast, hast du die Kernanforderung an die Diagnose "Sucht" erfüllt - du kannst nicht einfach damit aufhören, und die Gedanken daran beschäftigen dich mehr oder weniger den ganzen Tag.

    Wie auch immer: wenn du gesund bleiben (oder werden) willst, musst du damit aufhören. Wenn du das nicht alleine schaffst, können dir Ärzte oder Suchtberatungsstellen dabei helfen.

    Ständig frage ich mich wann ist seine kraft am ende?

    ... und ich frage mich, wann ist deine Kraft am Ende?

    Liebe ist ein mächtiges aber zweischneidiges Schwert, Liebe kann sehr helfen und Liebe kann sehr verletzen.

    Liebt er dich auch? Dann nutzt gemeinsam die Kraft der Liebe. Hilf ihm bei seinem nächsten Entzug - und unterstütze ihn dabei, dass er nach dem Entzug eine professionell unterstützte Entwöhnung anschließt. Im Gegenzug muss er dir helfen, indem er diesem Plan zustimmt und aktiv dabei mitwirkt.

    Tut er das nicht, dann wird die andere Seite der Liebe wirksam. Sie wird auf Dauer dich und deine Familie zerstören. Wenn du dich und deine Kinder davor schützen willst, bleibt dir nur die Trennung. Worte sind bei Süchtigen wertlos, es zählen nur die Taten. Hoffnung gibt es nicht bei Süchtigen, die nicht die Kraft aufbringen (wollen oder können), sich endgültig, nachhaltig und wirksam aus der Sucht zu befreien.

    Nach so einer OP wirst du - wenn alles regelgerecht verläuft - keine Schmerzen haben, die starker Schmerzmittel bedürfen. Werden die dir im Krankenhaus aber auch erklären. Also Entwarnung. Sag das aber trotzdem mit den psychoaktiven Schmerzmitteln, damit da nicht ein übereifriger Arzt dir was vermeintlich Gutes tun will und einen Fehler macht. Achte auch darauf, was dir die Pfleger geben - da passieren auch Fehler, die für dich zum großen Problem werden könnten.

    Wie gesagt, sprich mit deinem Arzt darüber. Wenn du Ablenkung oder Beschäftigung suchst - du lebst in einer Großstadt. Da gibt es unzählige Angebote für nahezu jeden Bedarf. Dein Arzt, oder vielleicht auch eine Selbsthilfegruppe, können dir da gewiss weiterhelfen und konkrete Vorschläge machen.

    Mein grundsätzliches Problem ist, dass ichdenke ich sei ein hoffnungsloser Fall aufgrund meines mangelnden Interesse an allem was die Welt bewegt

    Das ist ein klassisches Depressionssymptom. Solange das nicht von fachkundigen Ärzten so diagnostiziert wird, bist du kein hoffnungsloser Fall, rede dir das nicht selbst ein. Du bist krank, vielleicht sogar schwer krank. Dagegen gibt es in Deutschland ein im internationalen Vergleich hervorragendes Gesundheitssystem, das dir offensteht und dir helfen kann und will. Du musst nur zugreifen und dir helfen lassen, und damit hast du ja schon begonnen.

    Jetzt brauchst du nur noch die Geduld um den Heilungsprozess durchzustehen. Rede mit den Ärzten über deine Probleme und Sorgen, sie können dir natürlich nur bei dem helfen, von dem sie wissen, dass es für dich ein Problem ist. Und wenn du mit dem einen oder anderen Arzt nicht klar kommst oder dich nicht verstanden fühlst, dann sag ihm das, damit er die Chance hat etwas zu ändern. Im Extremfall kannst du natürlich den Arzt auch immer wechseln.

    Also nochmal: du bist kein hoffnungsloser Fall. Das bist du erst, wenn du das von einem Arzt schwarz auf weiß mit Stempel und Unterschrift bestätigt bekommst. Und dass du so eine Diagnose bekommst, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Du bist seit fast einem halben Jahr clean, widerstehst bereits solange dem Suchtdruck, hast dich in ärztliche Behandlung begeben - so verhalten sich hoffnungslosen Fälle einfach nicht.