Sinusvenenthrombose

  • Hallo Rabi09!


    Kenne deine Ängste und Sorgen zu gut! Ich bin 26 Jahre alt. Habe seit September 17 auch mit der Diagnose zum kämpfen. Hatte starke Kopfschmerzen- Behandlung und Diagnose Migräne. Nach tagelangem Leiden und extrem starken Kopfschmerzen bin ich eigenständig ins KH. Sofort bekam ich ein CT- wo sie sahen das ich 2 Sinusvenenthrombosen habe. Verdacht hormonelle Verhütungsmittel. Was sich aber dann raustellte das ich 2 Gerinnungsstörungen habe. War dann 4 Tage auf Intensiv und 12 Tage auf Normalstation. Mrt und EEG hatte ich auch. Behandlung Heparin und In den letzten Tagen auf Marcoumar umgestellt.. was ja die einzige Behandlung bei einer SVT ist. dann 1 Monat zu Hause seitdem wieder 40 Stunden arbeiten.. Laut Chefarzt sei es kein Grund für längere Schonung und keine Bewilligung zu einem längeren Krankenstand.

    Seitdem ich wieder arbeite geht es in meinen Kopf rund.. jeden Tag Schmerzen, Pochen, schmerzendes Ziehen und diese furchtbare Angst ? hatte im KH auch so extreme Angst- diese Angst vor dem Tod- diese Angst in der Früh nicht mehr munter zu werden macht mich Irre. Kämpfe jeden Tag damit.. aber laut Ärzte sind diese Sorgen unnötig. Man sollte versuchen normal weiter zu leben und wieder zurück ins normale Leben und Alltag zu finden.. ??‍♀️

    Ich weiß es ist keine Krankheit die nicht heilbar ist oder wo man wild beeinträchtigt ist aber dieses ungewisse was sich im Kopf abspielt ist grausam.. aber das verstehen nur die die es selbst haben oder mitgemacht haben..

    Marcoumar einstellen ist nicht so einfach da der Wert andauernd schwankt..

    Habe in einem halben Jahr Mrt und Gerinnungsamulanz Kontrolle. Mal sehen was da rauskommt..


    Noch dazu was mich ein wenig beschäftigt ist das ich noch kein Kind haben und der Kinderwunsch nach wie vor da ist.. aber unter Marcoumar sollte man nicht schwanger werden. Kennt sich da jemand aus von euch? Oder hatte das selber durch? Ich bin so froh diese Gruppe gefunden zu haben.

    Hoffe ganz stark das jemand meine Fragen beantworten kann ?❤️❤️❤️ Danke ihr Lieben

  • Letztlich wird das nur die Klinik und dein Frauenarzt beantworten können ...


    Ich frage mich aber, wenn du deine Ängste in der Klinik beschrieben hast, warum man nicht zu einer begleitenden Therapie rät.

    Ob eine Krankheit heilbar oder sonst was ist, wenn der Patient psychisch damit leidet, könnte man therapeutisch Abhilfe schaffen!

    Vermutlich musst da selbst nachfragen ...

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich habe mich seit langem mal wieder mit dem Thema "Sinusvenenthrombose" beschäftigt, ab und zu schwirrt es schon noch im Kopf herum und bin deshalb auf dieses Forum gestoßen, aber...


    ...Ich wollte allen Betroffenen gerne einmal Hoffnung machen!


    Bei mir stellte sich vor fast genau 5 Jahren die Diagnose der Sinusvenenthrombose heraus (deswegen erinnere ich mich gerade auch wieder akut an diese Zeit zurück).


    Es war alles nicht leicht, viele verschiedene Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Blutkontrollen, MRT's, Medikamente, Zwischenfälle und, und, und.

    Es lässt einen zweifeln, es entmutigt und macht Angst, aber Kämpfen lohnt sich!


