ich bin neu hier und schreibe das mit einem ziemlich schweren Herzen.
Mein Name ist Sam und ich bin die Partnerin eines Mannes, der gerade seinen sechsten Entzug macht – Benzodiazepine, Cannabis und Alkohol.
Methadon nimmt er weiterhin. Das soll in einer anschliessenden Langzeittherapie wegkommen. Die letzten Monate haben mich komplett aufgefressen. Ich habe mich selbst so sehr verloren, dass ich kaum noch weiß, wer ich eigentlich bin. Ich war nur noch damit beschäftigt, ihn zu stützen, seine Ausreden zu schlucken, seine Lügen zu ertragen und immer wieder Grenzen zu setzen, die er dann doch ignoriert hat.
Jetzt ist er seit ein paar Tagen in der Klinik und ich fühle mich nur noch leer. Richtig leer. Gleichzeitig habe ich riesige Angst, dass er wieder rückfällig wird – und dass ich dann wieder in die alte Rolle zurückfalle und mich endgültig verliere.
Ich bin so hin- und hergerissen zwischen Mitleid, Wut, Schuldgefühlen und der totalen Erschöpfung. Manchmal weiß ich gar nicht mehr, wie ich weitermachen soll.
Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn sich hier Menschen melden, die Ähnliches durchmachen oder schon durchgemacht haben. Besonders interessiert mich, wie ihr mit dem ständigen Hoffen und dem immer wieder Enttäuschtwerden umgegangen seid und wie ihr es geschafft habt, eure eigenen Grenzen zu halten, ohne dabei komplett kaputtzugehen.
Danke, dass ihr zuhört.
Ich fühle mich gerade ziemlich allein mit alldem.![]()
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!