Sinusvenenthrombose

Wir benötigen deine Unterstützung, bitte beteilige beim Befüllen unseres Adentskalenders ==> Info hier!
  • Hallo Rabi09!


    Kenne deine Ängste und Sorgen zu gut! Ich bin 26 Jahre alt. Habe seit September 17 auch mit der Diagnose zum kämpfen. Hatte starke Kopfschmerzen- Behandlung und Diagnose Migräne. Nach tagelangem Leiden und extrem starken Kopfschmerzen bin ich eigenständig ins KH. Sofort bekam ich ein CT- wo sie sahen das ich 2 Sinusvenenthrombosen habe. Verdacht hormonelle Verhütungsmittel. Was sich aber dann raustellte das ich 2 Gerinnungsstörungen habe. War dann 4 Tage auf Intensiv und 12 Tage auf Normalstation. Mrt und EEG hatte ich auch. Behandlung Heparin und In den letzten Tagen auf Marcoumar umgestellt.. was ja die einzige Behandlung bei einer SVT ist. dann 1 Monat zu Hause seitdem wieder 40 Stunden arbeiten.. Laut Chefarzt sei es kein Grund für längere Schonung und keine Bewilligung zu einem längeren Krankenstand.

    Seitdem ich wieder arbeite geht es in meinen Kopf rund.. jeden Tag Schmerzen, Pochen, schmerzendes Ziehen und diese furchtbare Angst 😕 hatte im KH auch so extreme Angst- diese Angst vor dem Tod- diese Angst in der Früh nicht mehr munter zu werden macht mich Irre. Kämpfe jeden Tag damit.. aber laut Ärzte sind diese Sorgen unnötig. Man sollte versuchen normal weiter zu leben und wieder zurück ins normale Leben und Alltag zu finden.. 🤷🏼‍♀️

    Ich weiß es ist keine Krankheit die nicht heilbar ist oder wo man wild beeinträchtigt ist aber dieses ungewisse was sich im Kopf abspielt ist grausam.. aber das verstehen nur die die es selbst haben oder mitgemacht haben..

    Marcoumar einstellen ist nicht so einfach da der Wert andauernd schwankt..

    Habe in einem halben Jahr Mrt und Gerinnungsamulanz Kontrolle. Mal sehen was da rauskommt..


    Noch dazu was mich ein wenig beschäftigt ist das ich noch kein Kind haben und der Kinderwunsch nach wie vor da ist.. aber unter Marcoumar sollte man nicht schwanger werden. Kennt sich da jemand aus von euch? Oder hatte das selber durch? Ich bin so froh diese Gruppe gefunden zu haben.

    Hoffe ganz stark das jemand meine Fragen beantworten kann 😘❤️❤️❤️ Danke ihr Lieben

  • Letztlich wird das nur die Klinik und dein Frauenarzt beantworten können ...


    Ich frage mich aber, wenn du deine Ängste in der Klinik beschrieben hast, warum man nicht zu einer begleitenden Therapie rät.

    Ob eine Krankheit heilbar oder sonst was ist, wenn der Patient psychisch damit leidet, könnte man therapeutisch Abhilfe schaffen!

    Vermutlich musst da selbst nachfragen ...

    Fange nie an aufzuhören <-> höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich habe mich seit langem mal wieder mit dem Thema "Sinusvenenthrombose" beschäftigt, ab und zu schwirrt es schon noch im Kopf herum und bin deshalb auf dieses Forum gestoßen, aber...


    ...Ich wollte allen Betroffenen gerne einmal Hoffnung machen!


    Bei mir stellte sich vor fast genau 5 Jahren die Diagnose der Sinusvenenthrombose heraus (deswegen erinnere ich mich gerade auch wieder akut an diese Zeit zurück).


    Es war alles nicht leicht, viele verschiedene Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Blutkontrollen, MRT's, Medikamente, Zwischenfälle und, und, und.

    Es lässt einen zweifeln, es entmutigt und macht Angst, aber Kämpfen lohnt sich!


    Seit nun mittlerweile schon ca. 2 Jahren kann ich wieder ein nahezu normales Leben führen, ohne Ängste und sogar ohne Medikamente. Es gab 2-3 Zwischenfälle, da ich beim Sport einfach umgefallen bin, bewusstlos war etc. und dann im Krankenhaus gelandet bin, soll aber mit der SVT nicht im Zusammenhang stehen.


    Wichtig ist, dass ihr immer positiv nach vorne seht, euch nicht versteckt oder verkriecht und vor allem nicht beherrschen lasst von der Angst, Respekt ist okay.

    Wenn Ihr euch wieder und wieder damit beschäftigt, ist es okay, aber portioniert, es darf nicht euren Alltag und erstecht nicht euer Leben bestimmen!


    Sofern es möglich ist (Schmerzen, Symptome, etc.) kann ich ebenfalls nur raten sobald es geht wieder zu arbeiten, euren Hobby's nachzugehen, Freunde zutreffen etc. quasi alles, was ihr vorher auch gemacht habt!!!

    Gibt es einen speziellen vermeidbaren Auslöser (verschleppte Entzündungen, Hormon Präperate etc.), dass dann natürlich NICHT!


    Vergessen wird man einen solchen "Einschlag" natürlich nicht, soll man auch nicht, denn es gehört zu eurem Leben eurer Erfahrung und am aller wichtigsten es hat euch zu dem Menschen gemacht, der ihr heute seit!

    Euch ist doch sicherlich auch aufgefallen, dass ihr seit dieser Erfahrung eine komplett andere Lebenseinstellung habt, oder? Sicherlich habt ihr euch verändert, was auch Freunden, Familie oder Kollegen aufgefallen ist.

    Aber es ist keine negative Veränderung, man sieht vieles klarer und schätz vieles mehr!


    Liebste Grüße