    Seit nun mittlerweile schon ca. 2 Jahren kann ich wieder ein nahezu normales Leben führen, ohne Ängste und sogar ohne Medikamente. Es gab 2-3 Zwischenfälle, da ich beim Sport einfach umgefallen bin, bewusstlos war etc. und dann im Krankenhaus gelandet bin, soll aber mit der SVT nicht im Zusammenhang stehen.


    Wichtig ist, dass ihr immer positiv nach vorne seht, euch nicht versteckt oder verkriecht und vor allem nicht beherrschen lasst von der Angst, Respekt ist okay.

    Wenn Ihr euch wieder und wieder damit beschäftigt, ist es okay, aber portioniert, es darf nicht euren Alltag und erstecht nicht euer Leben bestimmen!


    Sofern es möglich ist (Schmerzen, Symptome, etc.) kann ich ebenfalls nur raten sobald es geht wieder zu arbeiten, euren Hobby's nachzugehen, Freunde zutreffen etc. quasi alles, was ihr vorher auch gemacht habt!!!

    Gibt es einen speziellen vermeidbaren Auslöser (verschleppte Entzündungen, Hormon Präperate etc.), dass dann natürlich NICHT!


    Vergessen wird man einen solchen "Einschlag" natürlich nicht, soll man auch nicht, denn es gehört zu eurem Leben eurer Erfahrung und am aller wichtigsten es hat euch zu dem Menschen gemacht, der ihr heute seit!

    Euch ist doch sicherlich auch aufgefallen, dass ihr seit dieser Erfahrung eine komplett andere Lebenseinstellung habt, oder? Sicherlich habt ihr euch verändert, was auch Freunden, Familie oder Kollegen aufgefallen ist.

    Aber es ist keine negative Veränderung, man sieht vieles klarer und schätz vieles mehr!


    Liebste Grüße

  • Guten Abend. Ich bin heute durch Zufall auf diesen Forum gestoßen. Ich bin 41 Jahre alt und im Juli 2018 die Diagnose Sinusvenenthrombose bekommen. Habe in jedem Eintrag etwas von mir erkennen können. Bei mir hat es genauso angefangen mit sehr sehr starken Kopfschmerzen, die ich nicht mehr in den Griff bekommen konnte. Ich habe Ibu600 mit novalgin Tropfen gleichzeitig genommen und es half nicht. Die Kopfschmerzen wurden immer schlimmer. Die letzten 3 Wochen waren dann unerträglich. Dann habe ich durch unheimliches Glück ein Termin beim Neurologen bekommen und zwar gleich den nächsten Tag, und auch nur weil gerade jemand vor mir abgesagt hatte. Der hat mich dann erst sehr lange befragt nach Symptomen und als er anfing zu untersuchen, hatte er gleich Alarm geschlagen und mich sofort ins Krankenhaus eingewiesen. Da wurde den durch MRT festgestellt, das ich Sinusvenenthrombose habe. Und wie bei vielen von ihnen wurde mir gesagt, dass ich Glück gehabt habe und froh sein soll, das ich noch lebe und das der Neurologe so schnell reagiert hat. Der thrombus ist so groß, das nur noch ein kleiner, dünner Strahl Blut durchfließt. Darauf folgten unzählige Untersuchungen, unter anderem auch ein lombalpunktion (Nervenwasser Entnahme), nach der ich 1,5 Wochen nicht mal mehr aufstehen konnte oder den Kopf heben konnte. Im KH würde erst Heparin gespritzt und nach 2 Wochen KH Aufenthalt bin ich den auf Markumar eingestellt worden. Im KH wurde mir gesagt, das der Thrombus sich innerhalb von ca 9 Monaten auflösen wird. Nach fast 6 Monaten hab ich dann ein kontroll MRT machen lassen und es hat sich nichts geändert!!!?? Ich bin genau da wo ich war. Die Ängste kontrollieren vollkommen mein Leben. Ich habe immer noch starke Kopfschmerzen, ich kann körperlich kaum was tun. Sport ist unerträglich. Sobald ich was anstrengendes tuhe, fängt mein Nacken an zu Schmerzen und mein Kopf pocht wie verrückt. Treppen steigen ist für mich ein Alptraum, Fahrrad fahren geht gar nicht. Ich fühl mich wie ein halber Mensch und zu nicht's zu gebrauchen. Und jetzt habe ich noch eine Aussage von meinem Neurologen bekommen, das sich der Thrombus wahrscheinlich überhaupt nicht auflösen wird und da es wohl ein gendefekt ist, auch ein leben lang auf Markumar angewiesen sein werde. Es lässt mir keine Ruhe. Mir wurde gesagt, das ich lernen soll damit zu leben aber das kann ich nicht, es lässt mich nicht los. Eine Reha (wie bei vielen von ihnen) wurde mir gar nicht angeboten. Das einzige, was ich bekommen habe, eineÜberweisung zum Psychotherapeuten um meine Ängste in den Griff zu bekommen. Eine Verhaltenstherapie soll ich machen. Was ich aber gerne machen würde, mir eine zweite Meinung einzuholen. Da es bei uns in der Gegend kaum gute Spezialisten gibt , habe ich mich hier angemeldet. Vielleicht kann mir jemand von euch ein, auf diese Krankheit spezialisierten Arzt, oder Klinik empfehlen??? Wer hat gute Erfahrungen gemacht mit Rehakliniken und wo?

    Wäre sehr dankbar für eine Antwort oder Rat. Vielenlieben dank im voraus LG Sweti

  • Hallo,

    Ich selbst bin nicht erkrankt, bin aber dringend auf der Suche nach Kontakten für meine beste Freundin.

    Sie bekam im Januar dieses Jahr die Diagnose Hirn-Venen-Thrombose.

    Seither kämpft sie mit mit Schmerzen, Schwäche, marcumar-Einstellung und vor allem Angst.

    Nach dem letzten MRT welches keine Veränderung gezeigt hat ist sie in so ein Loch gefallen...

    Hätte irgendjemand die Zeit, sich mit ihr mal zu unterhalten? Nur damit sie merkt dass sie nicht allein ist und verstanden wird?

    Ich wäre euch unendlich dankbar ??

    Liebe Grüße

  • Servus Bobbel,


    sinnigerweise sollte sich deine Freundin selbst anmelden und schreiben, dann könnte man natürlich entsprechend antworten ;)


    Wer behandelt sie denn jetzt auf diese Diagnose hin?

    Ist da eine psychische Begleitung auch angedacht?


    Ich weiß ja nicht wo ihr herkommt, aber eine örtliche SHG wäre sicher auch nicht verkehrt :)

    Beispiel ==> Das Wunder der Perle - heinzwolters Webseite!


    Sie ist sicher nicht allein, wenn auch die Diagnose nicht unbedingt zahlreich vertreten ist.

    oft aber ist es schon gut wenn man sich seinen Kummer von der Seele schreiben kann und ein paar tröstende Worte bekommt.

    Fange nie an aufzuhören höre nie auf anzufangen

    Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)

  • Hallo,


    da ich mich irgendwie ablenken muss und ich üben muss mich auf etwas zu konzentrieren, dachte ich mir ich geb auch mal meine Geschichte zum besten. Vor 6 Wochen hatte ich rasende Kopf und vor allem Augenschmerzen. Bin dann zum Arzt und habe ausdrücklich gesagt, dass ich noch nie solche Schmerzen hatte. Wurde mit Migräne 4 Tage krank geschrieben... Auf der Arbeit dann der Zusammenbruch. Meine linke Seite war komplett weg und das schlimmste war, dass ich nicht mehr sprechen konnte. Ich bin selbst Krankenpflegerin und wusste entweder Pflegefall oder du bist gleich tot... War mir sicher, dass es ein Schlaganfall ist. Nach ein paar Minuten war das kribbeln weg und ich konnte wieder sprechen. Dachte mir ok dann ist es ein Tumor oder MS-Schub. Ich hatte noch bie so eine Angst in meinem Leben... An eine Thrombose habe ich in dem Zusammenhang natürlich nicht gedacht. Ich hatte schon mal eine mit 17 ganz klassisch im Unterschenkel, da ich trotz Faktor 5 die Pille nehmen wollte und das bewusst beim Frauenarzt verheimlicht habe. Ich war 3 Tage auf der stroke die Diagnose wurde schnell gestellt (zum Glück) dann 2x täglich 1ml clexane und Einstellung auf Marcumar. Einstellung auf Marcumar hat bis jetzt nicht geklappt und ich Spritze immer noch 2x täglich. Dazu gibt's keppra 2x 500mg. Die keppra (Antiepilektikum) haben mich psychisch dermaßen niedergestreckt, dass ich sie am liebsten sofort wieder absetzen würde. Ich bin ständig müde, aggressiv, leide unter massiven Panikattacken und Depressionen. Dazu teilweise absurde psychotische Gedanken. Weiß aber halt auch nicht obs nicht doch von der der Thrombose kommt. Meine linke Seite ist manchmal etwas komisch, fühlt sich an wie unter Strom und meine Zunge wird oft taub. Bin alleine und habe Angst dass moch keiner findet wenn was ist, lasse deshalb meinen Schlüssel außen in der Tür hängen... Absurd ich weiß. Übernächste Woche gehe ich in die Reha, wurde alles anstandslos genehmigt. Wie es danach weitergeht weiß ich nicht. Ich bin 34 und habe kein Interesse an Rente. Wegen Panikattacken war ich schon vorher in Therapie und habe da sofort eine Verlängerung bekommen. Der Arzt meinte ich habe eine gute Prognose und werde nichts zurück behalten. Mrt wird wohl im Rahmen der Reha nochmal stattfinden. Meine Thrombose war beidseitig. Das venöse System bildet zum Glück Kollatoralien was bedeutet, selbst wenn der Thrombus bleibt macht das nicht viel aus. Wenn ich die anderen Beiträge so lese kann ich froh sein, dass es mir verhältnismäßig gut geht und ich anscheinend kompetent versorgt wurde. Ich lag insgesamt 3 Wochen im Krankenhaus und bin jetzt 2 Wochen zuhause. Ich tu mich schwer momentan aber will auch nicht, dass so ein Mist mein Leben einschränkt.

  • Hallo Zusammen

    Auch wenn hier schon länger nichts mehr geschrieben wurde, bin ich froh diese Seite gefunden zu haben. Ich bin einer etwas speziellen Situation. Ich bin selber Hausarzt, 49 Jährig und erst vor 2 Wochen am 14. Dezember die Diagnose einer Sinusvenenthrombose bekommen. Ich hatte Glück habe ich schnell gehandelt. Erste Kopfschmerzen am 13. Dezember, dann in der Nacht und v.a. morgens in der Sprechstunde akute Schmerzen und habe mir dann sofort selber ein MRT machen lassen. Selber dachte ich eher an Blutung oder Tumor, aber es war eine Thrombose ( oder ist besser, da natürlich noch Symptome). Nun zum Glück keine Veränderungen wie Blutungen oder Schwellungen gefunden, keine Zeichen einer Epilepsie oder sonst Ausfälle, nach Besprechung im Notfall mit dem Neurologen zuerst dann 10 Tage Clexane 2 x täglich, die Schmerzen waren nach 3 Tagen weg, habe am 3. Tage die Sprechstunde auch wieder zu 50 % begonnen. Da eine neues Studie neben Marcoumar nun auch dein Einsatz eines neuen direkten Blutverdünner zulässt (NOAK, bei mir Pradaxa, Dabigatran, 2 x 150 mg als Kapsel) habe ich am 25.12. umgestellt. Nun haben am 2 Tag die Kopfschmerzen wieder neu begonnen, aber anders als beim akuten Fall, mehr wie ein Druck , seitlich, auch wie Strom (wurde hier schon oft beschrieben). Habe es zunächst auf das Wetter (Schnee/ Föhnsturm, ich wohne in der Schweiz, Berner Oberland) geschoben. Aber dann eben doch die Angst, ja auch als Arzt bin ich nichts anderes als Patient die Verunsicherung ist da. Habe daher heute der befreundetem Neurologin angerufen, sie hat Entwarnung gegeben, gerade am Anfang ist ein Auf und Ab normal, auch wieder Schmerzen, der Thrombus sei sich am organisieren, auflösen hoffentlich, er könne sich auch verschieben. Und ich hab wirklich das Gefühl als ob sich das ganze im Kopf verschiebt.


    Ich habe bemerkt, dass es mir gut gut wirklich wenn möglich den Alltag zu meistern, Arbeite heute auch wieder, aber nicht in einem solchen stressigen Zeitplan wie bisher, die Krankheit nehme ich als Zeichen für mich auch zu sorgen. Aber die Ungewissheit lauert doch.....es hat mir geholfen zu lesen, dass es hier so vielen gleich geht...lassen wir und von der Angst nicht unterkriegen...


    Lieber Gruss, Thomas

  • Hallo Thomas

    Es ist doch doch schade das es solche heimtückischen Krankheiten gibt.Ich kämpfe mich schon seit 2013 so durch mein leben. ich bin so froh das wir schon in Rente sind. Ich habe auch nach solanger zeit immer noch kopfschmerzen. und schwindelattacken. und gleich gewichtsstörungen.meine svt hat sich nicht gross geändert. ich lenke mich sehr ab. ich habe zum glück habe ich das seidenmalen und stricken kann ich auch wieder nur rechte und linke aber ich bin zufrieden.


    Ich wünscheDie alles gute und sende dir liebe grüsse aus fellbach

    Renate

  • Hallo zusammen,

    ich habe alle Beiträge gelesen, die mir auch viele neue Erkenntnisse gebracht haben. Gleichwohl ist meine Verzweiflung sehr groß und meine Psyche völlig am Boden.

    Anfang des Jahres habe ich eine SVT bekommen, im Bereich des Sinus sigmoideus mit einer Stauungsblutung. Außer gewisse Wortfindungsstörungen hatte ich danach keine so große Probleme und zur Thrombosauflösung wurde Pradaxa verordnet. Mit MRT wurde dann Anfang März eine weitere Verschlechterung festgestellt und auf Marcubar umgestellt. Seit dem sind immer wieder Augenblitze und Kopfschmerzen aufgetreten. Als ich ambulant selbst ein weiteres MRT veranlasst habe, wurde eine neue Blutung und ein Ödem in der letzten Woche festgestellt. Ich merke, dass sich eine gewisse Unsicherheit bei den Ärzten zeigt. Mit Marcubar soll weiter die Auflösung versucht werden, was ich nach den hier vorhandenen Berichten für sehr unwahrscheinlich halte. Das Abflusshemmnis scheint immer wieder unterschiedlich stark zu sein. Die Setzung eines Stents ist nun auch im Gespräch. Ich bin völlig fix und fertig, habe nun nach einer etwas ruhigen Zeit im Krankenhaus wieder Augenblitze und Kopfschmerzen. Die Ärzte sagen, kommen sie ins Krankenhaus, wenn sie besonders schwere Symptome haben, zB Lähmungen...ist natürlich auch eine tolle Antwort und hilft ungemein weiter. Ich habe nun vor, mich in einem anderen sehr renommierten Krankenhaus behandeln zu lassen und eine Zweitmeinung einzuholen.

    Meine Fragen wären:

    Wie geht man mit den belastenden Kopfschmerzen und Augenblitzen um, ohne nicht davon auszugehen, dass wieder eine Blutung eintritt?

    Hat sich bei euch der Thrombus wieder aufgelöst und wie lange hat das gedauert?

    Was ist, wenn er sich nicht auflöst, hat jemand einen Stent in einer Gehirnvene setzen lassen?

    Vielen Dank schon mal im Voraus für hilfreiche Antworten.

    Beste Grüße Reinhard

  • Lieber Reinhard

    Augenblitze und kopfschmerzen sind Augenmigräne. Das hatte ich früher schon. das vergeht meistens nach einer halben stunde.mein thrombus hat sich auch nach 8jahren nicht verändert er hat sich nur verkapselt. als ich in die klinik ging als ich nicht mehr laufen konnte hat mir der arzt nur gesagt ich wäre ein simulant.ich hate auch wortfindungsstörungen und mein kurzeitgedächtnis war weg. ich hatte keine kraft mehr ,an arbeiten war überhaupt nicht mehr zu denken.ich war nur noch müde und erschöpft.ich hatte dan weil meine ärtztin meinte ich wäre psychisch erkrankt landete ich in der klappse.da war ich neun monate. erst als ich entsprechende medikamente bekam konnte ich nach hause. .aber ich war nicht mehr in der lage mich selber zu versorgen. ich kann auch bis heute nichts machen was mich total erschöpft.alles habe ich mir selber wiesder erlernt . kochen stricken kann ich nur rechte und linke . und. ich kämpfe schon fast neun jahre gegen meinen körper.Ich hoffe für dich das sich noch ein paar hier melden.aber ich persönlich kenne auch keinen, der sich einen stent hat setzten lassen.



    ich wünsche dir viel kraft für das was noch kommt.


    viele liebe grüsse und alles liebe und gute aus fellbach


    Renate

  • Liebe Renate,

    vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Du hast ja sehr viele Herausforderungen meistern müssen, von daher bewundere ich Deine lebensbejahende Art.

    Das mit der Migräne ist wohl bei mir nicht der Fall. Die Ärzte meinen, dass der Thrombus mit der geringeren Abflussmöglichkeit ab und an Druck auf die im hinteren Kopfbereich befindliche Sehrinde ausübt und dadurch die Augenblitze und die sich anschließenden Kopfschmerzen auslösen. Migräne habe ich in meinem Leben noch nie gehabt.

    Was mich noch interessieren würde, gibt es eine Erklärung der Ärzte, warum sich der Thrombus nicht aufgelöst hat und ist das regelmäßig mit MRT geprüft worden? Welche Einschränkungen sind durch den immer noch vorhandenen Thrombus verbunden?

    Alles Gute für Dich und beste Grüße

    Reinhard

  • Lieber Reinhard

    ich bin damals in der klinik mehrmals mit mrt untersucht worden.und das kann sich m

    niemand erklären . eine neurologin hat zu mir gesagt das wäre doch schon so alt. aber das ich immer noch gleichgewichtstörungen habe .und meine nase kaputgegangen ist. kann ich auch nicht schlafen erst immer in der nacht.der thrombus hat sich halt nicht vollständig aufgelöst. und der drückt auf die augen. ich wäre fast erblindet.ich bin auch sehr vergesslich geworden, und durch den ischämischen infarkt 2018 ist der vorderlappen geschrumpft. Ich war leider im falschen krankenhaus, denen war es nur wichtig einen seltenen fall zu behalten und das marcumar hat das leider nicht ganz entfernt. ich war schon 25 mal im mrt. denke nicht soviel dran das kann dein leben schon versauen. mein blut hat sich einen anderen weg gesucht und jetzt ist die vene so dick das ich befürchte die platzt. so das wäre es mal für heute. ich gehe auch zu einer neuropsychologin und in die pysiotherapie, der hat mir geholfen das ich wieder besser laufen kann.


    Ich wünsche Dir alles liebe und gute

    Renate


    Lieber Reinhard


    Ich habe eine Gerinnungsstörung im Blut. Bist du zu hause oder krankgeschrieben.


    Renate

    Einmal editiert, zuletzt von Renate () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Renate mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Hallo zusammen, hallo Reinhard,

    ich habe eben zufällig dieses Forum entdeckt, als ich mich durch das Web googelte um Informationen zu venösen Stents zu finden.

    Ich hatte bereits zwei SVT, die erste 2019, die zweite 2020. Der erste Thrombus 2019 hatte nach einem halben Jahr den Venenfluss wieder freigegeben und die Stauungspupillen bildeten sich komplett zurück. Die zweite SVT hat jedoch das Gleichgewicht nachhaltig durcheinandergebracht.
    Als ich auch nach Monaten noch über anhaltende Sehstörungen klagte, wurde eine Lumbalpunktion gemacht, die einen erhöhten Hirndruck bestätigte. Seit einem knappen Jahr nehme ich Glaupax (Acetazolamid), ein Medikament, das den Hirndruck senkt und die Sehnerven schützt. Leider sind letztere dennoch angegriffen und ich habe starke Nebenwirkungen, sodass mir nun ebenfalls zu einem Stent geraten wurde, notfalls einem Shunt.

    Unsere Krankengeschichten sind ja trotz Überschneidungen dennoch sehr verschieden.
    Wurde bei dir die Ursache geklärt, warum es trotz Pradaxa bzw. Marcumar zu einer Verschlechterung führte oder wanderte der Thrombus nur?
    Was ich aus den sehr sehr langen und häufigen Krankenhausaufenthalten und Behandlungen gelernt habe:
    - Lasse dich auf jeden Fall in einem guten, erfahrenen Krankenhaus behandeln. Ich bin mittlerweile an die nächst gelegene Uniklinik angebunden und wünschte, ich wäre schon früher dort behandelt geworden. Es hätte mir viel erspart.
    - Hole dir auf jeden Fall eine Zweitmeinung ein. Stents sind nach meiner Recherche noch eine recht junge Behandlungsmethode, vielleicht kommen bei dir noch weitere, klassischere in Frage. Außerdem ist die Thrombose ja noch gar nicht lange her, dein Gehirn arbeitet sicherlich gerade auf Hochtouren an einer eigenen Lösung.
    - SVT sind zwar keine absolute Seltenheit, aber ich wünschte, ich hätte sehr früh den ärztlichen Hinweis auf eine Gerinnungsambulanz bekommen um zu klären, ob und wenn ja welche Gerinnungsstörung zugrunde liegt.
    - Gegen die starken Kopfschmerzen half mir neben den Schmerztabletten insbesondere Pfefferminzöl. Drei, vier Tropfen in den Nacken und ich konnte sie eine Weile vergessen.
    - Die Angst, dass eine neue Thrombose die täglichen Kopfschmerzen verursacht, hatte ich auch. Ich habe oft die typischen neurologischen Untersuchungen für mich gemacht. Augen zu und Finger auf die Nase und Co. Aber aus der Erfahrung, dass ein Jahr nach der ersten tatsächlich eine zweite auftrat, kann ich sagen: ich konnte den Unterschied schnell spüren. Es waren andere Schmerzen, der Körper schlug wieder Alarm. Und ich ging sehr schnell direkt ins Krankenhaus um es kontrollieren zu lassen.

    Vielleicht hilft dir mein kleiner Bericht ja weiter. Ich hoffe. Viel Kraft wünscht
    Else


    Und falls hier noch wer mit venösen Stents in Zusammenhang mit SVT zu tun hat, freue ich mich auch sehr über Rückmeldungen, Erfahrungen und Co.



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